gemeinsam einschlafen

Aylin2009

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AW: gemeinsam einschlafen

leg ihm ein kissen auf´s gesicht und setz dich drauf. die wahrscheinlichkeit, dass du dich nicht mehr ärgern musst ist sehr hoch!:biggrin:

ahhh, warum kommst du mit diesem Tipp nicht früher. Jetzt ist es zu spät. Er ist aufgewacht :evil:

Er kommt rein und strahlt: "Günaydin bebis! ich habe geschlafen wie ein Gott!"

Ich: "Günaydin Askim!! *strahl* das ist schön!

er guckt auf den pc, sieht dass ich im Forum bin: "was machst du da?"

ich: "ich spreche mit freunden *immer noch strahl*

er, ohne strahlen: "mit wem? - arbeitest du nicht?"

ich: "doch, aber ab und zu brauch ich eine Pause."

er, den Frühstücksteller sehend: "hast du etwas schon gefrühstückt?"

Ich: "ja schatz, tut mir leid, ich brauchte Energie *übertrieben strahl*"

er, zieht eine Fresse und macht nen Abgang in die Küche...

Ich glaub ich werde heute den ganzen Tag strahlen. Dann hat er das was er sich wünscht, eine Freundin, die nicht nervt, ihn in Ruhe lässt, sich mit sich selbst beschäftigt und den ganzen Tag gute Laune hat. Wenn er gleich lang und breit frühstückt, werde ich anfangen mir etwas zum Mittag zu kochen und ihn fragen, ob er mitisst :twisted: In bester Laune versteht sich.
 

Aylin2009

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AW: gemeinsam einschlafen

Er schläft immer noch? Atmet er denn noch? :shock::biggrin:

Hast Du keinen Laptop? Hausarbeit kann man auch im Café schreiben....ich würde ja Junimond`s Vorschlag aufgreifen. Dabei ist es wichtig, immer ganz lieb zu wirken. "Schatz, ich wollte Dich nicht wecken, Du hast so süß geschlafen...", damit man nicht als Beleidigte da steht. :roll:

Das ist auch wirklich ein guter Tipp! Ich werde unter der Woche nach der arbeit in die Bibliothek fahren. Da komme ich wirklich am besten voran. So komme ich dann jeden Tag erst gegen 20 Uhr nachhause und er kann sich zwischen zwei Filmen Gedanken darum machen, ob ich ihm fehle oder nicht. Und wenn ich dann um 22 uhr ins Bette gehe, kann er überlegen, ob er sich zu mir legt oder lieber noch die 30. Runde Playstation zockt.

Übrigens hat er sich gerade einen Kaffee gemacht und sich wie erwartet vor den fernseher gesetzt. 5 Minuten später kam er rein und war ganz kuschelig und hat mich umarmt und geknutscht (mit unauffälig prüfenden Blick auf den Laptop). Ich fragte mit strahlender Stimme was los sei. Und er: du fehlst mir...

"ja ich kenn dass, wenn ich mich an einem harten Arbeitstag ins Bett lege und nichts mehr wünsche, als dass mein Schatz zu mir kommt und mich in den Arm nimmt, aber the fast and the furios 3 - zum dritten mal gucken - einfach wichtiger ist....ich kenn das mein schatz, ich kenn das. Aber das musst du in den griff kriegen."
das hab ich natürlich nur gedacht. Gesagt habe ich, mit strahlender Stimme: ohh bebisim du fehlst mir auch!"

dann habe ich ihm einen Klapps gegeben und mich wieder dem Laptop gewidtmet. das Forum war noch offen....
 
J

Junimond

Guest
AW: gemeinsam einschlafen

Ich glaub ich werde heute den ganzen Tag strahlen. Dann hat er das was er sich wünscht, eine Freundin, die nicht nervt, ihn in Ruhe lässt, sich mit sich selbst beschäftigt und den ganzen Tag gute Laune hat. Wenn er gleich lang und breit frühstückt, werde ich anfangen mir etwas zum Mittag zu kochen und ihn fragen, ob er mitisst :twisted: In bester Laune versteht sich.

ich glaube das ist eine männliche volkskrankheit...sogar in meinem umfeld zu beobachten. ääääääääähm wenn du das nächste mal im bauhaus bist, kauf dir mal einen vorschlaghammer. wenn schatzi mal wieder mit einer bitte zu dir kommt, weil ihm so kuschlig zumute ist.... reichst du ihm den hammer und sagst "schlag es dir aus den kopf". das bringt schwung in eure beziehung!!! :biggrin:
 
P

Pit63

Guest
AW: gemeinsam einschlafen

Lustbetontheit, Egoismus, gespieltes Unverständnis- mehr kann ich hier bei ihm zunächst nicht erkennen.
Der mehr oder weniger unausgesprochene Konflikt ist tiefer als es die Themen vermuten lassen.

