Integration, wirklich ernstgemeint?

AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Eine interessante Diskussion, bei der ich gern zu einem angesprochenen Punkt gern meinen Senf dazu geben würde:lol::

@JoBuk: Dass zweisprachige Erziehung zu Defiziten in beiden Sprachen führen könnte bzw. muss, ist eine wohl mittlerweile überholte Theorie. Natürlich kann es ein Kind bzw. das menschliche Gehirn überhaupt leisten, zwei oder gar mehr Sprachen auf höchstem Niveau zu beherrschen, auch in muttersprachlicher Kompetenz. Und im Gegenteil, für die Entwicklung eines Menschen ist es wohl sogar eher förderlich. Es ist alles eine Frage, wie durch die Familie und einen selbst die Sprachen richtig gepflegt werden (können). Wie schon jüngere Statistiken zurückgestufter, da mangels ausreichender Sprachfähigkeiten noch nicht für schultauglich befundener Kinder zeigen, kann das schon bei einer Sprache ein Problem sein und hat nichts mit Bilingualität zu tun.

VG

P.S. Bei Bedarf und Zeit irgendwann mal auch gern Links und Quellen dazu:redface:


Auf diese Diskussion lasse ich mich gerne ein. Der entsprechende Begriff ist übrigens "Doppelte Halbsprachigkeit".
Ich bitte aber von vornherein zu bedenken, dass die Kinder regelmäßig einsprachig erzogen werden, d.h. sie sprechen bspw. bis zu ihrem dritten Lebensjahr (fast) ausschließlich Türkisch. Das was sie Zuhause an deutscher Sprache mitbekommen, ist oft sehr eingeschränkt im Wortschatz und falsch in Grammatik und Aussprache. Insofern kann sowieso nicht von einer wirklichen zweisprachigen Erziehung die Rede sein.

Hauptkritikpunkte an der Idee der doppelten Halbsprachigkeit sind meiner Ansicht nach folgende:

- Die Gedanke, dass geringe Sprachkompetenz nicht zwangsläufig auf die Zweisprachigkeit zurück zu führen ist, sondern von Faktoren wie sozialer Herkunft etc. abhängt.
Das lässt sich schwer wiederlegen. In der Regel beherrschen türkische Akademikerkinder "ihre Sprachen" wohl tatsächlich besser, als die Kinder aus anderen sozialen Schichten. Leider gibt es in Deutschland so wenige türkische Akademikerkinder ...

-Die Befürchtung, dass die Kinder von Einwandererern durch eine solche Diskussion von vornherein abgestempelt werden und als weniger Kompetent gelten.
Kann ich zwar nachvollziehen, finde aber das Ausblenden von Realität aus Gewissengründen bedenklich.

-Es gibt keine klaren Kriterien, wer der Gruppe der Halbsprachler zuzuordnen ist.
Könnten ja festgelegt werden.

-Tests, die Sprachkompetenz ermitteln sollen, sind ähnlich umstritten wie IQ Tests. D.h. solche Tests sind immer nur Stichproben, anhand derer das gesamte sprachliche Verhalten einer Person "gemessen" werden soll.
Auch diesen Einwand finde ich nicht "stichhaltig". Es kommt - so würde ich denken - auf das Testverfahren an. Wenn natürlich - so wie in dem hier geschilderten "Test" - Leute einfach gefragt werden, "wie gut verstehst Du das Fernsehprogramm", dann kann da natürlich nix bei rauskommen.

- Angeblich werde Sprache abhängig von der jeweiligen Situation eingesetzt. So kann ein Zweisprachiger in einer bestimmten Situation kompetent sein, in einer anderen aber nicht.
Das macht aber vielleicht grad den Unterschied zwischen einem Muttersprachler und einem Menschen aus, der die Sprache "nur" als Zweitsprache gelernt hat. Der Muttersprachler wird i.d.R. in der Lage sein, sich in jeder Situation ordentlich auszudrücken.


Vielleicht kann man bei der Diskussion bezüglich der TiD auch folgendes bedenken:

- Wie hoch ist denn die Motivation für die jungen Türken, eine gewissen Sprachkompetenz zu erwerben? Es können ja nicht ausschließlich wirtschaftliche Gründe sein, immerhin leben sie ja hier.

-Eine Sprache reflektiert eine bestimmte Kultur. Türkische Kinder und Jugendliche wachsen - wie wir ja schon mehrfach festgestellt haben, oft nur in einer Kultur auf - der türkischen. Hier müssen Defizite entstehen.

