Kinder von heute

AW: Kinder von heute

klar sind liebe und verständnis wichtige punkte, aber die kinder müssen auch lernen das es einfach bei eltern grenzen gibt.
ich hätte mir früher manche dinge bei meinen eltern erst gar nicht gewagt, da war einfach der respekt da.
ja klar, berufstätige haben halt nicht so viel zeit für kinder. wird auch viel lieber dann mal nach mac donalds gefahren als mal selber mit den kindern einen kuchen backen oder pfannkucheteig selber machen u richtig in der küche rumsauen und einfach nur spass haben.
sehr viel wird mit geld ausgeglichen und das ist einfach nur schade.
 
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ich hätte mir früher manche dinge bei meinen eltern erst gar nicht gewagt, da war einfach der respekt da.

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Respekt ? Es war doch auf jeden Fall auch einfach Angst dabei. Respekt hat man vor den Leuten, die man Ernst nimmt und wo man das Gefühl hat , sie nehmen einen auch Ernst. Respekt kann man nicht erzwingen, im Gegenteil. Ich höre von Kolleginnen immer wieder:" Die Schüler haben heute keinen Respekt mehr." Ich sage dann oft, was sehr zu meine Beliebtheit beiträgt:" Deine Schüler haben keinen Respekt vor DIR, weil du keinen vor ihnen hast." Das ist aber alles schon immer so gewesen, außer dass die Schüler früher einfach mehr Angst hatten und die Lehrer meinten, sie hätten Respekt. Wenn mich aber jemand ohne Angst vor Strafe respektiert, dann finde ich, ist das viel mehr Wert.
 
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@ fritz

dat sach ich auch immer:
" Du bist der ältere und willst von den jüngeren respekt, dann sei so erwachsen und bringe ihnen den respekt bei und zolle ihnen auch respekt!"

" erwarte nichts, was du selber nicht erbringen kannst!"
 
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" erwarte nichts, was du selber nicht erbringen kannst!"[/QUOTE]

Das is 110%ig richtig !!!!!!
Wär doch so einfach, aber geht in viele Köppe einfach nicht rein.
 
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Ja, ich glaube auch das die Kinder von heute ganz anders sind. Aber es ist doch die gesamte Menschheit die anders geworden ist. Jeder zweite rennt doch heutzutage zum Psychologen. Man fragt sich, sind die Menschen heutzutage kranker geworden als früher oder liegt es heute einfach daran das die Menschen nichts mehr abkönnen, oder haben sie einfach keine wirklichen Probleme mehr und deshalb haben sie psychische Probleme?

Das geht mir durch den Kopf. Die Kinder sind anders, keine Frage, in erster Linie gebe ich eine Schuld den Medien wie Internet, Fernsehen etc. Kinder lesen heutzutage kaum noch Bücher, gehen kaum noch raus und toben sich da aus wie früher, was das seelische Gleichgewicht mit sich gebracht hat. Heute sitzen sie vor PCs und müssen schon in der Grundschule englisch lernen. Auf der einen Seite vielleicht eine Überforderung der kleinen Seelen, ihnen zu wenig Zeit und Raum zu geben wirklich Kind sein zu dürfen?

Ich durfte Kind sein, im Dreck spielen und mit zerfetzen Hosen nach Hause kommen, Bratäpfel am Stiel im Lagerfeuer braten aber heute ist das oft nicht mehr so. Leider. ich habe eine Bekannte die läßt ihr Kind kaum raus weil sie Angst hätte es könnte sich dreckig machen. Das Mädchen geht noch nicht mal in die Schule. Ist das nicht schlimm?

Auf der anderen Seite finde ich das die Kinder manchmal etwas mehr Strenge in der Erziehung gebrauchen könnten. Eltern von heute akzeptieren zuviel, bringen den Kindern oft das Prinzip Geben und Nehmen nicht richtig bei und weisen nicht eindeutig in die Schranken. ich finde das ist zumindest insbesondere bei deutschen Eltern der Fall. Türkische Eltern sind da meines Erachtens nach etwas resoluter, was, wie ich finde, nicht immer das schlechteste ist.

