Integration, wirklich ernstgemeint?

AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Auf deutscher Seite:

hat man immer diese Gastarbeiter als künftige Rückkehrer betrachtet, und nicht als Einwanderer. immer noch nicht. sonst hätte man Strukturen für eine Mitwirkung bereitgestellt, beispielsweise die Religionssteuer ausgeweitet um eine weitere Religion, damit die Betroffenen, diejenigen, die gläubig sind, ähnlich vorgehen (= in Geldfragen wirtschaften) können, wie beide anderen grossen Religionen auch. ohne Geld ist im modernen Deutschland gar nichts möglich. Du darfst nicht ein mal sterben: das kostet zu viel :mrgreen: ! wenn ein Steuermenge da wäre, wären die Muslimen wohl oder übel wie die Christen gezwungen, Entscheidungen zu treffen, und mit diesem Geld und mit den Pflichten seiner Verwaltung irgendwie umzugehen. dann könnte ein "Deutscher Roter Halbmond" entstehen, beispielsweise. und es könnte nach weniger Zeit wie Caritas oder Hephata auf katholischer oder protestantischer Seite anfangen, Alltagsnotwendigkeiten, wie Kindergarten, Kita, Alterheims, usw. zu betreuen. Und irgendwann öffentliche Schulen unter Einhaltung der für alle öffentlichen Schulen gültigen Kriterien auch.

Auf türkischer Seite:

ist es gar nicht so einfach, zu sagen, weil Türken keine Türken sind, sondern Angehörige von sehr unterschiedlichen Gruppen. Armenier, Kurden und Türken werden in Deutschland unter dem Sammelbegriff "Türken" genannt, wobei heute verkomplizierend noch Kinder aus Mischehen immer häufiger vorkommen, die eine sehr komplizierte Seele haben, weil sie täglich mit Nachteilen der Herkunft doch konfrontiert werden, aber dem Recht nach Deutsche deutscher Abstammung sind. das wären typische Unterschiede aus der Herkunft. dann gibt es eine ganze Reihe von Tendenzen: Muslime, die geradezu froh sind, nicht im Muslimen feindlichen Land Türkei zu leben, weil sie streng gläubig sind, Muslime, die wir Otto-Standard-Europäer anzusehen sind, Atheisten, die meinten, in Europa kein Angst vor den Gläubigen haben zu müssen, und viele Sonderfälle... ausserdem sind schon lang alle Türken nicht mehr im Bergbau alle beschäftigt gewesen. immer mehr sind aus der Türkei mit einem fertigen türkischen Abitur gekommen. woher die aktuelle türkische Elite in Deutschland stammt, ist daher schwer auszumachen. aber eins ist sicher:

sie findet schwer einen Hebel, den sie in Gang setzen könnte, und inzwischen ist jeder Türke überzeugt, daß er auch mit deutscher Staatsangehörigkeit ein Türke bleiben wird.

wenn ein Türke sich bewusst eingliedert, sich integrieren lässt, sich assimilieren lässt, dann ist er ein Standarddeutscher, hast Du das schon gedacht? Würdest Du heute sagen: "Dr. Schimansky" -> Pole? nein! oft wäre es total falsch. er ist Deutscher und tut absolut nichts mehr für eine Einwanderergruppe aus Polen, kennt deren Sprache gar nicht.

das ist eine Herausforderungen der nach Integration oder Assimilierung strebenden Behandlung von Auswanderern: die gebildete Elite verlässt oft teilweise oder ganz die betroffene Menschengruppe.

deshalb wäre es so wichtig, daß das Gastland die Strukturen oder zumindest deren Rahmen bereitstellt.

salut

Bonjou solresol

tja, das -zwar etwas ausufernd ausgedrückt- viele Wahrheiten, die du da postest. merci beaucoup. Als konkrete Vorschläge erkenne ich allerdings nur auf der deutschen Seite die kirchensteuerliche Einbindung der Migranten und die daraus folgende Verantwortungsübernahme für Schule, Kitas etc.... ok
Dafür soll also das Gastland die strukturen bereitstellen...ok

ist natürlich schon saudumm, dass in der Tat ein Großteil der gebildeten türkischen Elite Deutschland verlässt - naja die Türkei braucht diese Leute ja auch.
Ich finde hier gar nichts, wo ich dir wie gewohnt widersprechen
könnte!!!:confused:

Um zum Threadthema zu kommen bedeutet dies: Bisher wurde Integration von beiden Seiten nicht sehr ernstgenommen, aber jetzt sollten wir es tun !!
C 'est vrai ? d'accord !!! [leise]: "aber wie?"
salut
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

warum bildet sich keine deutsche Elite türkischer Einwanderer, die hier angemessen stark Verantwortungen übernehmen würde, und mindestens anteilig wie der Rest der Bevölkerung Dienst leisten würde. wenn man hier langfristig lebt wäre es absolut angemessen!

