Jerusalem

Dieses Thema im Forum "Politik- und Geschichtsforum" wurde erstellt von Mendelssohn, 7 Dezember 2017.

  1. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Trumps neuer "Friedensplan" für Palästina sieht erheblich Zugewinne für Israel im fruchtbaren Jordantal vor sowie Jerusalem als Hauptstadt Israels. Kein Wunder, dass kein Verteter der palästinensischen Autonomiebehörde bei den Beratungen zum neuen Kriegsplan dabei war. Europa und Putin seien sehr skeptisch, heißt es seitens dpa. Die Araber Palästinas gehen auf die Straße, zu Recht. Verarschen können sie sich allein.
    Es wird Zeit, dass Trump geht.
    Der Zeitpunkt, 75 Jahre Auschwitz, ist natürlich klug gewählt. Indirekt wird uns seitens der spin-tanks erzählt, dass wir Auschwitz nur verhindern können, wenn ganz Palästina israelisch wird.
    Zweitstaaten-Lösung, Mr. Trump, geht anders. Zwei Staaten heißt zwei überlebensfähige Staaten. Das sollte die europäische Doktrin sein. Dies würde auch zur Sicherheit Israels (bundesrepublikanischer Grundkonsens) in hohem Maße beitragen.
     
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  2. alterali
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    alterali Well-Known Member

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    Eine Schande für die USA und die europäischen Vasallen.
     
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  3. univers
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    univers Well-Known Member

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    also ein 2.?
    ist ja furchtbar, schon so zu denken, denn es legitimiert den Holocaust.
    Aber was oder wer ist , bitte;
    Quelle
    o_O:)

    Soweit ich mich in dem "Friedensplan" durchgelesen habe, soll Jerusalem Hauptstadt Israels werden und zugleich die der Palästinenser und
    so ist es nicht, wenn man den deutschen Medien glauben sollt, wonach mit Ausnahme der Briten, die es "zurückhaltend" zur Kenntnis genommen haben sollen, die europäischen Staaten ablehnend gegenüber stünden, also die Vasalen.
     
  4. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    @univers Spin-Tanks dürfte ein Wortspiel sein aus spin-doctors und think-tanks. Letzteres sind „Denkfabriken“, Institute, Stiftungen; ersteres Reklamefritzen, die bestimmten politischen Vorhaben bzw. einer Politik einen „spin“ verpassen, einen „Dreh“.
     
  5. univers
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    univers Well-Known Member

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    liest sich plausibel an, aber "dürfte"?
    Dann warte ich eher auf Mendelssohn Reaktion;)
     
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  6. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Vor einem nächsten Völkermord haben die Juden in der Tat Angst. Israel als Staat der Juden wurde gegründet, damit es mehr Sicherheit für die Juden aus aller Welt gibt. Ein Zuhause.
    es instrumentalisiert den Holocaust.
    Alu hat es ganz gut erklärt: Ideologiefabriken.

    Jerusalem liegt eigentlich auf arabischem Gebiet. Es gibt überhaupt keinen Grund, die Hauptstadt Tel Aviv aufzugeben, genausowenig wie Ramallah als Hauptstadt des arabischen Staats in Palästina. Jerusalem kann kulturelles Zentrum der drei monotheistischen Religionen bleiben.

    Das ist richtig. Die Europäer sind nicht convinced. Die Briten müssen natürlich abwarten und dürfen es sich nicht mit Trump verscherzen. Er hat ihnen ja eine grandiose Zukunft nach dem Brexit versprochen.
     
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  7. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Die Europäer würde ich an dieser Stelle rauslassen.
    Wir müssen die Frage stellen, ob Trump den Plan in Auftrag gegeben hat oder die Israelis. In Sachen Jordantal sieht es mir nach Israel aus, Jerusalem scheint dagegen eine von Trumps fixen Ideen zu sein.
    Der Punkt ist: Israel platzt aus allen Nähten. Das arabische Palästina auch, wo die Geburtsraten noch höher sind. D. h. die Menschen sind da, und da man sie nicht wegputzen kann und darf, muss eine Lösung für die Menschen gefunden werden: zwei Staaten im absoluten Waffenstillstand und normalen Grenzen, die im wirtschaftlichen und kulturellen Austausch stehen. So wie NRW und die Niederlande oder Schleswig Holstein und Dänemark. Im weiteren Verlauf wäre dann sogar ein Friedensabkommen möglich.
     
  8. Mendelssohn
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    Mendelssohn Well-Known Member

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    Hier die Position der christlichen Kirchen in Jerusalem zu Trumps "Friedensplan":

    Mit diplomatischen Worten haben die Patriarchen und Kirchenführer Jerusalems Donald Trumps "Nahost-Deal" kritisiert. Der Plan des US-Präsidenten sei "in Gegenwart der Israelis und in Abwesenheit der Palästinenser" angekündigt worden, halten die 13 Kirchenführer in einer am Donnerstagabend in Jerusalem veröffentlichten Erklärung fest. ...Bereits 2017 habe man in einer Erklärung an Trump betont, dass Jerusalem für Palästinenser und Israelis sowie für die drei monotheistischen Religionen offen und geteilt sein solle. Oberster Hüter der Heiligen Stätten sei das jordanische Königshaus.

    https://www.domradio.de/themen/kirc...-offen-kirchenfuehrer-aus-jerusalem-zu-trumps

    Erdogan kritisiert die arabischen Unterstützer von Trumps Plan als Verräter Jerusalems und der Menschheit.
    https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-01/nahost-plan-recep-tayyip-erdogan-donald-trump-israel
     
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