-Die Sprachentwicklung ist auf Umweltreize angewiesen. Bis die Kinder mit der deutschen Sprache in Kontakt kommen, ist oft mindestens schon mal die "Drei- und Mehrwortphase" erreicht (je nach Entwicklung 2-4 Jahre). Viel zu spät. (Wortschatzspurt in der Zweiwortphase mit 1,5 - 2 Jahren verpaßt).

Zum Schluss noch eine Frage:
Wie kompetent sind denn die betroffenen "türkischen" Jugendlichen in der türkischen Sprache? Fallen sie als "Deutsche" auf, wenn sie in die Türkei fahren? Ist ihr Wortschatz auf einem aktuellen Stand oder benutzen sie hauptsächlich den altertümlichen Wortschatz ihrer Eltern? Wie gut können sie türkisch schreiben und lesen?
Oder wächst da tatsächlich eine Generation heran, die weder in der einen, noch in der anderen Sprache wirklich etwas auf dem Kasten hat?

Ach, es gäbe noch so viel mehr darüber zu schreiben als meine kurzen und völlig unstrukturierten Beiträge.
Vielleich sollten wir dazu aber ein eigenes Thema eröffnen.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

:lol:

Ehrlich gesagt verstehe ich von Deinem "Geschreibsel" nur die Hälfte.

Ich will trotzdem versuchen zu antworten.

[1]Warum sollten die Türken verlangen, Deutsche müssten Türkisch lernen, das ist was ganz neues.
[2]Es geht nicht um die Anzahl, wie viele Türken in Deutschland leben, sondern, es ist die größte ethnische Minderheit die in Deutschland lebt.
[3]Du fragst warum sich die Deutschen, ihre noch so wenige Freizeit dafür nutzen sollten, sich mit den Türken vertrauter zu machen, ich summiere das ganze mal auf "vertrauter". Dabei ist es wohl von größter Bedeutung, sich gegenseitig zu verstehen, unter anderem spielt da auch das Verständnis eine große Rolle, was nur geschieht, wenn der andere über den anderen Informationen sammelt.


1. Falsch, solche Forderungen habe ich sogar schon hier im Forum gelesen. Ich meine, es wurde sogar schon vorgeschlagen, English oder Französisch in der Schule durch Türkisch zu ersetzen.
2. Na und? Und wenn in 10 Jahre eine riesige Flüchtlingswelle aus Arabien einsetzt, sollen die Deutschen sich dann mit der arabischen Kultur auseinandersetzen müssen?
3. Den Teil verstehe ich nicht richtig. Zumindest scheinst Du selbst keine Antwort zu geben. Warum genau müssen die Deutschen die Türken verstehen? Welcher Nachteil entsteht Fritz Meyer, wenn er seinen türkischen Nachbarn nicht versteht? Und welche Auswirkungen hat das auf seinen Kumpel Pedro aus Spanien? Nein nein, es sind die Türken, die verstehen müssen. Immerhin hängt davon die Zukunft ihrer Kinder ab. Fakt ist, wer sich nicht integriert, wird häufig wirtschaftlich erfolglos bleiben und ewig in einer Subkultur verharren.


Für die Bildung ist auch das eigene persönliche Bild entscheident, und genau darum geht es. Du berufst dich oft über Umfragen und Statistiken, andere über Medien, Zeitschriften, etc. Dabei ist der entscheidende Punkt, sich auch selbst ein Bild zu machen, aber das müsste schon jeder wissen, der nur einen Antrich an Logik besitzt.

Kant hat praktisch sein ganzes Leben in Köngisberg verbracht und hatte kaum (?) Kontakt zu Türken. Trotzdem war er offensichtlich sehr gebildet. Nein Quatsch. Das war natürlich Unsinn. Ich glaube ich verstehe deinen Punkt. Ich habe sehr wohl Kontakt zu Türken - familiär und beruflich. Meine Eindrücke spiegeln sich in den Ergebnissen der Umfrage wieder. Ausserdem wird hier ja oft so lange abgestritten, bis man es in irgendeiner Form "beweisen" bzw. blegen kann.

Gegenfrage, was ist fatal daran eine zweite, in diesem Fall, die Muttersprache zu lernen? Welches ein Reichtum für die Kinder ist, wird dies auch unter Frage gestellt, was die Türken dazu bewegt, ihren Kindern die Muttersprache beizubringen.