salut

Merhaba Solresol,

die türkische Elite ist hier schon vorhanden. Vor einigen Jahren hat die Pisa-Studie feststellen müssen, dass die Migrantenkinder in der Schule benachteiligt werden, dadurch erlangen sie meist nicht den gewünschten Abschluss bzw. den berechtigten. Was ist passiert; In Berlin wurde ein privat Gymnasium für benachteiligte Schüler eröffnet. Ich frage mich ernsthaft, was die Politiker vor haben, es kann nicht wahr sein, dass sich im Bildungssystem nichts ändern und die Schüler gesondert verteilt werden. Wenn sich schon solch eine Zukunft auf das heranwachsende Kind spiegelt, da wundert man sich nicht, warum so viele (Elite) Türken in die Türkei wollen. Aber trotzallem und allen Umständen bilden sie nicht die Gesamtheit. Der Trend zur 2 mittlerweile schon 3 Klassen wächst enorm.

Grüße
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Ausserdem möchte man sich um keinen Preis als türkische Minderheit beliebt machen. warum auch? wir bezahlen unsere Steuer, wie früher die nicht Muslimen im ottomanischen Reich, und damit ist alles getan. wobei sie sich alle bewußt sind, daß manche hier stempeln, und in der Türkei eine Nebentätigkeit ausüben, dank der derzeit unverschämt billigen Reisekosten, und daß viele Kleinberufe (Händler, Reparaturwerkstätte usw.) eine großzügige Steuerbehandlung und genauso Sozialabgabenbehandlung durch den deutschen Staat geniessen.

viele Deutschen empfinden das, wie ein Steinchen im Schuh!

ist es nicht nachvollziehbar?

Die Nebentätigkeit im Ausland, haben die Deutschen doch erst recht vorgemacht ;-) Nur die Türken sind etwas zurückhaltender oder sollte man vorsichtiger sagen. Auch wegen dieser Vorfälle, Rente- Sozialbeträge etc. wurde die doppelte Staatsbürgerschaft eingestellt, um hier einen Riegel vorzusetzen, ganz schlau das Rechtssystem, nur stellt man sich allgemein die Frage, warum werden immer noch so viele Arbeitskräfte aus dem Ausland bestellt? Die Auswahl hier ist nicht mehr so reizend.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Ich möchte nicht verletzend klingen. Trotzdem möchte ich sagen, dass ich am liebsten nach den ersten fünf Sätzen schon nicht mehr weiter gelesen hätte. Ich habe es trotzdem getan. Da schreibt ein Türke über Integration in Deutschland, beschwert sich und man merkt am Text schon, dass die Sache mit dem Deutsch lernen noch nicht so richtig geklappt hat – obwohl er hier scheinbar die Schule besucht hat, seine Ausbildung absolvierte und schon seit 37 Jahren in Deutschland lebt.
Wie gesagt, ich möchte Dir nicht zu nahe treten und ich spreche auch nicht von Rechtschreibfehlern.


Weiter wollen Sie kaum was vom fremden Mitbürger wissen.
(Ich spreche die Masse an, Ausnahmen gibt es selbstverständlich).

Warum sollten sie auch? Es gibt noch nicht mal 3 Millionen Türken bei uns. Mal ganz abgesehen von den Mitbürgern aus anderen Ländern. Warum sollten Deutsche ihre frei Zeit dazu nutzen Türkisch zu lernen oder sich mit der Geschichte, Kultur und Politik der Türkei befassen? Ich halte das für eine ernste Form der Selbstüberschätzung der Türken.

Die türkische Sichtweise sehnt sich nach mehr „verstanden zu werden“ und anschließend ernsthaften zwischenmenschlichen Kontakten.

Auch das bezweifle ich. Interessant ist dabei die Umfrage im parallel verlaufenden Thema. Zitat:

Schließlich meinen 81% der TiD und 87% der Türken, dass man anderen Menschen
grundsätzlich nicht vertrauen kann, bei den Deutschen betrifft dies nur 58%.

Wie weit das da mit den zwischenmenschlichen Kontakten geht, weiß ich nicht.


Sie [die Deutschen] machen Witze über die Gepflogenheiten anderer Völker und sind Meister von getarnter bis hin zu öffentlicher Diskriminierung.

