Erziehungsstile

therengarenk

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E-Kinder? Was'n das?

Im Ernst: Kinder aller Bildungsschichten zerstören schon mal was, von dem sie nicht wissen, wie teuer es ist. Klar, wenn ein 12-jähriger mit dem Stein ein Auto bewirft... :roll: Aber die Kategorie "Ich bin 5 und weiß nicht, was ich tue, wenn das so lustig knackst/klirrt/quietscht/rattert/bunt wird" gibt es überall. Und natürlich wäre es da mit einer guten Erklärung und "etwas sauer sein" besonders in dem Alter getan. Aber wie gesagt, ist halt je nach Tagesform nicht so.

E - Kinder: emotionale und sozial gestörte Kinder. Also wenn es irgendeine störung in der sozial-emotionalen Entwicklung gibt...Asperger wären beispielsweise solche Kinder....
Das ein kleines Kind irgendetwas zerstört ohne sich dessen Auswirkungen bewusst zu sein, ist doch völlig normal. Klar, blöd gelaufen, wenn man kein Geld für die KFZ Werkstadt hat....aber wenn das ein 12 jähriger macht, dann steckt da irgendetwas dahinter....meist eben ein E-kind....
 
C

CrazyWoman

Guest
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E - Kinder: emotionale und sozial gestörte Kinder. Also wenn es irgendeine störung in der sozial-emotionalen Entwicklung gibt...Asperger wären beispielsweise solche Kinder....

Ah, okay, weiß Bescheid. Kannte den Begriff nicht.

Wobei ein Asperger-Kind gerade ein ungeeignetes Beispiel ist, da die sich normalerweise aufgrund eines ausgeprägten Rechtsempfindens besonders streng an Regeln halten und dadurch soziale Probleme bekommen,weil sie eben nie auch mal einfach "Unfug" mitmachen. Ist ja aber auch OT.
 
F

~FiNi~

Guest
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Ah, okay, weiß Bescheid. Kannte den Begriff nicht.

Wobei ein Asperger-Kind gerade ein ungeeignetes Beispiel ist, da die sich normalerweise aufgrund eines ausgeprägten Rechtsempfindens besonders streng an Regeln halten und dadurch soziale Probleme bekommen,weil sie eben nie auch mal einfach "Unfug" mitmachen. Ist ja aber auch OT.


lach..ein asperger kind war ich nie...;-)

ich hab eher die probleme bekommen, weil ich mich nicht an die regeln der anderen halten wollte..;-)
 

alteglucke

Moderator
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Es hat sich nichts geändert, nur dass auch Leute wie du das Resümee ziehen: "Koste es was es wolle". Das meinte ich damit, dass das Problem ins Private verlagert wird.

Genau das war es, was ich sagen wollte: Es ist ein politisches Problem, selbstverständlich. Aber ebenso selbstverständlich werde ich nicht zulassen, dass mein Kind darunter leidet.


Diese Ghettobildung wird nicht aufgebrochen und mittlerweile habe ich sogar den Eindruck, sie wird stillschweigend geduldet. :cry:

Sie wird sogar eher noch gefördert ist mein Eindruck.
Meine Eltern haben in den 60ern ein Haus gebaut, mit staatlicher Förderung, geknüpft an die Bedingung, dass eine von zwei Wohnungen als Sozialwohnung vermietet wird. Das war damals häufig und hat weniger wohlhabende Familien in ganz normale Wohngegenden gebracht und nach meiner Beobachtung auch nicht zu Problemen geführt. Dieses Modell wurde irgendwann eingestellt und es entstanden stattdessen soziale Ghettos.
 

hilal74

Well-Known Member
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Ich schreibe aus zweierlei Perspektiven.Einmal als Mutter und einmal als Pädagogin.
Als Mutter habe ich immer versucht meine Kinder zu selbsständigen Kindern zu erziehen.Das wichtigste war mir immer das wir ein gutes,vertrauensvolles Verhältnis zu haben und sie mit Liebe,Verständnis aber auch mit Regeln zu erziehen.Ich habe auch nicht immer die Geduld aufgebracht, die man sich wünscht,aber wir haben immer einen Weg gefunden ,Probleme zu lösen.
Das Kinder Regeln brauchen vermitteln wir ihnen auch in der Schule und wenn Eltern mit Problemen auf uns zukommen ,.stellt sich oft schnell heraus, das es ihnen schwer fällt Regeln aufzustellen und vorallem sie auch einzuhalten.Wie renga schon gechrieben hat brauchen Kinder Diese und wollen sie auch. Es gibt ihnen Sicherheit und Halt und sie brauchen auch eine gewisse Struktur in ihrem Alltag um sich zurechtzufinden und sich sicher zu fühlen. Das alles muss man nicht mit Härte durchsetzen, sondern mit liebevoller Konsequenz. Das kann manchmal hart sein,aber wenn die Kinder es einmal verstanden haben, klappt es .Eltern erleichtern sich damit auch ihren Alltag.
 
F

~FiNi~

Guest
AW: Erziehungsstile

und immer wenn ich dachte..die regel könnte jetzt passen...

gab es dresche..wahlweise von oma, mutter oder vater....die irgendwie ganz komische regeln für ihr eigenes leben hatten....

so im nachgang betrachtet..;-)

selbstverständlich haben sich meine eltern auch für die besten der welt gehalten...und sind nie auf die idee gekommen. das ein vater der säuft und eine oma die kochlöffel auf kleinen rücken zerschlagen und eine mutter, die schon frühzeitig damit anfängt ihrem kind ständig zu erzählen..das ja das ungewollte kind die schuld daran trägt, das sie nicht einfach gehen kann..

erst als mein vater seinen verstand fast ganz versoffen hatte..stellte er mal irgendwann die frage..was wohl falsch gelaufen ist..in meiner erziehung, wo das selbstbewusstsein denn wäre..

heute könnte ich ihm die frage beantworten..mit anfang 20 noch nicht..
 

therengarenk

Gesperrt
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Ah, okay, weiß Bescheid. Kannte den Begriff nicht.