Ich weiss nicht, welche Substanz seine Gedanken und Gefühle Dir gegenüber haben, in Euren gegenseitigen Bedürfnissen sehe ich jedenfalls ein eklatantes Ungleichgewicht/Missverhältnis.

Hier stellt sich auch die Frage nach der persönlichen Prägung.
Möglicherweise entspricht seine unbewusste Grundhaltung erziehungsbedingt den Vorstellungen von einer Geliebten/Frau, die darin aufgeht, für ihn und seine Bedürfnisse da zu sein und nicht umgekehrt. Für manche ist das schöne an der Liebe die gedankliche Vorstellung, geliebt zu werden. Dafür liebt man dann zurück: in Gedanken...
Seine Idee von Gemeinsamkeit und das Leben teilen, weicht jedenfalls offensichtlich sehr stark von Deiner ab.

Manche Mütter versauen ihre Söhne...

Die Sturm und Drang Phase begeistert jeden. Das hat aber mit der Liebe zu einer Person wenig bis nichts zu tun- eher mit einem ausgeprägten Selbstgefühl. Alles weiter ist die mentale Projektion des ausgelösten Glücksgefühls auf den Partner.
In diesem Zustand heiraten viele Menschen, ohne sich jemals auf tiefer personaler Ebene wirklich begegnet zu sein. Es sind alles Gedankenspiele des Egos in Verbindung mit dem, was man für den Grund dafür hält.
Das führt dann in der Praxis oft dazu, dass sich das Objekt der Begierde und Verliebtheit irgendwann plötzlich zu einem Klotz am Bein verwandelt, der sich den eigenen Interessen, dem eigenen Glück zunehmend zu widersetzen scheint. Das sind natürlich auch nur Projektionen...Jedenfalls kommt irgendwann der Punkt, da der vermeintlich Enttäuschte meint, sich jemand "besseren" suchen zu müssen oder sich seinem Selbstbild gemäss in sein unglückliches Schicksal fügt.


Das Egospiel, wie hier zum Teil vorgeschlagen und auch praktiziert, finde ich persönlich uninteressant- wenn und soweit es bedeutet, das man nicht man selbst ist.
Insofern man dagegen selbst "nur" auf dem Egotrip ist, ist es eine legitime Auseinandersetzung mit dem Ziel, den anderen ein Stück weit zu erziehen.
Wenn man sich ähnlich ist und keine anderen Ansprüche hat, kann das natürich durchaus funktonieren.

Persönlich finde "Pro- Aktivität" segensreicher als "Re- Aktivität".

Ich kann Dir nur raten, was ich allen rate:
Komm zu Dir selbst, werde innerlich frei und unabhängig, dann fügt sich alles andere von selbst. Werde es aber nicht, "um zu....", d. h., werde es Überzeugung für Dich selbst, unabhängig von ihm oder sonstwas.
Würdest Du es nur wollen, damit er...würde es selbstverständlich auch nicht funktionieren.
Wenn Du Dich selbst hast, mit Dir im Reinen bist und zufrieden, dann kannst Du all das auch mit anderen sein.

Irgendwann wirst Du dann klar sehen, Dich selbst, ebenso wie ihn. Du wirst wissen, was Ihr einander bedeutet und was nicht. Dann kannst Du "frei" entscheiden ob und wie Du mit ihm zusammenleben willst oder auch nicht- und beides ist dann ok.

Wird Liebe dagegen als emotionale Abhängigkeit empfunden, werden die entsprechenden Gedanken immer nur entsprechende Resonanz erzeugen und wieder und wieder die gleichen Situationen Erlebnisse reproduzieren...
Dann gehörst Du zu den vielen Menschen, deren Leben unaufhörlich, quasi zwanghaft um bestimmte Gedanken zu kreisen scheint, die sich stets wiederholen. Dann besteht Dein mentales Zuhause aus einer unglücklichen Vergangenheit und der Zukunft, von der Du vergeblich träumst.
Das einzig Reale dagegen, das Sein im Jetzt, geht Dir verloren.
Das sind die Schattenboxer, sie kämpfen Kämpfe mit Phantomen, die sie nicht gewinnen können.


P.S.: Ich kann mich nur uni anschliessen: Nutze die Leere und die Stille.
Finde Dich selbst- auf einer tieferen Ebene als die der bisherigen persönlichen Konditionierung...
 