Ach komm schon. Machen Türken etwa keine Witze über Deutsche? Würdigen Türken die deutschen Traditionen und Eigenarten nicht auch herab? Inwieweit funktioniert die Gegenseitig Achtung den umgekehrt? Außerdem lässt sich das nicht verallgemeinern. Ich hab mich jedenfalls noch nicht bei Kollegen oder Freunden über Türken lustig gemacht.


Die Deutschen pflegen selbst untereinander meistens nur oberflächigen Kontakt.

Unverschämtheit. Wie lange glaubst Du „die Deutschen“ schon zu kennen? Welche Deutschen eigentlich? Die Norddeutschen sind da nämlich ganz anders als die Bayern und die Bayern sind wiederum anders als die Hessen und überhaupt – so ein Unsinn.

Die Masse der Deutschen schließen aus Bequemlichkeit und Angst vor dem „Fremden“ die Türen zu.
Sie oben. Laut Umfrage unterstellen nur knapp 60% der Deutschen anderen Menschen etwas Böses. Wie viel Prozent waren das noch bei den Türken?


Einige belassen es lieber beim Lesen in Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern weil Sie der Meinung sind das es bei dem Fremden nichts zu holen gibt?

Nein, sie lesen, weil Lesen bildet. Leider ist diese Tradition bei vielen Einwandererfamilien aus der Türkei nicht ganz so verbreitet.

Hinzu kommt das es in beiden Seiten schwarze Schafe gibt die gleich für zusätzliche Erschwerungen (Verallgemeinerungen) sorgen.
Du gehörst zum Glück nicht dazu, denn Du schreibst ja ständig, dass es auch Ausnahmen gibt.

Vieleicht hilft es den Deutschen ein wenig wenn ich die Eigenschaften von Türken kurz darstelle.
Oh weh. Eine Anleitung zum Umgang mit „dem Türken“.

Die Türken sind (Ohne die schwarzen Schafe) ein Volk die sehr hilfsbereit und höflich sind.
Sie sind sehr temperamentvoll und sensibel.
Empfindlich?

Der Umgang und die Unterhaltung miteinander erfolgt überlegen und maßvoll.
Überlegen und maßvoll? Die schreienden türkischen Muttis bei Aldi oder die jugendlichen Halbstarken klingen da aber ganz anders. Maßhalten scheint mir keine typisch türkische Eigenschaft zu sein.

Hinzu kommt der politische Missbrauch von Integration.
Hier kommen wir der Sache schon näher. Mir kommt es auch schon einige Zeit so vor, als würden einige Türken den politischen Begriff „Integration“ für ihre Zwecke zu missbrauchen versuchen.

Durch immer schärfer werdende Ausländergesetzte wird eine Assimilation empfunden.
Wir haben z.B. erlebt das uns aus dem Schulprogramm einer Berliner Vorschule ein Brief nach Hause gesendet wurde, in dem uns das „Türkischverbot während des ganzen Schultages“ mitgeteilt wurde und das obwohl die Mehrheit der Kinder Deutsch waren und unser Sohn nur gelegentlich mit seinen türkischen Klassenkameraden türkisch sprach.

Empfinde ich auch als absolut unangemessen. Es ist sehr sehr unhöflich, andere Menschen auszuschließen, indem man sich in eine Fremdsprache flüchtet, die nicht jeder verstehen kann. Woher soll die Lehrerin den wissen, worüber die Kinder da sprechen? Nein, das geht wirklich nicht. Ich kann den Brief verstehen.

In der Kita hat man uns erzählt das die Muttersprache für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig sei, wir sollen mit unseren Kindern zu hause türkisch sprechen.

Steht also der persönliche Eindruck einer Kindergärtnerin gegen alles was ich bisher zu diesem Thema gehört habe.


Könnten das Deutsche Eltern umgekehrt in der Praxis umsetzen wenn die Kita Muttersprache sagt und die Vorschule nö, die einheimische Sprache?
Ist es nicht emotional sowohl für das Kind als auch für die Eltern sehr belastend? Fördert das die Integration? Nein, ganz im Gegenteil!

Jetzt stellt sich z.B. die Frage, warum Zuhause wirklich Türkisch gesprochen wird. Aus Bequemlichkeit? Aus Nationalstolz? Aus mangelndem Integrationswillen der Eltern? Aus Unfähigkeit der Eltern Deutsch zu sprechen? Oder weil türkische Eltern tatsächlich glauben, dass sie damit die Entwicklung ihrer Kinder positiv beeinflussen?