Siehe meinen Beitrag unten. Daran ist natürlich gar nichts "fatal". Im Gegenteil, ich halte den Erwerb einer zweiten- oder sogar dritten Sprache für sehr wichtig. Wichtig ist aber auch, dass man mindestens eine dieser Sprachen sehr gut beherrscht. Am besten die Sprache des Landes, in dem man lebt. Solange die Türken aber auch in der dritten und vierten Generation behaupten, dass ihre Muttersprache Türkisch sei, werden sie regelmäßig in unserer Gesellschaft scheitern. Natürlich werden sie gleichzeitig auch immer lauter über böse Nazis, Rassismus und Benachteiligung klagen.

Das ist kein Phänomen, es beruht auf die Erfahrung die man sammelt, bei einigen wirkt sie auch durchaus prägend. Aber berechtigt ist die Frage, warum man sich nach solch einer langen Zeit noch immer fremd fühlt. Aber wenn du weiter oben schreibst, warum sollten sich Deutsche mit der Türkischen Kultur beschäftigen etc. dann hat sich deine Frage schon von selbst beantwortet.

Den ersten Teil mit dem Phänomen (ein mit den Sinnen wahrnehmbares Ereignis ist es nicht?) verstehe ich nicht.
Was die eigentlich Frage angeht .... vielleicht weil sie sich weigern hier "anzukommen"? Was ist denn das für ein befremdlicher Ansatz den Du da hast? Ich ziehe in ein Land, fühle mich hier aber nicht wohl und integriere mich nicht, weil die Mehrheitsgesellschaft mich nicht fragt, wie es bei mir in der Türkei so ist? Ich bin natürlich nicht sicher, aber ich glaube zu wissen, dass die Türken der ersten Generation zwar aktiv aufgefordert wurden nach Deutschland zu kommen, es wurde aber keiner gezwungen. Oder irre ich mich?


Himmel Jobuk, nicht nur Türken haben ihre Jungs schlecht unter Kontrolle, oder wie du auch erwähnst, seien sie sehr laut. Man nennt sie eigentlich, in Deutschland, egal ob nun Deutsch oder Türkisch oder aus Timbuktu, die Unterschicht, die die das Gesamtbild der doch so geordneten Moral- Respektmenschen Deutschlands.

Mit schlecht unter Kontrolle meine ich übrigens nicht nur die Lautstärke, sondern auch Agressivität, Auftreten und Verhalten gegenüber ihren Mitbürgern. Und doch, die türkischen Jugendlichen fallen dabei ganz besonders auf.
Das mit dem "nennen" hab ich auch wieder nicht verstanden.
Was die Unterschicht angeht ... vielleicht ist der Anteil der Unterschicht bei den TiD einfach überrepräsentiert?

Genau die, die meinen immer auf die anderen den Finger zu strecken, sich ein Gesamtbild der Situation verschaffen, sich bewusst werden, der Deutsche darf das, aber Türken die laut sind, das geht nicht. Man sollte das ganze mal, ohne unterschiede, Menschlich sehen. Es ist kein Phänomen, was in Frage gestellt werden müsste.

"Mit dem Finger zu zeigen".
Auch hier liegst Du falsch. Wenn ich durch eine Großstadt gehe und sehe, dass eine Oma wegen einer Jugendgang die Straßenseite wechselt, dann finde ich das immer scheisse. Egal ob es sich um deutsche, türkische oder russische Idioten handelt. Es gibt nur eben so wenig rein deutsche Jugendgangs. Naja, vorausgesetzt man lebt nicht in Sachsen. Wenn ich mirs recht überlege hört man Sprüch wie "ich fick deine Mutter" etc. auch häufiger von türkischen Jugendlichen. Ach naja, das kann natürlich auch nur ein persönlicher Eindruck sein.

Den Teil mit dem in Frage stellen von Phänomenen habe ich auch wieder nicht verstanden.

Interessant, wie der Ball zugespielt wird. 44/23 sagt nein, es sind die Deutschen, Jobuk meint, nein es sind die Türken, dabei wird in den Statistiken gegraben, ganz tief, wo man erkennen sollen ,die Waage sagt ja nun was ganz anderes. Ich glaube vielmehr, das z.B. ihr beide ein Problem seid, welches sich immer noch auseinandersetzt, über Belangen, die beide Seiten produzieren, aber einer muss scheinbar einen höheren, oder auch emotional höheren Stand haben, damit das Gewissen rein ist, oder was auch immer.

Mein Gewissen ist rein.
Ich kann dieses Gejammer einfach nicht mehr hören.

