Die Ukraine in der Krise

Msane

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25 März 2010
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Zitat:
Eine Woche nach der Befreiung von Cherson ist es Zeit für eine Zwischenbilanz: Wo steht die Ukraine im Krieg gegen Russland? Und welche Erkenntnisse lassen sich aus dem Erfolg im Süden für die Zukunft gewinnen?

Mit dem Zusammenbruch des russischen Besatzungsregimes in Cherson vor einer Woche hat die Ukraine einen weiteren bedeutenden Sieg errungen. Um ihn zu bewerten, lohnt sich eine Einordnung in den bisherigen Kriegsverlauf. Als Schlüsselmomente der vergangenen Monate sind fünf Grosserfolge der Ukrainer hervorzuheben:
  • Sieg in der Schlacht um Kiew (März): Mit der Abwehr des Zangenangriffs auf die Hauptstadt durchkreuzten die Ukrainer den russischen Plan, die Regierung Selenski auszuschalten und eine rasche Kriegsentscheidung herbeizuführen. Nach verlustreichen Kämpfen musste der Kreml seine Truppen Ende März aus der Region Kiew zurückziehen.
  • Abwehr des Vorstosses nach Odessa (März): Eine weitere, oft unterschätzte Zäsur war das Scheitern der russischen Odessa-Operation. Die Eroberung der drittgrössten Stadt hätte die Ukraine vollständig vom Meer abgeschnitten. Entscheidend war der Sieg der Ukrainer in der Schlacht um Mikolajiw. Damit gelang es ihnen, den Invasoren die Überquerung des Südlichen Bug und den Weitermarsch nach Odessa zu verwehren.
usw.....

Zitat Ende

https://www.nzz.ch/international/uk...1712721?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE


Auszug aus einem interessanten kurzen Beitrag hinter dem Link in der nzz.

Da kann jeder mal selbst schauen, wo man mit seinen eigenen Aussagen zum Thema richtig oder falsch lag.

Ich habe zum Beispiel die Fähigkeiten der ukrainischen Armee unterschätzt und die der Russen überschätzt.

Verhandlungen fände ich immer noch richtig, was aber eher von meinem Naturell her rührt.
Im Jahr 2022 sollten wir zivilisatorisch soweit sein, Konflikte ohne Totschlag auszutragen.

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Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Damit es nicht im Biden Thread falsch verortet wird:
Der Beschuss des AKW Saporischschja ist weder aus russischer noch aus ukrainischer Sicht sinnvoll. Russen bewachen das AKW und würden somit von ihren eigenen Leuten dem Beschuss und der Verstrahlung ausgesetzt. Außerdem macht die Verstrahlung nicht an Grenzen halt und Russland wäre - je nach Wetterlage - früher oder später selbst betroffen. Die Ukrainer können aus Selbsterhaltungsgründen auch kein Interesse an einem GAU haben. Wer bleibt übrig? Aus meiner Sicht militante Gruppierungen, die ein Interesse an Eskalation haben. Das können russlandaffine Ukrainer sein, die die Russen zwingen wollen, endlich "Ernst zu machen", oder ukrainische Rechts/Extrem-Nationalisten, die den Westen zwingen wollen, endlich die Russen aus den besetzten Gebieten wegzubomben. Für einen mehr oder weniger terroristische Hintergrund spricht, dass die Einschläge keine Schäden in der Gefahrenzone verursachten. Militärische Aktionen verlaufen meistens präziser.
 
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Msane

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25 März 2010
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Die UN oder die IAEA könnten vor Ort Artillerieortungradars installieren.

Man kann die Herkunft von Artilleriebeschuss heute sehr präzise nachverfolgen.

Es ließe sich genau sagen wo das herkommt, die Frage ist nur ob die Kriegsparteien das wollen.


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Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Dann erinnere ich auch an die Ostseepipelines. Man wird inzwischen zumindest sehr viel mehr wissen, als man uns sagt.
Wer außer den Russen, sollte die Ostsee-Pipeline durchlöchert haben? Dafür braucht es weitaus mehr Equipment als bloß eine Rakete in die Außenumrandung eines AKW's abzufeuern. Die Täterschaft in der Ostsee scheint mir ziemlich eindeutig, in Saporischschja dagegen nicht.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Die Russen sehe ich gar nicht in Verdacht. Warum? Sie haben ein Dauer-Propaganda-Thema verloren. Warum nicht die Pipeline wieder aufmachen jammerjammer, mir ist so kalt in meiner Bude jammerjammer Habeck jammerjammer

Die USA haben das nicht nötig. Ich tippe eher Richtung Polen.
 

Msane

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25 März 2010
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Es wird vermutet, dass Russland die Pipeline gesprengt hat, um bei seinen Gaskunden
höhere Gewalt geltend zu machen.
Die haben nämlich noch laufende Lieferverträge und wenn Russland diese nicht einhält,
würden sie richtig hart verklagt.
Da würden dann russische Vermögenswerte im Ausland gepfändet usw. das
wollen sie vermeiden.


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Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Auch würden die Polen gewiss kein Angebot seitens Deutschland für ein Patriot-Abwehrsystem erhalten, wenn sie auch nur im mindesten in Verdacht stünden, die Pipelines in der Ostsee durchlöchert zu haben.

Der Beschuss des AKW's, von dem weder die Russen noch die Ukrainer profitieren, macht die Suche nach den Tätern bzw. des Finanziers viel schwieriger. Zugleich stellt sich die Frage, warum die Russen nicht in der Lage sind, das AKW zu schützen. Materialmangel oder willfährige Gleichgültigkeit?