Fragen zur deutschen Sprache

C

cyrano

Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache

genau. Mit "ich lache mich tot" drückst du aus, dass etwas überhaupt gar nicht lustig ist.

"Du bringst mich zum Lachen", "Da muss ich lachen", Jetzt hast du mich zum lachen gebracht"..das kannst du alles sagen um auszudrücken, dass etwas lustig ist. Aber es sind keine Redewenungen, also solltest du den Gebrauch nicht überstrapazieren.

eine passende Redewendung fällt mir nicht ein

Jetzt ist alles klar!

Ein Spruch bei wirklich sehr lustigen Geschehnissen ist: "Mir kommen die Tränen vor lachen"....Das drückt aus, dass etwas wirklich witzig ist (ohne Ironie)

So etwa, genau so etwa, suchte ich eigentlich nach! Super! Vielen lieben Dank! Da es dem türkischen ähnlich ist:

"Gülmekten gözlerim yaşardı."
 

alterali

Well-Known Member
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Ein Spruch bei wirklich sehr lustigen Geschehnissen ist: "Mir kommen die Tränen vor lachen"....Das drückt aus, dass etwas wirklich witzig ist (ohne Ironie)

"Mir kommen die Tränen" von einem (unterdrückten) Lachen begleitet reicht.

All die Sprüche kann man auch ironisch einsetzen. Und "ich lach mich tod" kann man auch sagen, wenn etwas wirklich lustig findet.
Genau wie "ich lach mich schief" oder "ich lach mich scheckig"
 
M

Mein_Ingomann

Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Aylin, vielen Dank für deine Antwort! Ich weiss, es zu schätzen!

Ich nehme dann an, ich muss "Ich lache mich tot/krank" nur dann benutzen, wenn ich wirklich einen Grund dafür (z. B. ironisch zu werden) habe, weil es scheint, einen negativen Eindruck zu geben.

Aber wenigtens soll neutral sein "jetzt hast du mich zum Lachen gebracht.", oder? Ich meine, das wäre nicht unbedignt ironisch und wäre nicht unbedingt mit bösen Absicht, oder?

Dir vielen Dank für diese Nachfragen. Es bringt mich zum Nachdenken über manche Redewendungen im Deutschen, die für jemanden der die Sprache neu lernt ziemlich merkwürdig sein müssen. :)
Es gibt auch noch:

"Ich lach' mir 'nen Ast."
"Ich schmeiss mich weg!"
"Er/Sie/Es bog sich vor Lachen."
"Ich wäre vor Lachen beinahe geplatzt."

Wenn man darüber aus deinem Blickwinkel nachdenkt, wird es schon schwierig das zu erklären. Lachhaft eigentlich.
 
C

cyrano

Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Kann jemand so nett sein, um die folgenden Übungen nachzuprüfen? Ich habe versucht, die ersten Sätze mit dem subjektiven Gebrauch der Modalverben umzuformulieren (im Rot).

Ich halte es für unmöglich, dass Jochen gestern Abend hier angerufen hat.
Jochen kann gestern Abend hier nicht angerufen haben.

Der Dieb ist sehr wahrscheinlich durch die Balkontür ins Haus gekommen.
Der Dieb dürfte/kann/könnte durch die Balkontür ins Haus gekommen sein.

Ich bin sicher, dass die Balkontür nicht abgeschlossen war.

Die Balkontür kann nicht abgeschlossen worden sein.

Ich nehme an, dass Maria die Prüfung bestanden hat.

Maria mag/könnte Prüfung bestanden haben.

Ich vermute, dass die Ampel inzwischen repariert wurde.
Die Ampel mag/dürfte inzwischen repariert worden sein.

Es heisst, dass Peter sehr krank ist.

Peter muss sehr krank sein.

Ich befürchte, dass der Krieg noch lange dauert.

Der Krieg soll noch lange dauern.

Ich bin sicher, dass unsere Kinder den Film sehen wollen.
Unsere Kinder müssen den Film sehen wollen.

Es heisst, dass bei der Notlandung alle Passagiere unverletzt geblieben sind.
Alle Passagiere müssten bei der Notlandung unverletzt geblieben sein.

Vielleicht hat Eva ihren Mann während des Studiums kennen gelernt.

Eva mag/dürfte/kann ihren Mann während des Studiums kennen gelernt haben.

Er behauptet, dass er benachteiligt wurde.

Er will benachteiligt worden sein.

Man sagt, dass die Journalistin von der Mafia erpresst wurde.

Die Journalistin soll/sollte von der Mafia erpresst worden sein.
 

Aylin2009

Active Member
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Ich halte es für unmöglich, dass Jochen gestern Abend hier angerufen hat.
Jochen kann gestern Abend hier nicht angerufen haben.