Insgesamt gesehen finde ich sogar das die türkischen Kinder oft besser erzogen sind wie die Deutschen. Sie können mit dem Begriff Respekt gegenüber Erwachsenen jedenfalls eher etwas anfangen und vielleicht sind sie manchmal etwas temperamentvoller aber man kann sie auch einfacher in ihre Grenzen weisen...
 
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Insgesamt gesehen finde ich sogar das die türkischen Kinder oft besser erzogen sind wie die Deutschen. Sie können mit dem Begriff Respekt gegenüber Erwachsenen jedenfalls eher etwas anfangen und vielleicht sind sie manchmal etwas temperamentvoller aber man kann sie auch einfacher in ihre Grenzen weisen...

Das muss ich aus meiner Erfahrung in der Schule 100%ig bestätigen.
 
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Das ist ja ganz schön pauschal- ist aber auch nicht persönlich gemeint, pardon- viele denken so"die gute alte Zeit". Es sind meines Erachtens 2 Dinge NICHT "in die Hose gegangen": Die Freiheit der Selbstverwirklichung und die Multi-Kulti Gesellschaft. Das sind 2 Erfolgsmodelle für mich. Welche Werte hat meine Generation (immer 68er genannt) denn über Bord geworfen? Den aus der Nazizeit übernommen Härtebegriff vom "anständigen Deutschen" ,die Hörigkeit gegenüber jeglicher Obrigkeit, die Angst. Wir hatten vor unseren Lehrern Angst, nichts weiter, heute haben die Schüler viel öfter(nicht immer) Respekt, weil ich Respekt vor ihnen habe. Die Migranten und ihre Kultur bereichern unser Wertesystem erheblich, wo soll da was versagt haben. Die Integrationsbemühungen der letzten 30 Jahre waren ein Misserfolg, weil Deutschland zu wenig auf die Türken eingegangen ist. Und die Hauptschüler vor 40 Jahren konnten zB kein Englisch, und rechnen und schreiben können sie heute auch, dazu können sie mit Computern umgehen , sei doch nicht so pessimistisch!!! popcorn


Leider komme ich erst jetzt zum antworten. So ein paar Tage ohne Computer sind sehr schön. Ich kann es nur jedem empfehlen.

Du hast natürlich Recht, wir müssen nicht einer Meinung sein. Daher möchte ich Dir auch bezüglich der zwei genannten "Erfolgsmodelle" widersprechen.

Die Multi-Kulti Gesellschaft ist ganz klar gescheitert. Nun gut, wir leben natürlich heute in einem Land mit einer deutlich größeren kulturellen Vielfalt aber ist es denn wirklich eine Gesellschaft, in dem sich die Kulturen in einem ständigen Austausch stehen und sich gegenseitig bereichern? Ich denke nicht. Insbesondere in Ballungsräumen handelt es sich doch wohl eher um ein Nebeneinander, als um ein Miteinander. Stereotypes Beispiel sind die 50jährigen Türkinenn, die seit 30 Jahren hier leben und kein Deutsch sprechen. Darüber hinaus gibt es aber natürlich noch viele andere Beispiele. Multikultur hört normalerweise am Kochtopf auf und eigentlich kann es den Menschen auch niemand verübeln. Warum es soweit gekommen ist? Das sollte wohl gesondert besprochen werden ...

Tja, und dann die ewige Werte Diskussion. Das Argument "Nazi-Werte" wird dabei natürlich immer wieder genannt, obwohl es natürlich völlig falsch ist.
Ihr seit die Kinder einer konservativen Generation, ganz ohne Zweifel. Aber das was von euch als innovative Ideen eurer Generation gepriesen wird - von der sozialistisch-solidarischen Gesellschaft, über die Freikörperkultur, Vegetarismus, Antikapitalismus usw. - das waren doch damals schon alles alte Hüte. Das sind doch zum großen Teil die Ideen der Generationen vor euch - unterdrückt und unterbrochen durch die Nazis aber eben schon lange vorhanden. Die Form der Umsetzung, die rücksichtslose Radikalität, die Verachtung aller Ideen und Ideale, die nicht in euer politisches Bild passten, dass ist der Unterschied zu den Vorkriegsgenerationen.

