Alubehütet
Well-Known Member
Klare Kampfansage an die UNRWA. Ich hoffe, er hält das durch, und die EU fällt ihm nicht wider in den Rücken, wie schon so oft.und die palästinensische Gesellschaft entradikalisiert werden
Klare Kampfansage an die UNRWA. Ich hoffe, er hält das durch, und die EU fällt ihm nicht wider in den Rücken, wie schon so oft.und die palästinensische Gesellschaft entradikalisiert werden
Aber auf dem Weg zu einer gelenkten Demokratie. Was ist, wenn das Parlament das Urteil mehrheitlich ablehnt? Da muß wohl tatsächlich eine Rechtslücke sein.Israel ist halt keine Diktatur
Die Opposition hat kundgetan sie steht hinter dem Urteil. Sag mir welche Rechtslücke?Aber auf dem Weg zu einer gelenkten Demokratie. Was ist, wenn das Parlament das Urteil mehrheitlich ablehnt? Da muß wohl tatsächlich eine Rechtslücke sein.
@EnRetard Mit der Kritik hatte ich zum einem Fischers Kolumne schon im Sinn. Du warst da noch sehr begeistert:Meisterhafte Rede, must have seen jedenfalls. Rede der Stunde, Verdacht auf historisch. Nicht, daß es nichts zu benörgeln gäbe, auch massiv zu kritisieren, Wichtiges ist ihm bei allem Fleiß des Zusammentragens und Aus- und Abwägens dann doch entgangen. Ist aber doch nur Fußnote. Aber ganz, ganz großes Stück, und überaus wichtig – Eigentlich Aufgabe nicht von Ministern, sondern Staatsmännern, eines Kanzlers oder Bundespräsidenten, und insofern Blamage für diese.
Dann kam von Dir, und sehr zu Recht auchUnbedingt ja! Super Bewerbungsrede für das Amt des Bundespräsidenten! Jede*r soll das tun, was er oder sie am besten kann.
Allen von Habecks Rede Geflashten empfehle ich den Kommentar vom Spiegel-Kolumnisten Thomas Fischer, Ex-Richter am Bundesgerichtshof. Er zerfetzt den Leitsatz der Rede: Die hier lebenden Muslime haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt – zurecht. Wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingelöst werden. Und das gleiche müssen sie jetzt einlösen, wenn Jüdinnen und Juden angegriffen werden. Sie müssen sich klipp und klar vom Antisemitismus distanzieren, um nicht ihren eigenen Anspruch auf Toleranz zu unterlaufen. aus rechtlicher Perspektive. Er zieht daraus am Ende folgenden Schluss:
"Der Ansatz des Ministers zur rhetorischen Verteilung, Zubilligung und Verwirkung von Ansprüchen auf Schutz und Toleranz erweist sich als stinknormale Variante des moralverbrämten Rassismus".
Das hier noch einmal, mein zweiter großer Kritikpunkt, denn das hat mir wirklich gefehlt, nicht nur bei Habeck. Genau so, wie der Konflikt Rußlands nicht nur einer mit der Ukraine ist, sondern gegen den gesamten gottlosen, hedonistischen, dekadenten, sündhaften Westen, so ist auch der der Islamisten keiner nur mit Israel:Das meinte ich mit „die Fehler drinne“. Habe ihn auch gelesen, und dachte mir ein Öha!
Es ist ein Makel in der Rede Habecks. Letztlich aber juristische Korinthenausscheiderei. Richtig ist doch: Unter dem selben Schirm und Schutz, unter dem Muslime stehen und ihre Gotteshäuser, stehen auch die Juden hierzulande. Und so, wie wir und auch die Juden vorgehen gegen jeden, der Mollies auf Moscheen wirft, sollten sich allen voran die Islamverbände solidarisch auch mit den Juden und ihren Synagogen, Friedhöfen usw. erklären. Tun sie aber gar nicht oder sehr sehr halbherzig bis hin zu unendlich verlogen wie die DITIB NRW. Formaljuristisch bleibt korrekt, daß sie damit unseren Schutz nicht verwirken, das Junktim, das Habeck aufmacht, ist falsch. Aber moralisch hätte man weitaus mehr erwartet. Die Muslime müssen sich ja nicht gleich solidarisch erklären mit dem Staat Israel, geschweige denn, einverstanden mit dessen gegenwärtiger Politik. Aber doch mit jedem im unseren Land von Fremden- und Religionsfeindlichkeit Betroffenen.Interessanterweise habe ich das, was ich zu bemängeln habe, nirgendwo gelesen.
Der Angriff insbesondere auf das Nova-Festival war zuerst, aber nicht nur ein Angriff auf den Staat Israel, auf die Juden.
Es war ein Angriff auf uns alle. Auf unsere Art, zu leben, unsere Art, frei zu sein, auch, zu feiern, ein paar Tage mal hemmungslos dem Hedonismus zu fröhnen. Unsere Jugend zu zelebrieren, unsere schönen Körper zu inszenieren. Ja, auch außereheliche Liebe, flüchtigen Sex, auch homosexuellen mit inbegriffen. Der Antisemitismus bedroht die Juden zuerst, aber hört damit nicht auf. Sie sind stellvertretend für den ganzen in den Augen der Islamisten (wie überhaupt auch der christlichen Fundamentalisten) verkommenen, verdorbenen Westen.
Wo man das kapiert hat, ist übrigens in der Ukraine. Ronzheimer hat da einen sehr interessanten Podcast mit Klitschko drüber gemacht. Er sei sich beinahe schuldig vorgekommen, am 7. Oktober die Ukraine Hals über Kopf zu verlassen, sie gerate jetzt in den Schatten des Krieges in Israel. Nun ja, meinte Klitschko, aber Freunde und Feinde der Freien Welt sortierten sich jetzt klarer, machten sich kenntlicher.
Dann lesen wir noch mal:Nur zur Erinnerung: Hier die Rede im Wortlaut.
Bis hierhin nix zu meckern.Das Ausmaß [des Antisemitismus] bei den islamistischen Demonstrationen in Berlin und weiteren Städten Deutschlands ist inakzeptabel und braucht eine harte politische Antwort. Es braucht diese auch von den muslimischen Verbänden. Einige haben sich klar von den Taten der Hamas und vom Antisemitismus distanziert, haben das Gespräch gesucht. Aber nicht alle, und manche zu zögerlich und ich finde, insgesamt zu wenige.
Wie gesagt, formaljuristisch falsch. Da waren seine Korrekturleser so ergötzt vom Meister, daß sie ihm das haben durchgehen lassen. Moralisch, menschlich hätte man durchaus mehr erwarten können.Die hier lebenden Muslime haben Anspruch auf Schutz vor rechtsextremer Gewalt - zu Recht. Wenn sie angegriffen werden, muss dieser Anspruch eingelöst werden und das gleiche müssen sie jetzt einlösen, wenn Jüdinnen und Juden angegriffen werden. Sie müssen sich klipp und klar von Antisemitismus distanzieren, um nicht ihren eigenen Anspruch auf Toleranz zu unterlaufen. Für religiöse Intoleranz ist in Deutschland kein Platz. Wer hier lebt, lebt hier nach den Regeln dieses Landes. Und wer hierherkommt, muss wissen, dass das so ist und so auch durchgesetzt werden wird.