Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

univers

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AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

1. Mir ist beim Lesen deiner Beiträge etwas aufgefallen, was auch mir oft passiert. Ich sag da nur: das "i" versteckt sich hinter dem "ä" :wink:



Ich nehme zudem mal an, dass deine Gefühls- und Gedankensprache - wie übrigens bei mir auch - Türkisch ist.

Na, hab ich Recht?
Nayn!

psstt, ich hab eine Tastatur, über die man sowohl türkisch als auch deutsch eingeben kann.Ich schreibe aus der Türkei.
 

Colchicum

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AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..


Schade ...

psstt, ich hab eine Tastatur, über die man sowohl türkisch als auch deutsch eingeben kann.Ich schreibe aus der Türkei.

Ich vergesse ab und an das Wechseln und muss dann wieder löschen: Tğrkısch mıt deutscher Tastatur oder anders herum sıeht ğberhaupt nıcht gut ausç G,rd+n m+? :)
 

Colchicum

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AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Oder aber :

Yaman geläp ge.äzor# ama anilar kalizor! :wink:
 

univers

Well-Known Member
AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Sorgen
Probleme


Sonne
gesenkter Gras
verdurstete Vögel
gehen Hand in Hand

Mein blick wandert
über sanfte Hügel, den schneebedeckten Spitzen der gegenüberliegenden Bergkette. Die Sehnsucht treibt die lauwarme Brise mit sich, dass man sich wünscht mit dem Wind über die Landschaft zu streifen, haltlos.

Ängste
Intrigen, Groll
Unverständnis

Eine Eidechse, geeint mit der Sonn
kommt mir quer
über"m Weg, verstaubt
den Kopf hoch im Nacken
wahr nimmt sie mich und alles ringsum
mit ihr in ihre Höhle kriechen
ist mir
so lieb ist mir alles
 

Colchicum

Active Member
AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Sorgen
Probleme



Sonne
gesenkter Gras
verdurstete Vögel
gehen Hand in Hand

Mein blick wandert
über sanfte Hügel, den schneebedeckten Spitzen der gegenüberliegenden Bergkette. Die Sehnsucht treibt die lauwarme Brise mit sich, dass man sich wünscht mit dem Wind über die Landschaft zu streifen, haltlos.

Ängste
Intrigen, Groll
Unverständnis

Eine Eidechse, geeint mit der Sonn
kommt mir quer
über"m Weg, verstaubt
den Kopf hoch im Nacken
wahr nimmt sie mich und alles ringsum
mit ihr in ihre Höhle kriechen
ist mir
so lieb ist mir alles

Hmmm ... Es ist niemals zu spät ... solange man lebt ...
 

univers

Well-Known Member
AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Dort, irgendwo draußen...
"It's anybody out there?" schreit Roger Water von Pink Foyd ins Mikrofon. als würde er es hoffen und den Wagemut mit Sehnsucht vermischt, hört man in seiner Stimme..
Es ruft nach mir
...

es ruft nach Dir!

Ist wer daaaaaaa?
Ist was daa?

Einen Glauben zu haben,´den man gewiss ist.
Aber noch wäre es, wie der Name es sagt, ein Glauben, aber die Gewissheit darüber, dass es ein Glaube mit offenem Ende es sei.
Und es gäbe keine Anweisungen darüber, wann man was falsch gemacht und wann man auf Erlösung zählen kann.
Man müsste ob dieser Tatsache staunen und Ehrfurcht haben, was noch käme, in dieser unermüdlichen Weite, dort draußen.
It's anybody out there?
 

univers

Well-Known Member
AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Hierzulande steht ausnahmslos in jedem große Kaufladen a la Plus und bis hin zur Klasse wie H&M, die was auf ihren Namen zählen, Security.

