AW: Eifersucht im Internet
Wozu muss man eigentlich derart viele „Freunde“ bei verschiedenen Plattformen haben? Sammlerwut? Gut für’s Ego?
Wahrscheinlich bin ich mal wieder hoffnungslos hinter dem Trend her, aber mir sind nun mal meine /unsere Freunde in echt lieber. Es sind auch deutlich weniger als 200 bis 300 ;-) .
Da kann ja jeder seine Meinung zu haben. Ich selbst habe auch nicht ganz so viele "Freunde". Ich finde das Wort Freunde in diesem Zusammenhang auch einfach faalsch gewählt. Ich habe bei Facebook quasi meinen gesamten Abiturjahrgang drin. Das sind nicht alles Freunde, aber es ist unglaublich praktisch so viele Kontaktinformationen so komprimiert zu haben. Es ist spannend über deren Einträge zu erfahren was sie so machen, wo sie sich in der Welt rumtreiben und wer wann heiratet und kinder kriegt. Und nicht selten brauch man auch mal die Hilfe oder den Rat von jemandem der sich mit einem bestimmten Thema auskennt. Früher hätte ich da die Auskunft anrufen müssen. Heute gucke ich einfach in meiner Facbookliste.
Auch für den Job ist es heutzutage für viele unerlässlig. Ich habe vor einiger Zeit Seminare in Brüssel organisiert. Dort habe ich unglaublich viele interessante Leute kennengelernt. Einige gaben mir ihre Visitenkarten. Andere habe ich bei Facebook drin. Wenn ich die irgendwann mal wieder zu einer Veranstaltung einladen will, dann weiß ich welche Gruppe zu erst eine Einladung erhält.
Ich find man muss sich nicht immer gegen jeden Trend wehren. Man kann auch einfach mal mitschwimmen und von den unglaublichen Vorteilen profitieren...
Abgesehen davon, und da werde ich mich sicher wieder unbeliebt machen: wenn ich das unbedingt brauche und die Freundin soll lieber nicht wissen, was da abgeht, nehme ich halt einen anderen Account und „vergnüge„ mich dort. Schon traurig, das manche userinnen darauf Vertrauen in eine Partnerschaft gründen (oder es zumindest glauben), in solchen Seiten lesen zu „dürfen.“
So ähnlich wie mit den Handys der Askims: für jede Dame eins. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: je mehr darauf bestanden wird, dort nachzulesen, desto faustdicker hat der –oder diejenige es hinter den Ohren.
Jolie, vollkommen profil - los.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass hier irgendwer behauptet hat, das Passwort seines Partners zu kennen schützt vor Betrug.
Anfangs hatte es vielleicht was kontrollierendes. Mittlerweile kennt und vertraut man sich. Auch deswegen, weil ich ihn viel besser einschätzen kann, seitdem ich mitgelesen habe, was er sich bei Facebook mit anderen Leuten unter die Fotos oder auf die Pinnwände schreibt. Da werden ja nun keine streng geheimen Briefe ausgetauscht.
Wir konnten dadurch einen gemeinsamen Nenner finden, welcher Umgang mit dem anderen Geschlecht ok ist und was zu weit geht.
Wenn er es tatsächlich für nötig halten würde einen Zweitaccount zu eröffenen...ganz ehrlich dann hätte ich nur noch Mitleid für ihn.
Da denk ich mir, was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Und vor allem will ich das auch gar nicht wissen....