Am Ende stelle ich mir die Frage: Ist ein eingebürgerter der z.B. seit 40 Jahren in Deutschland lebt und gut Deutsch spricht, arbeitet, seiner Tradition gebunden bleiben möchte, weshalb er von den meisten Deutschen abgelehnt und mehr unter seinen Landsleuten bleibt integriert?
Verstehen die Deutschen das als Integration? Toll…

Das ist ein ganz grundsätzliches Missverständnis. Indem Türken sagen, dass sie nicht ordentlich integriert wurden, machen sie sich zu Objekten. Sie stellen sich auf eine Stufe mit Unmündigen. Integration ist ein aktiver Prozess, und zwar von den Menschen, die integriert werden wollen. Was sollen „die Deutschen“ den bitte dazu beitragen, was nicht sowieso schon passiert?
Weder die eingewanderten Türken der ersten Generation, noch die Deutschen haben damit gerechnet, dass die Gastarbeiter nach getaner Arbeit nicht wieder heimfahren. In bereits erwähnter Umfrage steht - so meine ich mich zu erinnern - dass sogar jetzt noch ca. 40% aller Deutsch-Türken planen, wieder in die Türkei zu ziehen.
Seit dem aber abzusehen ist, dass die Masse wohl hier bleibt, wird eine ganze Menge gemacht.

Wenn ja wird es wohl mehr Scheinintegrationen geben als wahre Integrationen!
Nun könnten ja einige Deutsche sagen die sind doch hier her gekommen,
also sollen Sie doch zusehen wie sie sich Integrieren.
Meine Frage dazu währe: Ist es Schuld seine Tradition beibehalten zu wollen?
Ist es dass weshalb man die Freundschaft meidet? Wie Engherzig?
Ihr tut mir leid…

Wie gesagt, es ist die Aufgabe der zugewanderten Minderheit sich zu integrieren. Der deutsche Staat kann dazu lediglich Hilfestellung leisten.
Was die ganze Sache mit den Freundschaften etc. angeht, möchte ich gerne mal eine Gegenfrage stellen: Wie kommst Du dazu, das den Deutschen in die Schuhe schieben zu wollen? Es ist doch wohl ausreichen nachgewiesen und bekannt, dass die Türken sich von allen Einwanderern am schlechtesten integriert haben. Liegt da nicht der Schluss nahe, dass es wohlmöglich an den ganz erheblichen kulturellen Unterschieden und dem unfassbar ausgeprägten Nationalismus der Türken liegt?

Mein Deutscher Nachbar zog eine Show bei mir ab, er tat so als hätte er Interesse an mir und lud sich oft selbst bei mir zum Essen ein. Trotzdem habe ich nie „keine Zeit“ gesagt.

Da liegt vielleicht der Ursprung deines Beitrags – persönliche Erlebnisse. Vielleicht hast Du ihn auch einfach nicht richtig verstanden? Ich dachte Türken laden jeden sofort und gerne zu sich ein und man bräuchte sich gar nicht selbst einzuladen? Vielleicht ist dein Nachbar aber auch einfach nur ein Arsch?
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Hallo JoBuk, danke auch für Deinen Beitrag.

Zitat: Da schreibt ein Türke über Integration in Deutschland, beschwert sich und man merkt am Text schon, dass die Sache mit dem Deutsch lernen noch nicht so richtig geklappt hat – obwohl er hier scheinbar die Schule besucht hat, seine Ausbildung absolvierte und schon seit 37 Jahren in Deutschland lebt.
Wie gesagt, ich möchte Dir nicht zu nahe treten und ich spreche auch nicht von Rechtschreibfehlern.

Was hat das mit dem Inhalt meines Beitrags zu tun?
Ich schreibe hier kein Diktat! Traust Du Dir zu in der Fremde mit all seinen Tücken es besser zu machen?

Einiges ist ja richtig.

Zitat: Die schreienden türkischen Muttis bei Aldi oder die jugendlichen Halbstarken.
Das ist aber nicht die Masse der Türken!

Es gibt umgekehrt auch auffällige Deutsche im Alltag zu sehen. Z.B. der hinterlassene Hundekot auf den Gehwegen...
Ständig treten spielende Kinder auf Minen.
Auch die bilden nicht die Masse der Deutschen!

Deshalb möchte ich nicht näher darauf eingehen.

Zitat: Steht also der persönliche Eindruck einer Kindergärtnerin gegen alles was ich bisher zu diesem Thema gehört habe.

Es war nicht der persönliche Eindruck sondern das Ergebnis einer Studie.
Also doch nicht so einfach!

Zitat: unfassbar ausgeprägten Nationalismus der Türken

Jedes Volk darf stolz auf seine Nationalität sein, auch die Deutschen.
Das nehmen Dir Türken bestimmt nicht übel solange daraus kein Rassismus wird!