Letztens wollte ich irgendeine Kleinigkeit für den Bad holen, also ging ich in einen Baumarkt, kleinerer Klasse.
Dort findet man von Haushaltsgeräten, Handwerkzeuge etc..
Ich besorgte die besagte Kleinigkeit und begab mich zur Kasse, es war nicht das erste Mal, dass ich dort Besorgungen machte.
Aber heute fiel mir das junge, gerade Mal über 20, klein gewachsen und in ihrer Uniform stets in Bewegung bleibende Security Mädchen auf. Sie hatte ihren Haar zu einem Pferdeschwanz zusammen getan, trug jedoch keine Mütze, aber ihre Uniform war nicht zu übersehen.
Ein grau, dunkel blaues was. Am Gürtel hing links hinten ein Schlagstock, hinten rechts Handschellen.
Ich folgte einen Impuls und ging, nach dem ich bezahlt hatte auf sie zu, auch um meinen im Schrank zur Aufbewahrung hinterlassenem Rucksack, den ich mit hatte, um die Einkäufe darin zu tragen, denn ich versuche immer die Hände frei zu haben.

Die Hände frei laufend, beflügelt mich buchstäblich, wenn man von gängiger Logik ausgeht. Die Arme stehen sozusagen für die Flügel.
So ein leichter Gang erweitert die Wahrnehmungsfähigkeit bzw. bricht die Umrisse der zweidimensionalen Wahrnehmung, wo man darin nur Gut und Böse ausmachen kann bzw. nur davon ausgeht, wenn man in Bewegung ist.
Also wird jede Begegnung während so ein Gang, wo man den Körper belastet und mitunter die Hände nicht frei sind zu einem animalischem Akt.
Das Tier, stets auf Hut, um die über Jahrtausend unverändert gebliebenen Situationen für ihn, wo er wenn es Haustier ist, nur auf das Erbarmen der Menschen angewiesen ist Herr zu werden.
Warum auch immer, selbst wenn man den Tieren gesunden Instinkt zuschreibt, finden sie zu mindestens in ihren natürlichen Lebensräumen den jähen Tod, ausgegangen aus Situationen, die für den menschlichen Verstand keine solch schwierigen sein durften.
Schließlich haben wir Menschen uns freiwillig in höchst tödliche Situationen begeben. Mann nehme nur das Autofahren. Aus der Praxis weiß der Verstand, dass so eine Autofahrt mitunter tödlich enden kann. So ist er hingegangen und hat bei gleichzeitigem Beibehalten von der Schnelligkeit so eines Auzos, mittels seines Verstandes Vorkehrungen getroffen, wie die Ampel, die Bremse usw. und für den Fall der Fälle drastische Gesetze.
Also hat er Vorkehrungen genommen, um den Tod ausweichen zu können.
Aber so ein Tier hat keine Vorkehrung, er ist auf sich gestellt, wenn er den Tod begegnet. Manch so ein gesundes starkes Tier hätte rein biologisch noch einige Jahre leben können.
Aber eines ist dem Leben in der ursprünglichen Natur auszusprechen, dass dort jeder darauf hinaus ist, auf Leben und Tod.
Wenn man von einer Errungenschaft des Menschen reden kann, dannn wohl die, dass er den Tod ausweichen trachtet.
Aber nicht durch die augenblickliche Wahrnehmung, sonder durch langjähriges planen. Sozusagen durch testen.
Als die Autopioniere ihre ersten Maschinen zum laufen brachten, mussten sie wohl vom Glück beseelt gewesen sein, als das sie nüchtern über deren Gefhren sich bewusst wären.
Nur im nach hinein, als womöglich die ersten tödlichen Unfälle passierten, wird man konsequenter vorgegangen sein. Sonst hätte der gute Mr. Ford schon damals ABS, ESS, DSS, USW. eingebaut gehabt.
Jedoch wissen wir Menschen um den Tod
Wissen wir es aus Beobachtungen oder ist es doch ein Bestandteil des Ur-Wissens?
Ich persönlich sehe aber in den Menschen nur die zweidimensionale Haltung.
a- Rücke mir nicht auf die Pelle!
b- Heute wieder gut ausgekommen mit der Umwelt.
Die Dritte Dimension, der Tod ist Teil eines Planes, der auf ausnahmslos Lebensversicherungen finanzieller Art und der gesunde Ernährung aufgebaut ist.
Dabei ist die dritte Dimension immerfort präsent, wie in der freien Wildbahn und liegt nicht in 70 Jahre Entfernung!
Aber mit annehmen von der Haltung der Drohgebärde "rücke mir nicht ans Pell", benutzten die Menschen sich gegenseitig als die Todesursache.
Die zwischenmenschliche Liebe hat man eingesetzt um die Auswirkungen dieser Festsetzung des Feindbildes abzufangen.
So gesehen ist die Liebe nur ein Mittel.
So muss wohl der Spruch "Der Zweck heilige die Mittel" entstanden sein, denn der Zweck müsste das harmonisch friedliche Dasein sein.
Aber die Liebe kann missbraucht werden, als das man sich darauf verlassen könnte, sie könne dieses Feindbild aufheben.
Denn den Freiraum zwischen den zwei Dimensionen des Daseins, der Drohgebärde und das erleichtert sein über den eigenen Geschick sich vom Bösem abgehalten zu haben, füllt der Egoismus.
Der Mensch versucht erst gar nicht, außerhalb von sich zu denken, als dass er sich vorstellen könnte, es könne ein friedliches Dasein geben, trotz des Todes.
Den Tod geplant, aber ihn nicht als Freund gewonnen, mach einen verbittert, es weint um sich und sieht sich durch Hab und gut bestätigt, denn das ist was handfestes;
Dort steht der Baum, das Haus wofür er 20 Jahre gearbeitet hat, aber der Nachbar ist augenblicklich zum Feind erklärt, weil dieser seine Hecke wuchern lässt.
Also doch kein friedliches Dasein mit Nächstenliebe, die ja erst durch Schwert dem Mensch beigebracht wurde.
Wurde sie es?
Nein, einst, zum Glück.
Ich persönlich wähne mich nicht als Nachfolger Solcher, die die Nächstenliebe überliefert bekommen haben.
Ich stelle keine Vergleiche, wie man sich bekriegt hat, um das Kreuz oder den Halbmond zu ersinnen, als Teil eines Planes.
Doch gehe ich umher und habe meine Flügel ausgebreitet, um das immer währende zu erfahren, an dem einzigem Besitzt, den ich habe, meinem Körper.
Und mein Körper berührt das Äußere und das erste was es daran ausmacht, ist der Tod.
Jedoch empfinden das alle Menschen so, mit dem Fehler aber, dass sie schnell in den eigenen geflochtenen Plan zurück verfallen. Es gilt auf Leben und Tod den Hab und Gut zu verteidigen, selbst mit Gewalt.
Dabei übergehen sie aber, dass dieses Hab und Gut, die Mittel ihres friedliches Dasein hätten sein sollen.
Ein System ist entstanden, der vage persönliche freie Entfaltung des Individuums zur Ziel hat,
Um des friedlichen Zusammenlebens willen?