Gizelle

Well-Known Member
AW: gemeinsam einschlafen

"ja ich kenn dass, wenn ich mich an einem harten Arbeitstag ins Bett lege und nichts mehr wünsche, als dass mein Schatz zu mir kommt und mich in den Arm nimmt, aber the fast and the furios 3 - zum dritten mal gucken - einfach wichtiger ist....ich kenn das mein schatz, ich kenn das. Aber das musst du in den griff kriegen."
das hab ich natürlich nur gedacht. Gesagt habe ich, mit strahlender Stimme: ohh bebisim du fehlst mir auch!"

dann habe ich ihm einen Klapps gegeben und mich wieder dem Laptop gewidtmet. das Forum war noch offen....

Na also, geht doch! :biggrin:
 
J

Junimond

Guest
AW: gemeinsam einschlafen

ach pit so wissenschaftlich wollte ich die sache gar nicht angehen....aber trotzdem danke für die aufklärung.:biggrin:
 

Aylin2009

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AW: gemeinsam einschlafen

Pit dein Beitrag ist sehr plausibel und ich glaube du sagst da viel Wahrheit. Aber eines musst du mir noch sagen, damit ich mich an deinen Rat halten kann, und das bitte mit einfachen Worten ohne viel Schnickschnack:

Wie finde ich mich selbst??
 
P

Pit63

Guest
AW: gemeinsam einschlafen

ach pit so wissenschaftlich wollte ich die sache gar nicht angehen....aber trotzdem danke für die aufklärung.:biggrin:

Gedankenformen/Sprache fungieren ja immer nur als Hinweisschilder auf die Wirklichkeit.

So verhält es sich auch mit den Worten und dem wirklichen Leben.

Eine Stadtkarte vermag den realen Ort nicht annähernd zu beschreiben, der Bauplan nicht das Haus.

Bereits um bildlich vorgestellt zu werden, braucht es schon so etwas wie ein reales Bild und die persönliche Erfahrung mit Bildern dieser Art.
Wer bspw. Dinge sieht, die sich dem konventionellen/konventionell konditionierten Bewusstsein entziehen, wird das niemals jemandem rational verständlich machen können.

Ich sehe meine Wahrheit mithin nicht wissenschaftlich- zumindest nicht im konventionellen Sinn.popcorn
 
P

Pit63

Guest
AW: gemeinsam einschlafen

Pit dein Beitrag ist sehr plausibel und ich glaube du sagst da viel Wahrheit. Aber eines musst du mir noch sagen, damit ich mich an deinen Rat halten kann, und das bitte mit einfachen Worten ohne viel Schnickschnack:

Wie finde ich mich selbst??

In dem Du "lernst", Deine Gedanken und die damit verknüpften Gefühle zu beobachten, ohne sie zu bewerten, ohne Widerstand zu leisten und ohne daran zu haften.

Dann erlebst Du früher oder später...

Und jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, der nur gelebt und erfahren werden kann aber nicht mitgeteilt.

Würde ich das, würde folgendes geschehen:
Dein Verstand würde sich einschalten, gemäss seiner historisch-sozialen Konditionierung analysieren und bewerten- natürlich auf der Basis all dessen, was Du bereits kennst/zu kennen glaubst.
Mit dem was ich sage, hätte das aber nur wenig zu tun.
Überdies würde es, wenn Du meinen Vorschlag in Tat umsetzt, zu einer wiederum von mentalen Gewohnheiten vorgegebenen Erwartungshaltung führen.

Bei Interesse lies einfach mal Eckhart Tolle: Jetzt- die Kraft der Gegenwart- oder schau Dir ein paar seiner Vorträge auf Youtube an.
Du kannst Dich auch mit den Mystikern auseinandersetzen, wie etwa Meister Eckhart.
Interessant ist auch der Existenzialistische Ansatz Heideggers zum Thema Denken bzw. das berühmte Feldweggespräch.
Auch im buddhistischen Zen oder hinduistischen Advaita findest Du entsprechende Ansätze.

Man könnte unterm Strich sagen, es geht darum, sich nicht nicht mit seinem (konditionierten) Denken zu identifizieren.
Erkennst Du Dich selbst als Sein, nicht als Seiendes, als das Leben, das Du bist!- nicht das Du hast! gelangst Du in eine Tiefe/Höhe über/unter dem Denken, Du bist nicht länger mit ihm identifiziert.
Dann bist Du ihm auch nicht mehr ausgeliefert.
 
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