Wie soll sich denn eine Situation normalisieren, wenn eine Seite immerzu auf ihrer Opferrolle besteht? Es gibt keine Alternative zur Integration. Türken die sich nicht integrieren wollen, schaden sich selbst und vor allem ihren Kindern.

Einziger Ansatz für eine Diskussion kann nur sein, was man unter Integration versteht.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Also ich denke das ganze gerät ein wenig aus dem Ruder u. nimmt ein weitläufiges Ausmaß an.
Alle Themen wollte ich hier nicht öffnen.

Wie schon fritztolia schrieb sollte das Integrationsgeschwätz erst einmal aufhören.

JoBuk wir diskutieren an einander vorbei.

Du führst mir immer wieder die traditionell gebundenen Türken vor Augen,
ich meine die Deutsch-Türken die mittlerweile das ganze mit den Traditionen über Bord geworfen haben.
Vieleicht habe ich das in meinem Betrag nicht deutlich rübergebracht, ich gehöre auch dazu.

Wir machen gerne mal einen Blick auf die Deutsche Lebensweise um uns davon etwas abzuschneiden.
Positives wird gern bewundernd angenommen!

Zitat: Aber Du hast auch gesagt, dass Du mit 7 Jahren nach Deutschland gezogen bist und nun schon über 30 Jahre hier lebst. Wie kann man denn da noch von "fremd" sprechen?

Antwort: Meine deutschen Arbeitskollegen sagen mir Du bist doch schon längst kein Türke mehr, Du bist doch mehr Deutsch als Türke, Du sprichst ja besser Deutsch als manch ein Deutscher und weiter geschieht da nix?

Meine Nachbarn belassen es bei einer netten Plauderei auf der Straße.
Weiter geschieht da auch nix, weder in der Freizeit noch am Wochenende.

Zusätzlich erlebe ich hin und wieder mal auf Arbeit oder im Alltag die getarnte Form der Diskriminierung.

Emotional ist das auf Dauer eine ziemliche Belastung.

Ich werde sozusagen in die Arme der eigenen Landsleute geschoben weil mein Name beispielsweise Ali, Mustafa... ist.

Ich fühle mich halbherzig angenommen weshalb ich mich immer noch als Fremder fühle!

Das es selbst bei solchen wie mir nicht klappt will schon was heißen!
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Also ich denke das ganze gerät ein wenig aus dem Ruder u. nimmt ein weitläufiges Ausmaß an.
Alle Themen wollte ich hier nicht öffnen.

Wie schon fritztolia schrieb sollte das Integrationsgeschwätz erst einmal aufhören.

JoBuk wir diskutieren an einander vorbei.

Du führst mir immer wieder die traditionell gebundenen Türken vor Augen,
ich meine die Deutsch-Türken die mittlerweile das ganze mit den Traditionen über Bord geworfen haben.
Vieleicht habe ich das in meinem Betrag nicht deutlich rübergebracht, ich gehöre auch dazu.

Wir machen gerne mal einen Blick auf die Deutsche Lebensweise um uns davon etwas abzuschneiden.
Positives wird gern bewundernd angenommen!

Zitat: Aber Du hast auch gesagt, dass Du mit 7 Jahren nach Deutschland gezogen bist und nun schon über 30 Jahre hier lebst. Wie kann man denn da noch von "fremd" sprechen?

Antwort: Meine deutschen Arbeitskollegen sagen mir Du bist doch schon längst kein Türke mehr, Du bist doch mehr Deutsch als Türke, Du sprichst ja besser Deutsch als manch ein Deutscher und weiter geschieht da nix?

Meine Nachbarn belassen es bei einer netten Plauderei auf der Straße.
Weiter geschieht da auch nix, weder in der Freizeit noch am Wochenende.

Zusätzlich erlebe ich hin und wieder mal auf Arbeit oder im Alltag die getarnte Form der Diskriminierung.

Emotional ist das auf Dauer eine ziemliche Belastung.

Ich werde sozusagen in die Arme der eigenen Landsleute geschoben weil mein Name beispielsweise Ali, Mustafa... ist.

Ich fühle mich halbherzig angenommen weshalb ich mich immer noch als Fremder fühle!

Das es selbst bei solchen wie mir nicht klappt will schon was heißen!

Hm.
So hatte ich das nicht gesehen.
Ich hab tatsächlich an die Türken gedacht, die (aus verschiedenen Gründen) besonders ins Auge fallen. Diejenigen, die mit stolz geschwellter Brust vom Türkentum daherreden, davon überzeugt sind, dass ihr Sohn mal Anwalt oder Arzt wird, obwohl er sich grad auf der Hauptschule schlägert und deren Frau nach 30 Jahren Deutschland keinen ordentlichen Satz in der Landessprache zusammenbringt.

