Flüchtlingskrise

Super, noch ein Wort das wichtiger ist als die Menschen selbst. Immer schön politisch korrekt. da kann ich nur mein weises Haupt schütteln.
 
Ha ja.
Mich nervt diese ewige Diskussion auch immer... Genau wie bei Frisöse, Tippse, Schätzchen, Fräulein...
Am liebsten hab ich wenn mich Vorgesetzte mit "du da" ansprechen, wenn in Sitzungen nur die Herren begrüßt werden, will ja nur eine Frau da ist und die muss dann ja die Tippse sein oder ist eben "mitgemeint".
Ist ja auch klar, was gemeint ist, wenn gesagt wird man dürfe deswegen nicht weinen wie ein kleines Mädchen. Männer eben nicht. Echte Männer jedenfalls nicht.
Und wenn auf der Straße einer zum andern sagt "Frag doch mal die Ische da nach dem Weg", gebe ich natürlich auch immer völlig adäquate Wegbeschreibungen.
Es sind halt nur Wörter.
Und ich weiß ja, dass ich gemeint bin.
Es würde mich auch freuen, wenn ein Schwarzer mich als "das Weißbrot da" bezeichnet. Fände ich voll integriert von ihm.

Der Kanacke als Asylant sollte sich deswegen auch gar nicht angegriffen fühlen nur wegen eines Wortes. Irgendwie muss man diese Kümmeltürken und Nafris und ihre starkpigmentierten Artgenossen ja nennen. :)
 
@ EnRetard

"absaufen, versenkt, Folterlager, Bösartigkeit, Neger"

Nur mal so dein Vokabular der letzten drei Seiten, und du willst hier Vorschriften machen wie man sich zu äußern hat, da muss ich lachen.


.
 
Wer hat denn gesagt das man diese Worte benutzen soll wenn man jemanden persönlich anspricht. Wer das macht, sollte sich sein Schulgeld wieder geben lassen, es war verschwendet.

In meinen Augen ist so eine ewige Diskussion um das jetzt aber nun wirklich korrekte Wort, Scheinaktionismus. Man hat schön diskutiert und die Zeit verrinnt in der man nix konkretes tun kann, leider, leider.
 
Verstehe ich vollkommen.
Weiss aber wie gesagt auch, wie wenn dieses Wort den Betroffenen eben tut. Mein bester Freund ist 100% integriert. Bei ihm könnte man schon assimiliert sagen. Wenn es um seine Religion oder Heimat geht fragt er lieber Mutti. Seine Freunde sind fast nur Deutsche und überhaupt.
Trotzdem ist dieser dämliche Begriff tief tief tief in ihm stecken geblieben. Und das finde ich sehr schade.
Und wenn du schon selbst sagst, dass man jemanden nicht als Asylant ansprechen sollte, warum ist es dann in vermeintlicher Abwesenheit okay? Weißt du wer hier wann warum woher gekommen ist und wer im Stillen alles mitliest?

Stimmt. Die Diskussion über bekanntermaßen als kritisch deklarierte Worte sollte nicht mehr nötig sein.
Hier war es hingegen sogar so, dass nicht Mal allem bekannt war, dass Asylant nicht die übliche normale Bezeichnung ist. Also war es doch richtig und wichtig, dass @EnRetard darauf hinweist.
Und dessen nicht müde wird. Und auch weiß, dass er sich damit nicht beliebt macht und Beifall erntet.
Es funktioniert eben nur, wenn andere für einen diskriminierten (Abwesenden) einstehen. Sonst tut es niemand.
 
Tja, mir gehen langsam die Argumente aus.
Ich rechne irgendwie auch nicht immer mit permanenter Böswilligkeit der Leute. (von Politikern in Wahlkampf abgesehen).
 
Ich rechne irgendwie auch nicht immer mit permanenter Böswilligkeit der Leute.
Ich schon.
Den Gebrauch solcher Worte seh ich aber auch meistens als unbedachte Äußerung.
Trotzdem versuche ich Wörter und Formulierungen zu vermeiden von denen mir bekannt ist, dass sie nicht okay sind.

___Exkurs mit Eru___
Aktuelles Beispiel wäre ein sehr netter Kollege der grade auf die siebzig zugeht und einen ehemaligen Mitarbeiter als den "hässlichen Neger" bezeichnete. Dieser war bekennender Nazi und alle waren froh ihn los zu sein. Es hatte sich aber durchgesetzt den Kerl so zu nennen, wenn er mal wieder einen heftigen FaschoSpruch raushaute über"Vergasung von Asylanten" im Probleme zu lösen mit Übervölkerung zu lösen etcpp, dann kam als Reaktion "was will der hässliche Neger da?" (Er bekam nach kurzer Zeit die Kündigung. Hatte sich anfangs noch als liebender Familienvater verkauft)
Jedenfalls war er dann in einer Pause Gespräch, während grade zufällig ein schwarzer Soldat mit seiner Freundin reinkam. Dessen entsetzten Blick muss ich nicht beschreiben?
___Exkurs mit Eru Ende___

Auch Vollmongo, Spasti, Homo und andere Begriffe hört man täglich als Beleidigungen unter Freunden. ....bis einer daneben steht und weint. Zumindest innerlich. Und sich deswegen immer weiter ausgegrenzt und unerwünscht fühlt.
Wie mein Freund der Asylant, der jeden Erfolg damit feiert, dass das ihm als dreckigen Asylanten niemand zugetraut hätte. Und oft wurde es ihm nicht direkt gesagt. Manchmal waren auch ganz andere gemeint. Weh tuts ihm trotzdem. Auch heute noch.
 
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