So wende ich mich beim Schrank angekommen dem Mädchen von der Security zu, sie ruhig in die Augen schauend und frage, ob sie eine Polizeibeamtin wäre?
Sie ist überrascht und antwortet überdrüssig, dass sie zu der Securitykraft des Ladens angehört.
Und wieso tragen sie Handschellen, frage ich erneut. Nun weiß sie um keine Antwort, ich setze nach, um sie nicht gänzlich in Verlegenheit zu bringen, wohl um die Gefahr wissen, dass sie jeden Augenblick eines ihrer Kollegen ruft, was sie auch dann tut, während ich sie frage, ob es schon Mal zu unschönen Szenen mit den Kunden gekommen ist, wie Dieben.
Meine gezielte Frage nimmt die Schärfe ihres Tons, als sie nach ihren Kollegen ruft. sie ist so wendig, dass sie augenblicklich ihren Kollegen dabei anlächelt, auch wenn die Frage einen Unterton hat, der mich als einen Störenfried entlarven soll.
Ihr Kollege kommt entschlossen auf uns zu, während ich immer noch das Mädchen mit Fragen durchlöchere und ich empfinde, wie der hinzugekommene männlicher Sicherheitsmann an meiner Ausstrahlung abprallt, ich wende mich ihm zu und lasse das Mädchen mit ihm reden.
Er füllt sich in der Leere und weiß nicht was er dem Mädchen antworten soll, zumal sie ihn erneut sagt, dass der Herr, ich, wissen möchte, warum wir Handschellen trugen.
Nach geraumer Zeit, an die zwei Monaten, wo ich nicht wieder hin ging, begegnete ich sie wieder am Eingang desselben Ladens, mit noch einer Arbeitskollegin und hörte beim vorbei laufen:
- Da, das ist er, der damals......