Der Dieb ist sehr wahrscheinlich durch die Balkontür ins Haus gekommen.
Der Dieb dürfte/kann/könnte durch die Balkontür ins Haus gekommen sein.


richtig.
Ich bin sicher, dass die Balkontür nicht abgeschlossen war.
Die Balkontür kann nicht abgeschlossen worden sein.


falsch würde ich sagen. Im Eingangssatz sprichst du von dem Zustand der Tür und benutzt das Verb "sein": du bist sicher, dass Tür nicht abgschlossen war.

Im roten Satz sagst du dann plötzlich, dass du sicher bist, dass die nicht abgeschlossen worden sein kann. Es müsste meiner Meinung stattdessen heißen: Die Balkontür kann nicht abgeschlossen gewesen sein.
Würde ich jetzt zumindest vom Gefühl her denken.


Ich nehme an, dass Maria die Prüfung bestanden hat.
Maria mag/könnte Prüfung bestanden haben.

Ich vermute, dass die Ampel inzwischen repariert wurde.
Die Ampel mag/dürfte inzwischen repariert worden sein.

Es heisst, dass Peter sehr krank ist.

Peter muss sehr krank sein.

Ich befürchte, dass der Krieg noch lange dauert.

Der Krieg soll noch lange dauern.

Ich bin sicher, dass unsere Kinder den Film sehen wollen.
Unsere Kinder müssen den Film sehen wollen.

Es heisst, dass bei der Notlandung alle Passagiere unverletzt geblieben sind.
Alle Passagiere müssten bei der Notlandung unverletzt geblieben sein.

Vielleicht hat Eva ihren Mann während des Studiums kennen gelernt.

Eva mag/dürfte/kann ihren Mann während des Studiums kennen gelernt haben.

Er behauptet, dass er benachteiligt wurde.

Er will benachteiligt worden sein.

Man sagt, dass die Journalistin von der Mafia erpresst wurde.

Die Journalistin soll/sollte von der Mafia erpresst worden sein.

richtig.
 
C

cyrano

Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Achhhh!... Tatsäclich! Nun hast du mich daran erinnert. Es geht tatsächlich um Zustandspassiv, und nicht Vorganspassiv! Daher mit 'sein/gewesen', ja! Mein Gott!... Ich verlerne schon manche Punkte!...

Die Balkontür kann nicht abgeschlossen gewesen sein.

Allerdings bin ich froh, dass ich ausser eines alle andere richtig gemacht habe. Übrigens waren die ersten Sätze als Übungen aus meinem Buch.

Vielen Dank für deine Korrektur wie für deine Nachprüfung, Aylin! Ich weiss, es zu schätzen!

falsch würde ich sagen. Im Eingangssatz sprichst du von dem Zustand der Tür und benutzt das Verb "sein": du bist sicher, dass Tür nicht abgschlossen war.

Im roten Satz sagst du dann plötzlich, dass du sicher bist, dass die nicht abgeschlossen worden sein kann. Es müsste meiner Meinung stattdessen heißen: Die Balkontür kann nicht abgeschlossen gewesen sein.
Würde ich jetzt zumindest vom Gefühl her denken.
 
C

cyrano

Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Kann jemand bitte mir sagen, ob die folgenden Sätze, gebildet mit "sehen" und dessen einigen Verwandten, korrekt und von der Bedeutung sind.

Vielen Dank im Voraus!

sehen/schauen/gucken:

Ich sehe viele Bücher dort.
Ich schaue/gucke (mir) ein bestimmtes Buch darunter.

ansehen/anschauen/angucken

Ich sehe/schaue/gucke mir am Fernsehen einen Film an.
Ich sehe/schaue (mir) daran, wie die Kinder im Park spielen.
 
P

pauline09

Guest
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Kann jemand bitte mir sagen, ob die folgenden Sätze, gebildet mit "sehen" und dessen einigen Verwandten, korrekt und von der Bedeutung sind.

Vielen Dank im Voraus!

sehen/schauen/gucken:

Ich sehe viele Bücher dort.
Ich schaue/gucke (mir) ein bestimmtes Buch darunter.



ansehen/anschauen/angucken

Ich sehe/schaue/gucke mir am Fernsehen einen Film an.
Ich sehe/schaue (mir) daran, wie die Kinder im Park spielen.

Das Blaue ist alles richtig, das rot Markierte habe ich verbessert. Mache es so:

1.) Ich schaue mir ein bestimmtes Buch (darunter oder davon) an.

Das "darunter" (oder davon) lässt Du stehen, wenn sich der Satz auf den vorangegangenen Satz beziehen soll ('Ich sehe viele Bücher dort.'). Wenn Du unabhängig davon ausdrücken willst, dass Du Dir einfach irgendein Buch anschaust, lässt Du das weg.

2.) Ich gucke mir im Fernsehen einen Film an.
Ich schaue mir an, wie die Kinder im Park spielen.

Bitte schön! :wink:
 

Gizelle

Well-Known Member
AW: Fragen zur deutschen Sprache

Ich sehe/schaue/gucke mir am Fernsehen einen Film an.


Ich sehe/schaue/gucke mir IM Fernsehen einen Film an.
 
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