Ihr seit die erste Generation, die im Wohlstand aufgewachsen ist. Ihr seit auch die vorläufig letzte Generation, die im Wohlstand alt werden wird.
Eure Hinterlassenschaft ist die heutige Gesellschaft, die ganz wesentlich von euch geprägt und geschaffen wurde. Viele haben sich mit entwickelt und haben nicht wenig von dieser neuen Gesellschaft profitiert.
Gefällt dir etwa das Ergebnis?

Um beim Beispiel Schule zu bleiben ... natürlich waren die Lehrer damals strenger. Aber fragt man die Schüler, bei welchen Lehrer sie am besten lernen können, kommt immer die gleiche Antwort: "Streng aber gerecht".

Oder nimm die Idee der Gesamtschulen - gescheitert. Das Ergebnis sind fabrikartige Massenschulen mit niedrigem Niveau. Ein entwerteter Hauptschulabschluss und das Abitur für Schüler die ganz offensichtlich nicht hochschultauglich sind.
Da lob ich mir das bayrische System von fördern UND fordern.

Was den Respekt angeht ... Respekt bekommt man nicht, weil man ihn gibt ... Natürlich muss ein guter Lehrer auch Respekt gegenüber den Kindern zeigen aber ... Respekt verdient man sich. Im Falle des Lehrers durch die richtige Mischung aus Menschlichkeit, Strenge und Vorbildlichkeit.

Ich fürchte, wir werden wirklich auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. :wink:
 
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es ist eine total andere zeit.
vielleicht um einiges besser aber auf jeden fall nicht mehr so familiär wie früher.
da stimme ich voll und ganz zu. Jetzt sollten wir aber mal das Famileinleben unserer Migranten anschauen! Ist da nicht vieles so, wie wir es früher hatten und für wünschenswert halten: Autorität des Vaters (ein NEIN bleibt ein NEIN),
es wird gemeinsam gegessen, die Mütter sind deutlich seltener berufstätig und immer für die Kinder da....
Ich denke, wir können da in Punkto Familienleben und Respekt vor den Eltern absolut etwas lernen.[/QUOTE]

Ist das nicht das, was die 68er so strikt bekämpft haben?
Das war ironisch gemeint, oder?
 
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ich hätte mir früher manche dinge bei meinen eltern erst gar nicht gewagt, da war einfach der respekt da.

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Respekt ? Es war doch auf jeden Fall auch einfach Angst dabei. Respekt hat man vor den Leuten, die man Ernst nimmt und wo man das Gefühl hat , sie nehmen einen auch Ernst. Respekt kann man nicht erzwingen, im Gegenteil. Ich höre von Kolleginnen immer wieder:" Die Schüler haben heute keinen Respekt mehr." Ich sage dann oft, was sehr zu meine Beliebtheit beiträgt:" Deine Schüler haben keinen Respekt vor DIR, weil du keinen vor ihnen hast." Das ist aber alles schon immer so gewesen, außer dass die Schüler früher einfach mehr Angst hatten und die Lehrer meinten, sie hätten Respekt. Wenn mich aber jemand ohne Angst vor Strafe respektiert, dann finde ich, ist das viel mehr Wert.

Natürlich ist da etwas drann ... es bedeutet doch aber auch, dass Du einen Unterricht ohne Strafen und Sanktionen halten musst, oder?

Willst Du sagen, dass Du nach 30 Jahren Schuldienst immer Schüler hattest, die dich respektierten?
Das glaube ich nicht. Das wäre ja im wahrsten Sinne "unmenschlich".
 
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Natürlich ist da etwas drann ... es bedeutet doch aber auch, dass Du einen Unterricht ohne Strafen und Sanktionen halten musst, oder?

Willst Du sagen, dass Du nach 30 Jahren Schuldienst immer Schüler hattest, die dich respektierten?
Das glaube ich nicht. Das wäre ja im wahrsten Sinne "unmenschlich".


das halte ich auch für ziemlich unwahrscheinlich. ich bin zwar keine lehrerin arbeite aber auch an einer schule. es gibt immer schüler, die niemanden respektieren. da kann er ihnen noch so wohl gesonnen sein und sich die größte mühe geben.
 
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