Ich vage es auf die Menschen zuzugehen, wohl mir dessen bewusst, dass sie den Schleier des Bösen um haben und vergesse dabei immer mehr mich selbst, auf die Gefahr hin Schaden durch den Menschen zu erfahren.
 

univers

Well-Known Member
AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Wenn eıne Reise ansteht, wie vor einigen Tagen, als ich auf einer Rückreise aus dem Umland vom Istanbul nach Ankara wollte.
Seitdem mir das Lenkrad des Transporters, der gerade mal 2 Jahre alt war, in einer rechtwinkligen Kurve wie ein Jo-Jo Rad drehte, während ich fuhr, versuche ich die Reisen mit Bussen oder Autos zu vermeiden.
So auch diesmal. Da der Schienenverkehr in der Türkei nicht so gut ausgebaut ist, befindet sich nicht in jeder Stadt ein Zugbahnhof, so musste ich erst nach Istanbul und ging auf Gut Glück, um eine Fahrkarte zu bekommen.
Nicht nur, dass das Schienenverkehr nicht flächendeckend ausgebaut ist, so ist es eine Vorschrift, dass man in Fernverkehrszügen stehend nicht reisen darf.
Man nennt seinen Namen und überwiegend legt man auch einen Ausweis dem Kassierer vor.
Ich war mittlerweile in dieser Hinsicht ausgekochter geworden, so dass es mir nicht ausmachte, dass ich erst in vier Stunden die Reise antreten werde.
Als Gepäck hatte ich nur einen Rucksack und ich trieb mich voran, in der Nacht, in einer mir unbekannten Stadt, wenn ich diesen Bahnhof auch zuvor einige male benutzt hatte. Ich trieb mich gegen meinen Widerwillen, nicht in die mir unbekannten Gegenden rein zu laufen.
Ich lief und bog in die Richtung des Hafens, wo an den Promenaden spät bis in die Nacht noch gesessen wurde, mit Chaj und Tavla odr anderen Spielen.
Dass es Fastenzeit war tat seines dazu, denn man spannt von der Anstrengung des Fasten.
Man relaxt, samt Frau und Kind und Mann.:biggrin:
Die Promenade war überfüllt von Menschen, ich setzte mich auf eine Bank und beobachtete das Treiben.
Drei junge Mädchen, im Alter von etwa 16 Jahren, schossen machten mit der Handycamera Fotos voneinander.
Fast wäre ich mit auf dass Bild, so wie ich auf der Bank saß, ich zog schnell die Mütze tiefer.
Paare liefen umher, junge und auch Familien mit Kindern. Man hörte Kinder nach essbarem an ihren erwachsenen Begleiter schreien. auch saßen welche auf den Bänken.
Viele Restaurants und Imbissläden boten Döner bis hin zum Fisch an. Es machte mir Appetit und erst jetzt fiel mir ein, dass ich im Rucksack Proviant hatte und eine kleine Plastikflasche Wasser, dass ich fast immer bei mir führe, wenn ich mich außerhalb der Wohnung befinde.
Das Wetter war trotz Abendstunden recht angenehm, es herrschte Windstille.
so wie ich genüsslich aß, näherte sich mir von dr Seite ein ziemlich kleinwüchsiger Hund, der aber von der Statur her von keinem großem Hund sich unterschied.
Er war in Eile, auch etwas erschrocken aber nicht ängstlich. Ich schmiss ihm ein Stück Brot zu, er merkte es und blieb in seinem Lauf stehen, drehte sich zum Brotkrümel, roch daran.
Er aß es nicht, schaute aber mir hoch und schaute auf meine Hände, in denen ich das mit Fleisch eingerolltes Fladenbrot hielt.
Das Fleisch war gekocht und aß es sich sehr leicht, ich riss ein Stück davon ab und warf es vor dem Hund, der immer noch in einem Abstand von einem Meter vor mir stand.
