Ist die Republik Türkei mittelbar bedroht?

Mendelssohn

Well-Known Member
Isreal tötet Moslems. Warum soll da bitte die Türkei für so ein Land sein, das wäre doch Doppelmoral.
Das verstehe ich jetzt nicht. Noch ist die Türkei laizistisch, auch wenn die AKP bis vor kurzem noch glaubte, daß dies verhandelbar sei. Die Islamkarte wird neuerdings in der Türkei nicht einmal mehr seites der AKP gezogen. Welche Brut sich die AKP da herangezüchtet hat, haben ja die letzten Anschläge gezeigt. Es ist die Zeit der leisen Töne und der Annäherung an die EU. Da paßt doch die Annäherung an Israel ganz gut ins Bild.
 

Hanni Heini

Well-Known Member
Mir ist es immer suspekt, wenn führende US-Politiker, die damals schon unter Bush "Mist verzapft" haben,
sich immernoch wie selbstverstaendlich in der Welt bewegen und den grossen "Zampano" geben.
Dass diese Leute noch nicht abgetreten sind, ist für mich ein Zeichen, dass die USA so weitermachen wird wie bisher und kein ernsthaftes İnteresse daran besteht irgendeinen Konflikt zu schlichten, geschweigedenn zu beenden -
İm Gegenteil, man geht daran, die vielleicht "USA kritischen" Laender gefügig zu machen.
İch kann diese ganzen Spinner nicht mehr sehen - wenn sie Unheil anrichten wollen - dann auf "ihrem" Kontinent...
 

Bender

Well-Known Member
Moslems töten doch auch Juden und auch laufend Moslems, sich darüber aufzuregen wäre doch erst recht Doppekmoral.

Auch wenn es als Seitenhieb gegen die türkische Regierung gedacht war, meinte es Beren glaube ich anders.
Ist es eigentlich auch Doppelmoral, wenn Israelis die Muslime in abgesperrten Bezirken hält (Ghettoisierung) und sie währenddessen beraubt (Landnahme)?
 

Mendelssohn

Well-Known Member
Auch wenn es als Seitenhieb gegen die türkische Regierung gedacht war, meinte es Beren glaube ich anders.
Ist es eigentlich auch Doppelmoral, wenn Israelis die Muslime in abgesperrten Bezirken hält (Ghettoisierung) und sie währenddessen beraubt (Landnahme)?
Für mich besteht die israelische Doppelmoral darin, daß die gleichen korrupten Kräfte, die an der Siedlungspolitik massiv verdienen, darüber entscheiden, ob weiter auf nicht-isralischem Boden gesiedelt wird. D. h. Obgleich gerade jetzt wieder ein ehemaliger Spitzenpolitiker wegen Korruption im Baugewerbe seine verkürzte Haftstrafe antritt, wir weiter so gemacht mit der Hilfe dutzender orhodoxer und rechtsradikaler Parteien, die jede für sich absolut unbedeutend ist.
Insofern sehe ich kein großes Problem, sich der türkischen Regierung anzunähern (so weit entfernt war man eigentlich nie). Auf dieser Ebene, also auf der Ebene des "Geschäfts", werden sich die türkische und israelische Regierung gut verstehen.
 

NeoAslan+

Well-Known Member
Mir ist es immer suspekt, wenn führende US-Politiker, die damals schon unter Bush "Mist verzapft" haben,
sich immernoch wie selbstverstaendlich in der Welt bewegen und den grossen "Zampano" geben.
Dass diese Leute noch nicht abgetreten sind, ist für mich ein Zeichen, dass die USA so weitermachen wird wie bisher und kein ernsthaftes İnteresse daran besteht irgendeinen Konflikt zu schlichten, geschweigedenn zu beenden -
İm Gegenteil, man geht daran, die vielleicht "USA kritischen" Laender gefügig zu machen.
İch kann diese ganzen Spinner nicht mehr sehen - wenn sie Unheil anrichten wollen - dann auf "ihrem" Kontinent...
Ich kann deine Haltung dazu in gewisser Weise nachvollziehen, ich bin aber nicht unbedingt der Meinung, dass es sachdienlich ist und den Realitäten des 22. Jahrhunderts gerecht wird.
Nun ist es aber in dieser Angelegenheit und gegenwärtig tatsächlich so, dass es nicht mehr viele Optionen gibt, wenn man die "Situation" betrachtet.
Die Konflikte sind schon vorhanden und es vieles geschehen, dass irgendwie reguliert werden muss.
Schadensbegrenzung und -vermeidung kann aus Sicht der Türkei nur noch durch Initiative erreicht werden. Man ist schon zu lange in der Defensive und es kann auch nicht darauf spekuliert werden, dass sich die Interessengruppen und Aggressoren eines "Besseren" besinnen.
Und das mit dem "Kontinent" ;) ...GPS

Mal schauen was die "peacetalks" bringen.
 

NeoAslan+

Well-Known Member
Türkische Armee tötet fünf IS-Kämpfer an der Grenze zu Syrien

Istanbul (AFP) Die türkische Armee hat nach Medienberichten bei einem Schusswechsel mit Kämpfern des Islamischen Staates (IS) an der Grenze zu Syrien fünf Dschihadisten getötet. Die IS-Mitglieder hätten von einem Pickup-Fahrzeug vom syrischen Staatsgebiet aus das Feuer auf Soldaten auf der türkischen Seite der Grenze bei Karkamis am Euphrat eröffnet, berichtete die Zeitung "Hürriyet" am Freitag. Türkische Panzer und Artillerie hätten das Feuer erwidert.

Quelle: http://www.zeit.de/news/2016-01/29/...-is-kaempfer-an-der-grenze-zu-syrien-29115804

Es wird wohl etwas anstrengender für die Türkei eine dauerhafte Befriedung in der Region zu schaffen.
 

NeoAslan+

Well-Known Member
Auch im Irak ist die Situation insgesamt bisweilen nicht so befriedigend für türkische Truppen.
Ein kleiner "Bericht" vom 08.01.2016




Kampf gegen den Terror:
Türkische Truppen wehren IS-Angriff auf Lager im Irak ab

"Türkische Truppen haben einen Angriff der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf ein Militärlager im Nordirak abgewehrt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sprach von 18 getöteten IS-Kämpfern bei dem Angriff auf das Ausbildungscamp von Baschika bei Mossul. Kein türkischer Soldat sei verletzt oder getötet worden.

Während die Regierung der autonomen Region Kurdistan die Stationierung der türkischen Truppen im Irak unterstützt, hatte die Zentralregierung in Bagdad gegen die Verlegung von rund 150 türkischen Soldaten und mindestens 20 Panzern protestiert. Ankara zog daraufhin im Dezember einen Teil der Truppen aus dem Lager ab. Nun verteidigte Präsident Erdogan jedoch erneut den türkischen Einsatz im Nordirak. Er sei vom internationalen Recht gedeckt"...


Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausla...sche-truppen-wehren-angriff-ab-a-1071115.html
 
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