Eine Welt ohne Nationen

AW: Eine Welt ohne Nationen

Um die gigantische Kluft zwischen Utopie und Realität zu überbrücken, bräuchte der Weltstaat eine Lobby, die ihm Eingang ins öffentliche Bewusstsein verschafft. Es müsste erst einmal "Werbung" gemacht werden.

Europa könnte schliesslich den Anfang machen. Es müsste allerdings ein echter Zusammenschluss werden, da es sonst zu einem unaufhörlichen Kompetenz- und Einflussgerangel käme.

Weitere Staaten könnten sich anschliessen. Je mehr Staaten mitmachen, desto grösser wird die allgemeine Zustimmung.
Der Widerstand wird immer von Personen oder Gesellschaften kommen, die etwas zu verlieren glauben, sei es Geld, Einfluss oder ihre Identität.
 
AW: Eine Welt ohne Nationen

zu P.S.2
Meinst du, dass Englisch dann weltweit als Amtssprache gilt?
Da weiß ich aber nicht, was noch schlimmer sein kann.:icon_eyecrazy:

Zum Glück ist das einfach unmöglich. :mrgreen:

Es ist erst mal nur Gedankenspielerei. Ich würde allerdings gerne dahinkommen, obwohl ich das sicherlich nicht mehr erleben werde....:mrgreen:
Englisch liegt nahe, weil es so verbreitet ist. Inoffiziell ist es ja bereits Weltsprache.
Ausserdem ist es eine relativ leichte Sprache.
 
AW: Eine Welt ohne Nationen

Generell:

Ja, Pit, eine solche Utopie behagte mir sehr wohl....nur was sollen die moralischen Richtlinien sein? Was werden die Grundrechte bedeuten? Sind wir wirklich dazu berechtigt unsere Aufassung von Menschenrechten auf die ganze Welt auszudehnen????????


Ich glaube ganz persönlich, mit den Werten Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, mit der Gewaltenteilung, Grundrechten, Religions- und Pressefreiheit könnte sich der Grossteil der Menschheit identifizieren.
Natürlich sollte niemand manipuliert werden. Der Zusammenschluss muss freiwillig erfolgen.
Ganz banal: Jemand macht den Anfang (z. B. Europa) und von den anderen Ländern machen im Laufe der Zeit immer mehr mit.
 
AW: Eine Welt ohne Nationen

Der Widerstand wird immer von Personen oder Gesellschaften kommen, die etwas zu verlieren glauben,..... oder ihre Identität.

Das ist nicht wenig!

Wenn ich es richtig sehe, schwebt Dir eine Art Weltregierung vor.

Da kann aber meines Erachtens wirklich viel verloren gehen.

Und das wiederum sehe ich als große Gefahr.

Verschiedene Lebensweisen, Traditionen, Sprachen beinhalten immer auch verschiedene Anpassungsmöglichkeiten an Umwelt und Zukunft.


Wenn alles nur noch eine Soße ist, kann auch alles an der selben Sache zugrunde gehen.

Man müsste erst einmal eine Bestandsaufnahme machen und für Völker, Sprachen und Lebensweisen eine rote Liste erstellen und sollte dann unter Einbeziehung der verschiedenen Normen so etwas wie ein Gerichtsbarkeit ähnlich den haag bilden.
 
AW: Eine Welt ohne Nationen

Ich würde gerne die Gründe für Deine ablehnende Haltung erfahren.

@Pitane, natürlich auch von Dir

-falls Ihr Lust dazu habt...

ich kann mir nicht vorstellen das ein Weltenstaat funktioniert, da soll vieles zusammen geschlossen werden welches einfach nicht zusammen passt.
Das was im Weltenstaat funktionieren sollte wird auf Dauer nicht einmal in der EU funktionieren.
Das wäre so wenn man versucht eine 30er Schraube in eine 8er Mutter zu drehen.
Einige Antworten hat alterali in Nr.17 beantwortet welchen ich auch zustimmen kann.
Die Interessen der Völker sind einfach zu verschieden, vielleicht bin ich auch zu egoistisch.
 
AW: Eine Welt ohne Nationen

Mit den Menschen, die heute auf der Erde leben, ist das sicher eine nicht zu realisierende Utopie!
 
AW: Eine Welt ohne Nationen

In dem Punkt stimme ich uneingeschränkt zu: Langfristig würde die Vielfalt in dem Masse abnehmen- in dem die Gemeinsamkeiten zunehmen. Die paradiesische Vorstellung, nach der die Raubtiere mit den Beutetieren einträchtig versammelt sind, wird es nicht geben.
Eine Sauce würde mE nach dennoch nicht draus.
In der Geschichte sind Änderungen dieser Art die Regel, nur dass sie regional begrenzt sind und durch Kriegerische Handlungen u/o Völkerwanderungen eingeleitet wurden.
Ich glaube einfach, ebenso wie persönliche Egoismen sind kollektive Egoismen sozial unverträglich, die Auswirkungen sind allerdings grösser wenn nicht sogar globaler Natur. Zugespitzt: Wenn man sich nicht zusammenrauft, wird es sehr, sehr übel. Zusammenraufen bedeutet realistischerweise, beim persönlichen und nationlen Interesse Abstriche zu machen.
 
Top