Er aß es und so riss ich ein zweites Stück Fleisch ab und warf es ihm zu. Schließlich hatte ich aufgegessen und bückte mich zu meinem Rucksack um es zu zuschnüren und als ich den Kof erhoben hatte, war der Hund nicht mehr da.
Ich stand auf und ging in eines der Chajgärten, es war ziemlich voll, was sich später auch begründen ließ, außer dass man nur ausgegangen wäre.
Während ich an meinem Tee trank, kamen immer mehr Menschen in den Garten, so dass der Tisch, an dem ich eben noch allein saß, nun voll belegt war.
Als dann man nur noch sich für einen Sitzplatz ausschaute, erkannte ich den Grund für den Zulauf der Menschen an ein zwei mal vier Meter großes Leinentuch, auf den das Fernsehbild projiziert wurde.
Die türkische Mannschaft spielte um die Teilnahme an der nächsten Fußball Europameisterschaft.
Nun wurde es laut, volle Teegläser kippten auf die Bekleidung, Aschenbecher überfüllten sich, Geschrei und Jubel.
Das Spiel interessierte mich an sich nicht so, so beobachtete ich auch das umliegende. Einige Familien kamen, die Frauen in Kopftüchern eingehüllt, manche mit andere wieder ohne Kinder.
Während ich dort saß, erinnerte ich mich, wie ratlos ich vor dem Bahnhof stand und nicht wusste, was zu tun ist, solange ich auf den Zug warten würde.
Und ich erinnere mich, dass ich mit Widerwillen in die mir unangenehme Richtung lief.
So kannte ich mich gar nicht, dass ich ohne Hoffnung auf Belohnung mich voran bewegte. Dieses Gesicht war mir nicht vertraut, aber ich hatte auf viele Gesichter verzichtet, ohne sich zu bemitleiden.
Zu mindestens war dies der Weg, wie man sich voran wagt.
Da taucht die Zerrissenheit mit sich auf bzw. man nimmt sie war.
Man will ins Kino gehen, aber ein Gedanke meldet sich in klarer Vision:
man wird in der Dunkelheit sitzen, voraussichtlich mit anderen Menschen, mal weniger mal mehr. Man wird mit der Handlung auf der Leinwand denken, mit zum Ende hin denken.
Was wird passieren?
Doch nichts ist passiert, die Abendstunde ist voran geschritten und man saß untätig dort.
Also schone ich mich, resultiert der andere Gedanke und laufe in der Leere, aber bin beweglich, wenn auch nur körperlich und nicht wie im Kino sowohl auf der Bewusstseinsebene, weil diese durch eine auf die Leinwand projizierte technisches Lichtspiel ersetzt wurde, als auch körperlich.
Nun kam ich hierhin, und merke, dass die Zeit überfüllt ist, wo ich nur schwarz zu sehen glaubte.
Die Schwärze muss es wohl geben, sonst kann sie nicht so lähmend sein, dass es die ganze Menschheit ins Aufmarsch gesetzt hat, wie dieser auch die Langeweile genannter Schwärze beizukommen ist?!
Ich wusste von diesem Garten und dem Spiel nichts, als ich vor dem Bahnhof ratlos stand, aber ich stellte alle meine mit dem Ort verbundenen Erwartungen ab und kehrte diesen den Rücken, lief in die andere Richtung.
Wieder mal hatte ich auf ein Gesicht verzichtet oder wollen wir dazu das Gesicht des Dämonen sagen?
Ein Dämon, der selbstbezogen ist, dem am liebsten den Himmel auf Erden haben will und dann gibt es die schlaueren, die meinen, dass der Himmel im Himmel ist und nicht hier auf Erden, denn sonst würde es nicht Himmel heißen, Punkt.
Ah, bekämpft die Religion den Dämon? Aber sie wird doch meinen dämon gar nicht kennen.
Mein Dämon lechzt es nach Döner, sobald es im Schaufenster sieht und pfeift munter, sobald es eine eng bekleidete Frau sieht.

