Flüchtlingskrise

sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Nach dem Krieg haben wir 14 Millionen Heimatvertriebene heim im Reich aufgenommen, zuzüglich Heimatlose Ausländer wie meine Großeltern. Wenn hier nach Zahlen gefragt wird. Und nach den begrenzten Möglichkeiten unserer weiten Herzen.
Inzwischen haben sich die Zeiten geändert, schon gemerkt?
Es nützt ja wohl auch keinem Flüchtling was wenn er den Winter in Deutschland im Zelt oder in einer Turnhalle verbringen muss und das ein Dauerzustand sein würde.
Das würde z.B. mein Herz ziemlich schlimm finden, denn das wäre keine Verbesserung ihrer Lebensumstände nachdem sie es unter Lebensgefahr und Mühe bis hierher geschafft haben.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Die meisten, die gegenwärtig zu uns kommen, sind wirklich Kriegsflüchtlinge. Dieses Mal hängen sich noch nicht in einer zweiten Welle viele Maghreb-„Wirtschaftsflüchtlinge“ oder ähnliche an wie 2015/16.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Warte mal ab, die Wintermonate locken seltsamerweise die Flüchtlinge über das Mittelmeer und man kann auch Italien und Griechenland nicht mit den Flüchtlingen völlig allein lassen. Sie müssen einfach besser verteilt werden in der EU.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Ich habe das Interview nicht gesehen, Steinmeier muß wohl in den tagesthemen neue Zahlen genannt haben.

Bislang sah das so aus:

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Die 200.000, die wir sonst jährlich in etwa hatten, hatten wir dieses Jahr schon im August. Nun, dachte ich, drei Viertel des Jahres sind rum, laß es bis Jahreswende, na, aber maximal 250.000, schlimmstenfalls 300.000 werden.

Steinmeier meint nun, und als ehemaliger Minister des Äussersten weiß er die Zahlen zu lesen, es würden mindestens 300.000, wenn nicht 350.000 werden. Ohne Ukrainer wäre das immer noch kein Grund für Drama, aber zugegeben, das sind schon mehr.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wobei ein bißchen schräg ist, die Zahlen 2014 beginnen zu lassen. Das war nämlich schon der erste Anstieg; bis dahin lagen sie seit dem „Asylkompromiss“ in den 90ern bei jährlich stets ~100.000. Aber die jährlich rund 200.000 in den vergangenen Jahren waren eigentlich kein sonderlich grosses Thema.

Dabei ist die Rede nur von Asylanträgen. In den 90ern machten rund 4 Millionen aus den neuen Bundesländern rüber in den Westen – siehe Anke Domscheidt-Berg –, sowie aus dem weiteren Osteuropa „Spätaussiedler“ – Siebenbürger Sachsen –, und Juden, Wladimir Kaminer.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Woher kommt eigentlich diese ominöse Zahl 200.000, die seit 2015/16 als „Obergrenze“, „Grenze der Belastbarkeit“ usw. immer wieder vor sich hinwabert, namentlich bei der CSU immer wieder aufploppt?

Die kommt tatsächlich von George Soros. Langes, gut recherchiertes Stück, und mehr muß man fast nicht dazu lesen, von Alan Posener; das ist dran an der Soros-Verschwörung:


Tatsächlich hat Soros im Herbst 2015 einen Offenen Brief geschrieben: So verfahren, wie die Lage ist, muß es, aber sollte es auch einem Westeuropa von 500 Millionen Menschen möglich sein, in den nächsten Jahren jährlich eine Million Flüchtlinge aufzunehmen. Die müssten natürlich in einem geregelten Abkommen gerecht verteilt werden nach Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft; für Deutschland ergäben sich nach seinem vorgeschlagenen Schlüssel eben jene 200.000. Angela Merkel fand das vernünftig, machte sich das zueigen und hat sich dafür eingesetzt, das in Abkommen durchzusetzen; tatsächlich als einen grossen Fehler benannt, ich habe es so im Ohr: „Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen ... wir hätten schon viel früher ...“. Da Ungarn und Polen aber schon gleich signalisiert hatten, sie nähmen keinen einzigen auf – Polen mit der Begründung, wir haben die Ukraine als Nachbarn, das könnte uns nur allzubald um die Ohren fliegen, dann brauchen wir alle Reserven –, hatte Seehofer gemahnt: Ok Merkel, mach mal, ich wünsche Gutes Gelingen, aber was ist, wenn Du das nicht durchbringst? Als quasi Sicherheit wollte er eine Obergrenze von 200.000 so oder so einziehen; entweder mit internationalen Abkommen, oder aber eben anders.
 
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EnRetard

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19 Februar 2017
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Irgendwann hat man sich mal darauf geeinigt in Deutschland Flüchtinge menschenwürdig unterzubringen.
Also physischen Platz haben wir hier zweifelsohne noch genug, unser Land ist groß, es passen noch Millionen hierhin.
Aber diese Menschen werden dann nicht mehr in Häusern leben, sondern in Zeltstädten unter Plastikplanen und Kartons,
oder gleich unter freiem Himmel campieren wie im Ausland, ohne jede soziale Sicherung wenn man Glück hat gibts ne halbe Schüssel Reis am Tag.


.
Wir haben überhaupt ein Wohnungsproblem, dass wir nicht in den Griff kriegen, weil wir uns mit überzogenen Bauvorschriften im Weg stehen. Millionen Leute wohnen in Schlichtbauten aus der Nachkriegszeit und wieder zusammengebastelten Weltskriegsruinen und nicht mal schlecht. Man könnte auch heute wieder Schlichtbauten hochziehen. Notfalls Bauen wie TOKI. Und die öffentliche Hand muss eigene Grundstücke selbst bebauen.
Ich habe das Interview nicht gesehen, Steinmeier muß wohl in den tagesthemen neue Zahlen genannt haben.

Bislang sah das so aus:

Den Anhang 18610 betrachten

Die 200.000, die wir sonst jährlich in etwa hatten, hatten wir dieses Jahr schon im August. Nun, dachte ich, drei Viertel des Jahres sind rum, laß es bis Jahreswende, na, aber maximal 250.000, schlimmstenfalls 300.000 werden.

Steinmeier meint nun, und als ehemaliger Minister des Äussersten weiß er die Zahlen zu lesen, es würden mindestens 300.000, wenn nicht 350.000 werden. Ohne Ukrainer wäre das immer noch kein Grund für Drama, aber zugegeben, das sind schon mehr.
Steineier war schon immer ein herzloses A. vgl. Murat Kurnaz, vgl. Hartz IV.
 

EnRetard

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19 Februar 2017
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Ich habe das Interview nicht gesehen, Steinmeier muß wohl in den tagesthemen neue Zahlen genannt haben.

Bislang sah das so aus:

Den Anhang 18610 betrachten

Die 200.000, die wir sonst jährlich in etwa hatten, hatten wir dieses Jahr schon im August. Nun, dachte ich, drei Viertel des Jahres sind rum, laß es bis Jahreswende, na, aber maximal 250.000, schlimmstenfalls 300.000 werden.

Steinmeier meint nun, und als ehemaliger Minister des Äussersten weiß er die Zahlen zu lesen, es würden mindestens 300.000, wenn nicht 350.000 werden. Ohne Ukrainer wäre das immer noch kein Grund für Drama, aber zugegeben, das sind schon mehr.
Steineier war schon immer ein herzloser A. vgl. Murat Kurnaz, vgl. Hartz IV
 
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