Leider ist es wohl tatsächlich so, dass Menschen wie Du dann schnell in der gleichen Schublade landen. Wahrscheinlich ist es auch besonders schwierig, wenn man auch noch südländisch aussieht oder einen besonders auffälligen Namen hat. Ich glaube aber, dass es nicht deswegen schwierig ist, weil "die Deutschen" es auf "die Türken" abgesehen haben. Es ist meiner Ansicht nach die Summe der Begegnung mit einzelnen Idioten, die auf Dauer frustriert.

So eine Diskussion trägt dann sicher auch nicht grad zu Deinem Wohlbefinden bei.
Ich klinke mich aus dem Thema aus. Ich lade Dich aber herzlich ein, mir eine PN zu schreiben. Evtl können wir ja so noch das ein oder andere Missverständnis klären.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Integration für Anfänger, ich verstehe :lol:

1. Falsch, solche Forderungen habe ich sogar schon hier im Forum gelesen. Ich meine, es wurde sogar schon vorgeschlagen, English oder Französisch in der Schule durch Türkisch zu ersetzen.
2. Na und? Und wenn in 10 Jahre eine riesige Flüchtlingswelle aus Arabien einsetzt, sollen die Deutschen sich dann mit der arabischen Kultur auseinandersetzen müssen?
3. Den Teil verstehe ich nicht richtig. Zumindest scheinst Du selbst keine Antwort zu geben. Warum genau müssen die Deutschen die Türken verstehen? Welcher Nachteil entsteht Fritz Meyer, wenn er seinen türkischen Nachbarn nicht versteht? Und welche Auswirkungen hat das auf seinen Kumpel Pedro aus Spanien? Nein nein, es sind die Türken, die verstehen müssen. Immerhin hängt davon die Zukunft ihrer Kinder ab. Fakt ist, wer sich nicht integriert, wird häufig wirtschaftlich erfolglos bleiben und ewig in einer Subkultur verharren.

1. Quatsch, es hieß; Türkisch als Fremdsprache, aber soll nicht ersetzt werden. Ausserhalb des Forums, habe ich noch nie gehört, das ein Türke verlangt, die Deutschen müssen Türkisch lernen. :lol:
2. Um es dann mal klarer auszudrücken, du hast Fragen, warum, weshalb wieso? Das ist schon ein Anfang, wo du den kulturellen Unterschied hinterfragst, um an Wissen zu gelangen. Wenn du als Beispiel, nur das gelesene wieder gibst, und die Türken diffamierst, dann entsteht ein Problem.
Fritz Meyer, hat keinen Nachteil, er dürfte aber auch nicht urteilen, wenn er seinen Nachbarn Ali nicht versteht bzw. fragt. Integration ist auf beiden Seiten gefordert. Und natürlich müssen Türken sich integrieren. Du willst mir doch nicht sagen, Türken und Deutsche sollen sich nicht näher kommen, es ist nicht zwingend, aber wäre vom Vorteil.



Kant hat praktisch sein ganzes Leben in Köngisberg verbracht und hatte kaum (?) Kontakt zu Türken. Trotzdem war er offensichtlich sehr gebildet. Nein Quatsch. Das war natürlich Unsinn. Ich glaube ich verstehe deinen Punkt. Ich habe sehr wohl Kontakt zu Türken - familiär und beruflich. Meine Eindrücke spiegeln sich in den Ergebnissen der Umfrage wieder. Ausserdem wird hier ja oft so lange abgestritten, bis man es in irgendeiner Form "beweisen" bzw. blegen kann.

Ich habe nicht gesagt, lesen würde nicht bilden. Mir musst du nichts beweisen.


Siehe meinen Beitrag unten. Daran ist natürlich gar nichts "fatal". Im Gegenteil, ich halte den Erwerb einer zweiten- oder sogar dritten Sprache für sehr wichtig. Wichtig ist aber auch, dass man mindestens eine dieser Sprachen sehr gut beherrscht. Am besten die Sprache des Landes, in dem man lebt. Solange die Türken aber auch in der dritten und vierten Generation behaupten, dass ihre Muttersprache Türkisch sei, werden sie regelmäßig in unserer Gesellschaft scheitern. Natürlich werden sie gleichzeitig auch immer lauter über böse Nazis, Rassismus und Benachteiligung klagen.

