AW: Feindbild Islam: 10 Thesen gegen den Hass" von Jürgen Todenhöfer
Da erinnere ich mich noch gut daran.
Vonnekold polemisierte: Buschkowsky rede so, dass man meinen könne, Migranten, die sich nicht ordentlich benähmen, seien „ein bisschen selber schuld daran“, dass sie Opfer würden. Das, so erklärt Vonnekold heute den scharfen Ton, in einer angespannten Situation, nachdem in Neukölln ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund von einem Deutschen erstochen worden war. Auch der Neuköllner Migrationsbeauftragte Arnold Mengelkoch bekam wegen eines Interviews von der Grünen einen drüber: „Wie der Herr, so das Gescherr.“
Tagesspiegel
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Hier habe ich etwas zum besagten Interview gefunden. Zumindest wird meine persönliche Meinung von damals von anderen unterstrichen:
Aufregung über die Aussagen Buschkowskys
Es sollte der Opfer der rechtsextremistischen Mordserie gedacht werden. Stattdessen referiert Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky erneut über die Versäumnisse von Migranten bei der Integration. Dies empörte Teile der Netzgemeinde und der Politik.
Schon einige Minuten nach dem Auftritt des Neuköllner Bürgermeisters Heinz Buschkowsky in der ARD Sondersendung zur gestrigen Gedenkfeier empören sich die ersten Twitteruser über seine Aussagen. "Das erste, was dem Buschkowsky nach der Trauerfeier einfällt: Die sollen sich mal ordentlich integrieren. #Kotz", twitterte Sven Kindler. "Totalversagen Rainald Beckers, #ARD ,nach der Gedenkfeier: Wer sich nicht integriert kann schon mal ermordet werden" , schrieb Moritz Schönleben.
Was war passiert? Anstatt auf das Leiden der Opfer einzugehen verwies Buschkowsky nach der Frage von Moderator Becker bezüglich der Diskriminierung im Alltag mal wieder auf sein Lieblingsthema.
Die mangelnde Akzeptanz unter Ausländern und deren fehlender Integrationswille. "Waren es früher die Gastarbeiterkinder, die vereinzelt in den Klassen waren, so wurden sie schon von auch den deutschen Mitschülern nicht besonders nett behandelt, ist es heute andersrum. Wenn in einer Klasse nur noch ein, zwei deutsche Schüler sind, dann passiert dasselbe."
"Es ist ja nicht so, dass alle Einwandererkulturen miteinander sehr gut klarkommen und nur die Deutschen stören". Gerade während einer Trauerfeier zu solch einem Anlass versetzen Sätze wie diese viele Zuschauer in Rage.
Mit Buschkowsky während einer Gedenkfeier anlässlich rechtsextremistischer Morde über mangelnde Integration zu reden, wäre ähnlich unpassend, wie bei einer Trauerfeier für RAF-Opfer mit einem marxistischen Ökonomen über die Nachteile des Kapitalismus zu diskutieren, schreibt Ruhrbarone.de. Auch der Artikel zu dem Thema im Blog der Amadeo Antonio Stiftung wurde innerhalb eines Tages über 3000 mal gelesen.
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