gestern bei aldi....

S

sommersonne

Guest
AW: gestern bei aldi....

Das macht ja keiner. Aber wie viele, denen es schlecht geht, fangen NICHT mit dem trinken an? Wenn jemand beschlossen hat, sich selbst kaputt zu machen, bitte. Aber nicht mit meiner Unterstützung.


Ich glaube "beschlossen" das Trinken anzufangen hat wohl kaum einer von denen. Gerade wenn sie etwas intelligenter sind, fangen sie vorsichtig an, fühlen sich dann irgendwie besser und glauben das sie es im Griff haben.

Leider ist das ja ein Trugschluß. Es dauert nicht lange und sie brauchen immer mehr um das gleiche Gefühl zu erreichen.

Allein kommt man da, glaube ich, nicht mehr heraus. Aber viele schämen sich und versuchen es zu verbergen.
Helfen kann man da nicht. Bei vielen hat es sich ja zu einer Krankheit entwickelt und einen Entzug kann man ja nicht anordnen, so viel ich weiß.

Und, sollten sie wegen einem großen Kummer oder Abstieg angefangen haben zu trinken, sind ja nach dem Entzug die Probleme nicht weg.
Für viele geht es dann von vorne los.
 

Msane

Well-Known Member
AW: gestern bei aldi....

Man kann nicht jedem helfen und das allerletzte was man tun sollte ist denen auch noch ihren Suff zu supporten.

Wir leben in Deutschland, einem Land mit einem großartigen Sozialsystem welches es so nur noch in Ölländern oder Steueroasen gibt.

Es gibt hier keine echte Armut, es gibt nur Leute die mit Geld nicht umgehen können oder alles in Alk und Zigaretten stecken.

Selbst wenn die Welt komplett über einem zusammenbricht und einem das Hartz4 am Bankautomat von einem Dieb geklaut wird könnte man beim Amt weitere Hilfe beantragen und/oder sich bei der öffentlichen Tafel mit Lebensmitteln eindecken.
 

Lumiukko

Well-Known Member
AW: gestern bei aldi....

Danke Fini, auch dafür, dass du hier etwas diese böse Stimmung gegenüber Alkoholikern etwas negierst.

Einige Beiträge die ich hier gelesen habe haben mich wirklich geschockt. Soviel Intoleranz für eine Krankheit? Was für Menschen seid ihr eigentlich?

Auch ich habe Alkoholismus in der Familie.
Ursachen für diesen sind verschiedenste Dinge...
Schlechte Situation am Arbeitsmarkt und die schlechte Behandlung im Jobcenter, soziale Einsamkeit, Alter...

Tatsächlich ist es aber in erster Linie eine Erinnerung, dass Alkohol das Leben zumindest in der Vergangenheit schön und erträglich gemacht hat. Diese sitzt so tief, dass darauf immer wieder vertraut und zurückgegriffen wird.

Natürlich kaufen und trinken tun sie selbst, aber ich persönlich möchte nicht wissen, wie es ist an einer Sucht zu leiden.

Zu diesem konkreten Fall: Ich hätte auch keinen Alkohol für die Frau bezahlt. Sie muss selber merken, dass das so irgendwann nicht mehr funktioniert. Wenn man sie bevormundet, läuft man Gefahr eine Trotzreaktion auszulösen.

Ausserdem: Wenn sie bereits die harten Sachen trinkt (Korn, Wodka, etc.), kann sie, abhängig von der Menge, nicht mehr so einfach aufhören. Ein sog. kalter Entzug kann zu Krampfanfällen und im schlimmsten Falle (in Kombination mit einem Zuckerschock) zum Tode führen. Solche Menschen müssen in einen qualifizierten Entzug (im Krankenhaus z.B.).

Noch ein Schlusswort: Alkoholiker versuchen sich wenigstens noch so gut es geht in der Öffentlichkeit zu benehmen, die meisten haben eine gewisse Scham. Im Gegensatz zu rauchern, die sich offen in Nichtraucherzonen oder Eingangsbereiche von Gebäuden stellen, ihre Kippen überall hinfeuern, ihren Gestank völlig selbstverständlich in öffentliche Verkehsmittel tragen. Denkt mal drüber nach :p
 

hilal74

Well-Known Member
AW: gestern bei aldi....

@Lumiukko....Nicht das da etwas falsch rübergekommen ist. Ich weiß das Alkoholismus eine Krankheit ist und jeder da reinrutschen kann.Ich verurteile die Menschen nicht ,sondern wünsche mir, dass sie erkennen das sie krank sind und sich Hilfe suchen.Auch das ist schwierig wie ich weiß.. man braucht auch ein stabiles Umfeld, das einen unterstützt. Falsch ist aber,Raucher mit Alkoholikern zu vergleichen. Beide schaden ihrer Gesundheit,aber die Abhängigkeit eines Rauchers zu den Glimmstengeln ist eine andere. Alkoholiker trinken bis sie keines klaren Gedankens mehr fähig sind und das unterscheidet sie von Rauchern, die egal wieviel sie rauchen immer noch Herr ihrer Sinne sind.
 

therengarenk

Gesperrt
AW: gestern bei aldi....

ich glaubs nicht. Sollen wir die ganzen Säufer jetzt in Schutz nehmen oder was? Hallo, denen hat niemand ne Waffe an den Kopf gehalten und sie zum saufen gezwungen!!!!
wenn ihr Geld zu vergeben habt, dann spendet den Schulen lieber mal bissel was davon!
 