Wobei ein Asperger-Kind gerade ein ungeeignetes Beispiel ist, da die sich normalerweise aufgrund eines ausgeprägten Rechtsempfindens besonders streng an Regeln halten und dadurch soziale Probleme bekommen,weil sie eben nie auch mal einfach "Unfug" mitmachen. Ist ja aber auch OT.

ich weiß, aber sie haben eben oft kein Mitleid mit ihren Mitschülern, wenn diese zum Beispiel sich beim spielen weh tun und lachen die noch aus....
für jemand ohne Asperger ist dieses verhalten einfach nur unmöglich, aber bei diesen Kindern eben "normal"....

anderes Beispiel: wenn jemand bei einem Kind mit ADHS , dass sowieso schon vollgepunmpt mit 18mg Ritalin ist, sich trotzdem immer noch nicht still verhalten kann beim arbeiten und unruhig durch die Gegend schaut, vielleicht sogar mal aufsteht und durch den Raum läuft, ohne zu wissen warum....wer da schon ein Nervenzusammenbruch bekommt, der hat meiner Meinung nach auch den Job verfehlt....wenn das Kind sich aber traut, dass dreimal in einer Stunde zu machen, dann hat die Person auch den Job verfehlt...

ich glaube, es gibt nicht so ein super Rezept für die beste Erziehung. Viele Wege führen nach Rom. Ich handel oft einfach nach Gefühl...ist auch nicht jedesmal richtig....
ist doch bestimmt bei Müttern auch so. Viele machen es dann beim zweiten Kind anders....
 

alteglucke

Moderator
AW: Erziehungsstile

ich glaube, es gibt nicht so ein super Rezept für die beste Erziehung. Viele Wege führen nach Rom. Ich handel oft einfach nach Gefühl...ist auch nicht jedesmal richtig....
ist doch bestimmt bei Müttern auch so. Viele machen es dann beim zweiten Kind anders....

Glaube ich auch. Und ich denke, es darf und sollte auch deutliche Unterschiede zwischen dem Verhalten von Lehrer(innen) und dem von Eltern geben.

Was ich bei meinen Überlegungen vorher z.B. nie wirklich einbezogen habe: Das ist mein Kind und mir ähnlich, es spiegelt nicht nur mein Verhalten, sondern meine guten und schlechten Eigenschaften, mal mehr, mal weniger. Außerdem sind meine Erwartungen und Vorstellungen bei meinem eigenen Kind ganz andere als bei fremden. Und ich finde es nicht einfach, das zu reflektieren und damit angemessen umzugehen.
 
M

Mein_Ingomann

Guest
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Genau das war es, was ich sagen wollte: Es ist ein politisches Problem, selbstverständlich. Aber ebenso selbstverständlich werde ich nicht zulassen, dass mein Kind darunter leidet.




Sie wird sogar eher noch gefördert ist mein Eindruck.
Meine Eltern haben in den 60ern ein Haus gebaut, mit staatlicher Förderung, geknüpft an die Bedingung, dass eine von zwei Wohnungen als Sozialwohnung vermietet wird. Das war damals häufig und hat weniger wohlhabende Familien in ganz normale Wohngegenden gebracht und nach meiner Beobachtung auch nicht zu Problemen geführt. Dieses Modell wurde irgendwann eingestellt und es entstanden stattdessen soziale Ghettos.

In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis erlebe ich das auch. Die, die in der Mittelschicht oder darüber ihr Dasein fristen kennen solche Probleme nicht. Da sieht es an der Spitze so aus, dass der 15 jährige Sohn ein Jahr in den USA aufs College geht, weil das dem Lebenslauf förderlich ist, oder dass die Tochter nach dem Abi ein Praktikum bei einem Weltkonzern in Singapur macht.

Wer mit niedrigem Einkommen in der Großstadt lebt hat die fröhliche Wahl zwischen der Otto Kloppeschinski Gesamtschule oder der Rudi Rüpel Restepenne., wo dein Kind froh sein kann, wenn es nach der Schule heil nach Hause kommt. Was dort im Unterricht grad dran war verliert dabei etwas an Priorität. Das dadurch Kinder mit unterschiedlichem Sozialverhalten entstehen hat erst einmal nichts mit den pädagogischen Fähigkeiten oder Unfähigkeiten der Eltern zu tun.
 
C

CrazyWoman

Guest
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ich weiß, aber sie haben eben oft kein Mitleid mit ihren Mitschülern, wenn diese zum Beispiel sich beim spielen weh tun und lachen die noch aus....
für jemand ohne Asperger ist dieses verhalten einfach nur unmöglich, aber bei diesen Kindern eben "normal"....

Sprechen wir vom gleichen Asperger? Ein Aspergerkind zeigt sehr viel Mitleid und hat ein extremes Unrechtsempfinden. Ein anderes Kind auszulachen ist total untypisch.


Mit dem Rest hast du wieder vollkommen recht. Einen Mittelweg zu finden sollte erstrebenswert sein, ist aber schwierig.
 
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