Doch überließ ich mich nicht diesem Dämon und lief hierhin, um zu sehen, dass es randvoll ist, Zeit.
Es ist keine Zeit um mit sich zerstritten zu sein.
Nach der ersten Hälfte, das dreiviertel Stunden andauert, weckte ich meinen Aämon erneut und schleppte ihn, dass er blutet und davon läuft.
Es war, so rechnete ich bei mir, weil ich meinen Handy während der Überfahrt mit der Fähre ausschalten musste, nun aber mich nicht mehr an die PIN erinnerte und somit keine Uhr zur Verfügung hatte, dass das Spiel um halb Neun angefangen haben müsste, den um Acht Uhr war ich am Bahnhof, demnach jetzt gegen halb Zehn sein müsste.
Also hatte ich Zeit und ich könnte mit irgendeinem Zug bis zu der End- und Anfangsstation der Züge fahren, weil mein Zug eh von dort los fährt.
Er würde erst in etwa 2 Stunden losfahren und die Strecke dahin würde eine halbe Stunde andauern.
Ich malte mir jetzt schon aus, dass wenn ich dort angekommen bin, am Ufer einen Tee trinke und dabei die trotz der Nacht umher fliegende Möwen, im Licht der Laternen und Schiffe übers Meer betrachten.
Es war ein Regionalzug, der zur später Stunde noch gut belegt war. Ein Mann saß zwei Sitzbänke weiter mir gegenüber, neben ihm eine Frau und ihnen gegenüber Jugendliche. Auch die unmittelbar nächsten Sitzbänke vor mir, waren zur beiden Seiten belegt. dort saßen nur junge Menschen, zwei Jungen und vier Mädchen/Frauen.:roll:
einer von ihnen benahm sich recht übermütig, so als wollte er eines der weiblichen Mitreisenden imponieren.
Er stand auf, wiegte sich an den von Standen runter hängenden Griffen für Stehende, flüsterte etwas ins Ohr eines der Mädchen.
Schließlich ging die Gruppe auseinander, erst stiegen Zwei aus, dann an der nächsten Station Drei, bis nur noch der Mann und die Scharr von Frauen und Kindr übrig blieb, als auch diese sich erhoben, dass der Mann alleine auf der Sitzbank sitzen blieb, aber noch standen sie bzw, einige hatten sich schon zur bewegt, auch wenn der Zug noch noch angehalten hatte.
so während ich da gesessen hatte, dachte ich bei mir, dass der Mann der Familienoberhaupt sein müsste und wie es wohl wäre, wenn er die lustige Menge um sich hat, ob es auch in seinem anliegen ist, dass man glücklich ist und er sich doch glücklich schätzen muss, dass er doch die Säule dieser Heiterkeit ist.
Er steckte eine Zigarette an und ich dachte, ein Gewohnheitsraucher, der sich gewiss gleich rauchen zu dürfen, halt seine Vorfreud auskostet.
Er zündete die Zigarette an und qualmte glücklich daran und verbarg es in der Handfläche, die Hand legte er zwischen den Beinen.
Außer mir und dem Mann samt seinen Begleitern, sassen noch an die 8-10 Menschen im Wagon.
Keiner von uns sagte was, der Zug hielt kurz danach an und wir stiegen aus.
Mein Blick ging auf die Uhr an der Wand vom Bahnhof, es waren nur noch fünf Minuten bis zur abfahrt meines Zuges.
Die Zeit war randvoll.
Ich setzte mich in den Zug und wir fuhren sogleich los.
 

univers

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AW: Die Zeit oder das in sich zerstrittene..