Lumiukko

Well-Known Member
AW: gestern bei aldi....

Falsch ist aber,Raucher mit Alkoholikern zu vergleichen. Beide schaden ihrer Gesundheit,aber die Abhängigkeit eines Rauchers zu den Glimmstengeln ist eine andere. Alkoholiker trinken bis sie keines klaren Gedankens mehr fähig sind und das unterscheidet sie von Rauchern, die egal wieviel sie rauchen immer noch Herr ihrer Sinne sind.

Genau das ist der Punkt. Ich wollte sie nicht vergleichen. Ich wollte zeigen, dass Raucher ihre Umwelt bewusst stören (vielleicht denken sie garnicht darüber nach), obwohl sie noch zu klaren Gedanken fähig sind, oder sein sollten.

Ich denke ich meinte auch nicht dich mit meinen Worten (ich habe mir die Namen nicht gemerkt), aber es gab einige Beiträge wo ich mir wirklich Sorgen um unseren sozialen Stand als Gesellschaft machte.

Edit: Womit das geklärt wäre, ich meinte solche Beiträge wie von Rengarenk.
 
L

Laledevri

Guest
AW: gestern bei aldi....

Einige Beiträge die ich hier gelesen habe haben mich wirklich geschockt. Soviel Intoleranz für eine Krankheit? Was für Menschen seid ihr eigentlich?

Auch ich habe Alkoholismus in der Familie.
Ursachen für diesen sind verschiedenste Dinge...
Schlechte Situation am Arbeitsmarkt und die schlechte Behandlung im Jobcenter, soziale Einsamkeit, Alter...

Intoleranz? Krankheit? Ok, aber eine selbst gewählte. Niemand hat Alkoholikern eine Flasche an den Hals gesetzt und gesagt: "Trink!". Freiheit hört in der Regel dort auf, wo man anfängt, die eines anderen zu beschneiden. Wer sich im stillen Kämmerchen der Welt "entsaufen" möchte, bitte, wenn es sonst keine Leidtragenden gibt. Aber: Alkoholiker tyrannisieren Familien, zerstören sie, richten in der Seele ihrer Angehörigen nicht unbeträchtliche Schäden an. Wenn Du es selbst erlebt hast und trotzdem noch Verständnis aufbringen kannst, Chapeau. Ich habe es auch selbst aus nächster Nähe erlebt und habe keinerlei Verständnis. Vielleicht habe ich deshalb bei der Partnerwahl auch immer darauf geachtet, dass die Männer keinen Alkohol trinken.
 

Lumiukko

Well-Known Member
AW: gestern bei aldi....

Intoleranz? Krankheit? Ok, aber eine selbst gewählte. Niemand hat Alkoholikern eine Flasche an den Hals gesetzt und gesagt: "Trink!". Freiheit hört in der Regel dort auf, wo man anfängt, die eines anderen zu beschneiden. Wer sich im stillen Kämmerchen der Welt "entsaufen" möchte, bitte, wenn es sonst keine Leidtragenden gibt. Aber: Alkoholiker tyrannisieren Familien, zerstören sie, richten in der Seele ihrer Angehörigen nicht unbeträchtliche Schäden an. Wenn Du es selbst erlebt hast und trotzdem noch Verständnis aufbringen kannst, Chapeau. Ich habe es auch selbst aus nächster Nähe erlebt und habe keinerlei Verständnis. Vielleicht habe ich deshalb bei der Partnerwahl auch immer darauf geachtet, dass die Männer keinen Alkohol trinken.

Nicht alle Alkoholiker tun das. Alle richten schäden an und man bekommt durch ihren Einfluss auch einen gewissen Schaden. Der muss aber nicht dermaßen fatal sein.

Ich selbst habe jahrelang eben durch meine negativen Erfahrungen auch keinen Tropfen Alkohol getrunken. Aber irgendwann begreift man auch, dass der Teufel nicht im Alkohol selbst steckt, sondern im Zusammenspiel von vielen anderen Dingen. Heute habe ich eine (so denke ich) gesunde Einstellung zu dem Thema. Ich trinke ab und zu und habe auch kein Problem wenn Andere dies tun. Ich unterstütze Alkoholismus nicht durch Botengänge oder Spenden, verteufle aber auch keine alkoholkranken Menschen.
Edit: Sondern die Krankheit selbst.
 
L

Laledevri

Guest
AW: gestern bei aldi....

Ich bin mit dem Etikett Krankheit nicht so ganz einverstanden, bin ich auch nicht bei Drogensucht.

Krankheit ist für mich etwas, das jemanden ereilt, befällt. Etwas, wovor man sich nicht oder nur bedingt schützen kann.
Vor Alkoholflaschen, Haschisch, Heroin und Co. kann man sich selbst schützen. Man muss einfach nicht danach greifen. Ich wiederhole mich vielleicht, aber niemandem wird die Flasche an den Hals gesetzt, bis er nicht mehr kann und abhängig wird. Ok, vielleicht ist es eine psychische Störung (und somit eine Krankheit?), dass man sich dem Griff nach der Flasche nicht entziehen kann. Aber wie ist es dann mit dem psychisch Gestörten, der bei Ausrastern nicht anders kann, als seine Frau und die Kinder zu schlagen? Muss man da auch Verständnis aufbringen? Ist der nun krank oder einfach nur unbeherrscht?

Wenn Alkoholiker für mich krank sind, dann krank von und nach Alkohol.
 
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