Da gebe ich dir natürlich recht, die Deutsche Sprache muss erlernt werden, wenn man hier lebt. Eigentlich behauptet die dritte u. vierte Generation, mehr oder weniger, ich kann kein Türkisch. Mich würde es wundern, wenn sie meinen würden, es ist meine Muttersprache.


Den ersten Teil mit dem Phänomen (ein mit den Sinnen wahrnehmbares Ereignis ist es nicht?) verstehe ich nicht.
Was die eigentlich Frage angeht .... vielleicht weil sie sich weigern hier "anzukommen"? Was ist denn das für ein befremdlicher Ansatz den Du da hast? Ich ziehe in ein Land, fühle mich hier aber nicht wohl und integriere mich nicht, weil die Mehrheitsgesellschaft mich nicht fragt, wie es bei mir in der Türkei so ist? Ich bin natürlich nicht sicher, aber ich glaube zu wissen, dass die Türken der ersten Generation zwar aktiv aufgefordert wurden nach Deutschland zu kommen, es wurde aber keiner gezwungen. Oder irre ich mich?

Zunächst einmal war nicht die Frage in dieser Form gestellt, und auch habe ich die Türkei als Land nicht erwähnt. Gefordert wird auch nicht das die Türken u. Deutschen Angelfreunde auf Zwang werden. Du missverstehst mich, es geht um soziale Kontakte. Als Beispiel; Was nützt es einem Türken, der sich einen Deutschen nähert und dieser wiederum sich distanziert, weil er Türke ist. Deine ironisch gestellte Frage, du wärst dir nicht sicher, ob die Türken gezwungen geworden sind nach Deutschland zu kommen, finde ich daneben.

Mit schlecht unter Kontrolle meine ich übrigens nicht nur die Lautstärke, sondern auch Agressivität, Auftreten und Verhalten gegenüber ihren Mitbürgern. Und doch, die türkischen Jugendlichen fallen dabei ganz besonders auf.
Das mit dem "nennen" hab ich auch wieder nicht verstanden.
Was die Unterschicht angeht ... vielleicht ist der Anteil der Unterschicht bei den TiD einfach überrepräsentiert?

Klar, wenn man seinen Foktus nur auf die Türken richtet, dann fällt etwas sehr schnell auf. Das hat was mit der Erziehung zu tun und ist nicht nationalabhängig. Unter Deutschen Jugendlichen, Italienern, Russen usw. sieht man es auch. Bei den Türken kann es hinzukommen, dass einige eine patriarchalische Erziehung genießen, Jungs die ihre Stärke beweisen müssen. Wiederum, könnte man meinen, dass der deutsch Jugendliche, durch den Materialismus der Eltern, mehr oder weniger allein auf sich gestellt ist und dadurch in der Gesellschaft unangenehm auffällt. Sehen wir es als allg. soziales Problem.

Mein Gewissen ist rein.
Ich kann dieses Gejammer einfach nicht mehr hören.

Ich kann dieses, von beiden Seiten, ewige gejammern auch nicht mehr hören.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Zusätzlich erlebe ich hin und wieder mal auf Arbeit oder im Alltag die getarnte Form der Diskriminierung.

Emotional ist das auf Dauer eine ziemliche Belastung.

Ich werde sozusagen in die Arme der eigenen Landsleute geschoben weil mein Name beispielsweise Ali, Mustafa... ist.

Ich fühle mich halbherzig angenommen weshalb ich mich immer noch als Fremder fühle!

Das es selbst bei solchen wie mir nicht klappt will schon was heißen!

Sehr gute Standortbestimmung. Davon müssen wir jetzt ausgehen statt zu analysieren, wer Schuld ist und so weiter.

Emotional zwischen den Welten. Das erlebe ich bei meinen Schülern täglich.
Was von deutscher Seite zu tun ist, scheint klar: Sämtliche Formen der
Diskriminierung vermeiden und.....das ist nicht leicht. Sollte die türkische Seite auch versuchen, türkische Beleidigungen unterlassen. Das ist auch nicht immer leicht.
Auf rationaler Ebene ist wohl nicht mehr möglich. Jetzt kommt die emotionale Ebene - eigentlich die wichtigere. Nun darüber kann man ja nicht viel sagen oder schreiben !
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Momentmal.

Ich glaube ihr habt mich missverstanden.

Ich sagte, ich kann ihn gut verstehen.

Ich sagte aber auch, dass ich ihn für eine Ausnahme halte.
 
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