Dıe Zugfahrt

Hierzulande darf man nebst, dass in den Fernverkehrszügen stehend nicht gereist werden darf, beim Kauf der Fahrkarte man sich ausweisen muss, sondern man hat sich gefälligst dahin zu setzen, was auf der Fahrkarte als Sitzplatznummer angegeben ist.
Name des Zuges, die Nummer des Sitzplatzes und vom Wagon, Der Name des Reisenden, Abfahrt- Ankunftszeit, voraussichtliches.
Doch diesmal war der Zug zu pünktlich, dass ich beinahe verpasst hätte, wäre da die eine Absperrung zwischen den Gleisen nicht offen. Ich hatte keine Zeit um mich auf das vorzubereiten, was mich im Zug erwarten würde bzw. bevor ich wiedermal meine Erwartungen hinsichtlich der Zugfahrt droseln konnte, war ich auch schon damit konfrontiert.
Ein alt ausschauender aber doch nicht gebrechlicher alter Mann saß in der Zweierreihe, er sah an mir hoch und hieß mich durch zu gehen, ans Fenstersitz.
Augenblicklich empfing ich eine Schwäche an ihm, eine körperliche und bot ihm den Platz am Fenster an, weil wenn man einschlafen sollte, sich dort an der Seite gut abstützen kann.
Er bedankte sich, aber sagte, dass er mit den Beinen hat, die er ausstrecken muss, was auch während der ersten Kilometer bis in den Gang tat. Zum Glück war ein kleinwüchsig, dass niemand über seine Beine stolpern konnte.
doch genügte es dem Mann nicht, dass er die Beine von sich streckte, er wechselte oft die Sitzposition, als dass er ausschlafen konnte, den er schlief bei jeder neu angenommen Position, so kurz es auch währte, sogleich ein.
Ich schaute mich um, ob ein freie Sitzplatz es gäbe, damit ich dorthin wechselte und er sich auf den zwei Sitzen hinlegen konnte.
Es war eines, ein Einzelplatz.
Jetzt erinnerte ich mich, dass während ich auf den Zug gewartet hatte, nicht glücklich darüber war, weil es kein einzelner Sitzplatz zur Verfügung stand und bei mir ab und an sich der Gedanke meldete, dass die Reise nicht sehr angenehm verlaufen würde, die ja über sieben Stunden andauert.
Ich hatte nicht die Absicht gehegt, dass ich einen einzelnen Sitzplatz ausfindig machen würde, trotz der Tatsache, dass die Techniker der Bahn doch nicht soweit durchgeplant hatte, wie sie sich eine moderne Reise vorgestellt hatten.
Wenn es hieß, dass der Zug belegt wäre, dann heißt es auch nicht, dass es sich dem so verhält, sonder dass erst nach 250 Km dieser Fall eintreten wird, bis dahin fährt man gut zu ein Drittel unbelegt.Ob sie die ausgestiegenen nicht miteinbezogen haben in ihren Rechnungen.
Davon ab, gibt es solche Reisende, zumeist Männer, die sich gern während der ganze Fahrt betrinken, dann fließt Raki und Bier, womöglich auch Whisky.
Wie dem auch so, der Sitzplatz sah frei aus. Ich sprach den alten Mann an, dass er sich ausstrecken kann, wenn er mag, ich ginge rüber.
Er krümmte sich sogleich, als ich mein Gepäck verstreut und mich auf den neuen Sitzplatz setze, auf den Zweiersitz, bis nach Eskişehir, wo der Zug nur noch halb belegt weiter fuhr und kein andere Reisender hat Anspruch auf den Sitzplatz erhoben, auf den ich gesessen hatte.
Die Ereignisse trugen mich, als dass ich Zeit zum grübeln aufwenden könnte, so unerwartet sie auch waren.
 
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