Vielleicht bekommen wir das ja noch in diesem Jahrhundert hin auf unsere Deutsche Nationalität stolz sein zu dürfen?

Aus meinen Beitrag ist eigentlich deutlich zu verstehen dass die Mehrheit der Türken das Miteinander wünscht.
Der Deutsche braucht sich auch nicht Intensiv mit der Geschichte, Kultur und Politik der Türkei zu befassen!
Wäre ja für beide Seiten auf Dauer belastend.

Auch die Türken lachen gerne, sind neugierig über anderen Traditionen und Eigenarten, Unterhalten sich gerne, empfinden Trauer und Glück und haben die gleichen Bedürfnisse.

Die 10 Gebote gibt es auch bei uns!

Werden allerdings wie bei euch, auch nicht von allen immer beachtet.

Wunder dich nicht, auch in der Türkei gibt es eine Sendung „Weltenbummler“

Der kleine Unterschied ist das man gerne auf andere zugeht wenn Sie es zulassen.

Das Problem ist das es nicht zugelassen wird.

Gerne würden viele mit Ihren Nachbarn bei einem Kaffee Erfahrungen austauschen und z.B. die Deutsche Küche kennenlernen.

Nächstemal könnte es z.B. umgekehrt sein.
Das ist doch eine Bereicherung für beide Seiten und könnte erstmal der Anfang sein. Bist Du jetzt überfordert?

Nicht alle müssen ja gleich aufeinander zugehen.
Nur wenn der Eindruck stimmt u. eine Sympathie für einander da ist.

Kann es sein das der Deutsche sich vor seinen deutschen Nachbarn verkneift?
Er könnte ja den Kontakt zu den Türken bemerken, was soll ich Ihm dann morgen sagen? Oh weh…Oh weh…

Wer den Willen hat der sucht nicht nach Fehlern und übt nicht ständig Kritik aus!

Zitat: Vielleicht ist dein Nachbar aber auch einfach nur ein Arsch?

Ja, aber auch ein Ar... ist ein Mensch und wurde oft mit seinem Junior zum Essen eingeladen.

Wir haben Ihm oft geholfen weil er in Scheidung lebt und vor Arbeit nicht zum kochen kam. Das ist Nächstenliebe!

Mache doch lieber mal einen nützlichen Vorschlag. :idea:
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Wir haben z.B. erlebt das uns aus dem Schulprogramm einer Berliner Vorschule ein Brief nach Hause gesendet wurde, in dem uns das „Türkischverbot während des ganzen Schultages“ mitgeteilt wurde und das obwohl die Mehrheit der Kinder Deutsch waren und unser Sohn nur gelegentlich mit seinen türkischen Klassenkameraden türkisch sprach.
In der Kita hat man uns erzählt das die Muttersprache für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig sei, wir sollen mit unseren Kindern zu hause türkisch sprechen.
Wie sollen wir unsere minderjährigen Kinder dazu bringen das Sie sich nun in der Vorschule jede Sekunde daran halten müssen kein Türkisch zu sprechen.
Könnten das Deutsche Eltern umgekehrt in der Praxis umsetzen wenn die Kita Muttersprache sagt und die Vorschule nö, die einheimische Sprache?

Beides ist richtig. Die Kinder lernen ihre Muttersprache von den Eltern. Spätestens in Kita und Schule lernen sie Deutsch.

Wo ist das Problem, wenn die Kinder in der Schule nur Deutsch sprechen und zu Hause auch ihre Muttersprache? Es ist das gleiche Prinzip wie bei Eltern unterschiedlicher Nationalität, wo ein Elternteil mit dem Kind konsequent nur die eine Sprache spricht und der andere Elternteil die andere Sprache.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Was hat das mit dem Inhalt meines Beitrags zu tun?
Ich schreibe hier kein Diktat! Traust Du Dir zu in der Fremde mit all seinen Tücken es besser zu machen?

Wie gesagt, ich war mir bewußt, dass dieser Teil evtl. persönlich genommen werden könnte. Schön das Du es nicht so an Dich ran kommen läßt und sehr sachlich antwortest.
Ich möchte dennoch nachhaken. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann schreibst Du von Deutschland als "die Fremde". Aber Du hast auch gesagt, dass Du mit 7 Jahren nach Deutschland gezogen bist und nun schon über 30 Jahre hier lebst. Wie kann man denn da noch von "fremd" sprechen?


Zitat: Die schreienden türkischen Muttis bei Aldi oder die jugendlichen Halbstarken.
Das ist aber nicht die Masse der Türken!

Doch. Die Mehrzahl der Türken in Deutschland sind unter 30. Das sind nun mal die fruchtbaren (meint: sich im fruchtbaren Alter befindenten) Muttis und die noch etwas jüngeren türkischen Halbstarken. Sie machen zumindest einen erheblichen Teil der TiD aus.
Ich glaube Dir wohl, dass es sehr viele Türken gibt, die anders sind. Ich glaube auch, dass die Türken in der Türkei in ihrem Verhalten auch wieder ein bisschen anders sind. Aber verstehe bitte auch, dass die oben genannten Gruppen das Bild der Deutschen von den Türken prägen. Im übrigen wäre es auch interessant zu wissen, warum viele türkische Familien ihre Jungs so schlecht unter Kontrolle haben.

Es gibt umgekehrt auch auffällige Deutsche im Alltag zu sehen. Z.B. der hinterlassene Hundekot auf den Gehwegen...
Ständig treten spielende Kinder auf Minen.
Auch die bilden nicht die Masse der Deutschen!

Der Vergleich ist ... unpassend. Ich habe das ja auch schon in einem anderen Beitrag geschrieben. Hunde gehören meiner Ansicht nach nicht in die Stadt. Das Thema läßt aber kaum Rückschlüsse auf "die Deutschen" zu.


Zitat: Steht also der persönliche Eindruck einer Kindergärtnerin gegen alles was ich bisher zu diesem Thema gehört habe.

Es war nicht der persönliche Eindruck sondern das Ergebnis einer Studie.
Also doch nicht so einfach!

Alle Studien die ich kenne, sagen das genaue Gegenteil. Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass Kinder die zweisprachig aufwachsen, möglicherweise Probleme in beiden Sprachen bekommen.

Das Thema läßt sich sicher ausgenzeichnet in einem gesonderten Abschnitt besprechen. Am besten Du schreibst konkret, welche Studie Du meinst.

Zitat: unfassbar ausgeprägten Nationalismus der Türken

Jedes Volk darf stolz auf seine Nationalität sein, auch die Deutschen.
Das nehmen Dir Türken bestimmt nicht übel solange daraus kein Rassismus wird!

Leider sehen das viele Deutsche immer noch ein bisschen anders. Die halluzinieren sofort einen gestutzten Oberlippenbart wenn einer beim Fußball die Nationalhymne mitsingt.
Das Problem liegt, so glaube ich, in der Differenzierung von Patriotismus und Nationalismus.
Türken neigen sehr zur Überhöhung ihres Landes. Sogar dann noch, wenn sie dort nicht geboren wurden und dort höchstens sechs Wochen im Jahr während der Sommerferien verbringen. Das merkt man z.B. am oft unkritischen Umgang mit der türkischen Geschichte, an der Haltung gegenüber den Kurden und an der völlig realitätsfremden Einschätzung bezüglich der Türkei in der Weltpolitik.
Von dem jungen Mädchen in unserer Tankstelle und ihrem Halbmond-Wolfskettchen mal ganz abgesehen.
Das Problem des Nationalismus sehe ich also insgesamt weniger bei den Deutschen, als vielmehr bei den Türken.

Vielleicht bekommen wir das ja noch in diesem Jahrhundert hin auf unsere Deutsche Nationalität stolz sein zu dürfen?

Das wäre schön. Es wird aber erst dann passieren, wenn man sich auch uneingeschränkt zu dieser Nationalität bekennt.

Aus meinen Beitrag ist eigentlich deutlich zu verstehen dass die Mehrheit der Türken das Miteinander wünscht.

Ich kenne Dich nicht persönlich, kann mir aber gut vorstellen, dass die Aussage auf Dich auch zutrifft. Ich bezweifle aber stark, dass es auf die Mehrheit der TiD in Deutschland zutrifft. Der Wunsch zum kulturellen Miteinander hört meist dann auf, wenn er mit Kompromissen, Einschränkungen und Entgegenkommen verbunden ist.


Auch die Türken lachen gerne, sind neugierig über anderen Traditionen und Eigenarten, Unterhalten sich gerne, empfinden Trauer und Glück und haben die gleichen Bedürfnisse.

Natürlich. Ich habe auch nie behauptet, dass die Türken keine normalen Menschen sind.

Die 10 Gebote gibt es auch bei uns!

Werden allerdings wie bei euch, auch nicht von allen immer beachtet.

Wunder dich nicht, auch in der Türkei gibt es eine Sendung „Weltenbummler“

Bis hier habe ich auch kein Problem. D.h. Moment, ich kenne die Sendung "Weltenbummler" nicht.

Der kleine Unterschied ist das man gerne auf andere zugeht wenn Sie es zulassen.
Das Problem ist das es nicht zugelassen wird.
Gerne würden viele mit Ihren Nachbarn bei einem Kaffee Erfahrungen austauschen und z.B. die Deutsche Küche kennenlernen.
Nächstemal könnte es z.B. umgekehrt sein.
Das ist doch eine Bereicherung für beide Seiten und könnte erstmal der Anfang sein. Bist Du jetzt überfordert?

Nein, ich bin damit überhaupt nicht überfordert. Das hört sich alles sehr nett an. Ein bisschen nach alternativ-grüner-händchen-halte Welt aber wenn es möglich wäre ... sehr schön.

Nicht alle müssen ja gleich aufeinander zugehen.
Nur wenn der Eindruck stimmt u. eine Sympathie für einander da ist.

Kann es sein das der Deutsche sich vor seinen deutschen Nachbarn verkneift?
Er könnte ja den Kontakt zu den Türken bemerken, was soll ich Ihm dann morgen sagen? Oh weh…Oh weh…

Hier fängt es dann wieder an problematisch zu werden.
Wir haben ein Punkt, an dem wir ganz klar unterschiedliche Standpunkte haben. Ich behaupte, es liegt nicht an den Deutschen!
Es liegt an den Türken, denen es an Neugier für die fremde Kultur fehlt, die mit der schalen Oberfläche, dem Abklatsch zufrieden sind, den sie von ihrer neuen Heimat auf den Privatsendern wiedergespiegelt bekommen.
Es sind die Türken, die ein Problem mit einem christlichen Schwiegersohn haben und die auch nach 30 Jahren ihren Kindern den Zugang zu einer offeneren und liberaleren Gesellschaft verwähren, indem sie ihnen erst im Kindergartenalter die Möglichkeit geben, die Sprache ihres Heimatlandes zu lernen.


Wer den Willen hat der sucht nicht nach Fehlern und übt nicht ständig Kritik aus!

Der Wille zur Gemeinsamkeit darf aber nicht zur Kritiklosigkeit führen.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Eine interessante Diskussion, bei der ich gern zu einem angesprochenen Punkt gern meinen Senf dazu geben würde:lol::

@JoBuk: Dass zweisprachige Erziehung zu Defiziten in beiden Sprachen führen könnte bzw. muss, ist eine wohl mittlerweile überholte Theorie. Natürlich kann es ein Kind bzw. das menschliche Gehirn überhaupt leisten, zwei oder gar mehr Sprachen auf höchstem Niveau zu beherrschen, auch in muttersprachlicher Kompetenz. Und im Gegenteil, für die Entwicklung eines Menschen ist es wohl sogar eher förderlich. Es ist alles eine Frage, wie durch die Familie und einen selbst die Sprachen richtig gepflegt werden (können). Wie schon jüngere Statistiken zurückgestufter, da mangels ausreichender Sprachfähigkeiten noch nicht für schultauglich befundener Kinder zeigen, kann das schon bei einer Sprache ein Problem sein und hat nichts mit Bilingualität zu tun.

VG

P.S. Bei Bedarf und Zeit irgendwann mal auch gern Links und Quellen dazu:redface:
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Warum sollten sie auch? Es gibt noch nicht mal 3 Millionen Türken bei uns. Mal ganz abgesehen von den Mitbürgern aus anderen Ländern. Warum sollten Deutsche ihre frei Zeit dazu nutzen Türkisch zu lernen oder sich mit der Geschichte, Kultur und Politik der Türkei befassen? Ich halte das für eine ernste Form der Selbstüberschätzung der Türken.

Warum sollten die Türken verlangen, Deutsche müssten Türkisch lernen, das ist was ganz neues. Es geht nicht um die Anzahl, wie viele Türken in Deutschland leben, sondern, es ist die größte ethnische Minderheit die in Deutschland lebt. Du fragst warum sich die Deutschen, ihre noch so wenige Freizeit dafür nutzen sollten, sich mit den Türken vertrauter zu machen, ich summiere das ganze mal auf "vertrauter". Dabei ist es wohl von größter Bedeutung, sich gegenseitig zu verstehen, unter anderem spielt da auch das Verständnis eine große Rolle, was nur geschieht, wenn der andere über den anderen Informationen sammelt.

Sie oben. Laut Umfrage unterstellen nur knapp 60% der Deutschen anderen Menschen etwas Böses. Wie viel Prozent waren das noch bei den Türken?

Nein, sie lesen, weil Lesen bildet. Leider ist diese Tradition bei vielen Einwandererfamilien aus der Türkei nicht ganz so verbreitet.

Für die Bildung ist auch das eigene persönliche Bild entscheident, und genau darum geht es. Du berufst dich oft über Umfragen und Statistiken, andere über Medien, Zeitschriften, etc. Dabei ist der entscheidende Punkt, sich auch selbst ein Bild zu machen, aber das müsste schon jeder wissen, der nur einen Antrich an Logik besitzt.

Jetzt stellt sich z.B. die Frage, warum Zuhause wirklich Türkisch gesprochen wird. Aus Bequemlichkeit? Aus Nationalstolz? Aus mangelndem Integrationswillen der Eltern? Aus Unfähigkeit der Eltern Deutsch zu sprechen? Oder weil türkische Eltern tatsächlich glauben, dass sie damit die Entwicklung ihrer Kinder positiv beeinflussen?

Gegenfrage, was ist fatal daran eine zweite, in diesem Fall, die Muttersprache zu lernen? Welches ein Reichtum für die Kinder ist, wird dies auch unter Frage gestellt, was die Türken dazu bewegt, ihren Kindern die Muttersprache beizubringen.

Ich möchte dennoch nachhaken. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann schreibst Du von Deutschland als "die Fremde". Aber Du hast auch gesagt, dass Du mit 7 Jahren nach Deutschland gezogen bist und nun schon über 30 Jahre hier lebst. Wie kann man denn da noch von "fremd" sprechen?

Das ist kein Phänomen, es beruht auf die Erfahrung die man sammelt, bei einigen wirkt sie auch durchaus prägend. Aber berechtigt ist die Frage, warum man sich nach solch einer langen Zeit noch immer fremd fühlt. Aber wenn du weiter oben schreibst, warum sollten sich Deutsche mit der Türkischen Kultur beschäftigen etc. dann hat sich deine Frage schon von selbst beantwortet.

Doch. Die Mehrzahl der Türken in Deutschland sind unter 30. Das sind nun mal die fruchtbaren (meint: sich im fruchtbaren Alter befindenten) Muttis und die noch etwas jüngeren türkischen Halbstarken. Sie machen zumindest einen erheblichen Teil der TiD aus.
Ich glaube Dir wohl, dass es sehr viele Türken gibt, die anders sind. Ich glaube auch, dass die Türken in der Türkei in ihrem Verhalten auch wieder ein bisschen anders sind. Aber verstehe bitte auch, dass die oben genannten Gruppen das Bild der Deutschen von den Türken prägen. Im übrigen wäre es auch interessant zu wissen, warum viele türkische Familien ihre Jungs so schlecht unter Kontrolle haben.

Himmel Jobuk, nicht nur Türken haben ihre Jungs schlecht unter Kontrolle, oder wie du auch erwähnst, seien sie sehr laut. Man nennt sie eigentlich, in Deutschland, egal ob nun Deutsch oder Türkisch oder aus Timbuktu, die Unterschicht, die die das Gesamtbild der doch so geordneten Moral- Respektmenschen Deutschlands. Genau die, die meinen immer auf die anderen den Finger zu strecken, sich ein Gesamtbild der Situation verschaffen, sich bewusst werden, der Deutsche darf das, aber Türken die laut sind, das geht nicht. Man sollte das ganze mal, ohne unterschiede, Menschlich sehen. Es ist kein Phänomen, was in Frage gestellt werden müsste.

Hier fängt es dann wieder an problematisch zu werden.
Wir haben ein Punkt, an dem wir ganz klar unterschiedliche Standpunkte haben. Ich behaupte, es liegt nicht an den Deutschen!
Es liegt an den Türken, denen es an Neugier für die fremde Kultur fehlt, die mit der schalen Oberfläche, dem Abklatsch zufrieden sind, den sie von ihrer neuen Heimat auf den Privatsendern wiedergespiegelt bekommen.
Es sind die Türken, die ein Problem mit einem christlichen Schwiegersohn haben und die auch nach 30 Jahren ihren Kindern den Zugang zu einer offeneren und liberaleren Gesellschaft verwähren, indem sie ihnen erst im Kindergartenalter die Möglichkeit geben, die Sprache ihres Heimatlandes zu lernen.

Interessant, wie der Ball zugespielt wird. 44/23 sagt nein, es sind die Deutschen, Jobuk meint, nein es sind die Türken, dabei wird in den Statistiken gegraben, ganz tief, wo man erkennen sollen ,die Waage sagt ja nun was ganz anderes. Ich glaube vielmehr, das z.B. ihr beide ein Problem seid, welches sich immer noch auseinandersetzt, über Belangen, die beide Seiten produzieren, aber einer muss scheinbar einen höheren, oder auch emotional höheren Stand haben, damit das Gewissen rein ist, oder was auch immer.
 
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