Meinungsfreiheit: Gericht erlaubt Leugnung von Völkermord an Armeniern

Lynx72

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24 April 2011
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Die Begründung, der Völkermord an den Armeniern sei historisch umstritten, und deshalb falle die Leugnung unter freie Meinungsäußerung, finde ich bemerkenswert. Er ist nur deshalb umstritten, weil der weitaus größte Teil der türkischen Öffentlichkeit und Gelehrsamkeit ihn abstreitet.

Gleichzeitig bleibt die Leugnung des Holocaust aber verboten, weil historisch verbürgt. Man stelle sich mal vor, Deutschland oder Österreich stritten den Holocaust im selben Maße ab, wie in der Türkei der Völkermord an den Armeniern abgestritten wird.

Dann müsste das Gericht die Leugnung des Holocaust erlauben.
 
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Bender

Well-Known Member
13 Januar 2013
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Die Begründung, der Völkermord an den Armeniern sei historisch umstritten, und deshalb falle die Leugnung unter freie Meinungsäußerung, finde ich bemerkenswert. Er ist nur deshalb umstritten, weil der weitaus größte Teil der türkischen Öffentlichkeit und Gelehrsamkeit ihn abstreitet.

Gleichzeitig bleibt die Leugnung des Holocaust aber verboten, weil historisch verbürgt. Man stelle sich mal vor, Deutschland oder Österreich stritten den Holocaust im selben Maße ab, wie in der Türkei der Völkermord an den Armeniern abgestritten wird.

Dann müsste das Gericht die Leugnung des Holocaust erlauben.


Natürlich ist das unterschiedlich zu bewerten und abhängig von der Definition.
Und natürlich bestreitet niemand ein Massaker an den Armeniern, sowie auch umgekehrt.
(Nenn es von mir aus auch Völkermord, nur erweckt das die Toten auch nicht wieder)
Nur steht die Frage, ob es ein organisiertes und systematisches Töten nach staatlicher Anordnung war oder nicht, wofür es aber bis heute keine Belege gibt.
 

Feryha

Well-Known Member
12 Juni 2010
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Ich finde die Definition ist Wortklauberei,wurden doch Menschen ermordet.Was ist die Intention dabei frag ich mich?Ein Entgegenkommen der EU ,damit die Türkei wie vereinbart Flüchtlinge zurücknimmt-dafür wird dann im hier und jetzt die Historie neu bewertet?Was wohl die Armenier dazu sagen werden,deren Vorfahren umkamen?
 

hohesT

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18 Juni 2012
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Veröffentlicht am 13.12.2013 Relativiert..

Wird der Genozid relativiert?

Armenien und die Türkei wollen eine Historikerkommission zu den Massakern 1915-1917 berufen. Exil-Armenier laufen dagegen Sturm.

Am 10. Oktober unterzeichneten Armenien und die Türkei zwei Vereinbarungen zur Normalisierung ihrer Beziehungen. Das Ergebnis ist ein Aufschrei des Entsetzens in der armenischen Diaspora. Weltweit demonstrieren und protestieren Armenier, nicht so sehr, weil die Grenzen geöffnet werden sollen, was nur gut sein kann für Armeniens Wirtschaft, und auch nicht, weil beide Länder Botschafter austauschen wollen. Was die Diaspora mit Abscheu erfüllt, ist ein Detail, das in westlichen Medien bislang kaum zur Sprache kam: Eine internationale Historikerkommission soll die Wahrheit über den Genozid an der armenischen Bevölkerung des Osmanischen Reiches 1915-17 untersuchen.
http://www.welt.de/welt_print/kultur/article4826274/Wird-der-Genozid-relativiert.html
Egal.

Der Bundestag gibt Manipulationen zu

Der Deutsche Bundestag zieht auch seinen Schluss. In der Antwort auf die Kleine Anfrage der Linken bekennt er, dass „die von Johannes Lepsius 1919 herausgegebene Aktenpublikation ‚Deutschland und Armenien 1914-1918’ als manipuliert gilt“ und reagiert, indem das Geld auch dafür eingesetzt werden soll, dass sich das Lepsius-Haus „mit Johannes Lepsius kritisch befasst“.
Egal.

Bewertung durch die Staatengemeinschaft

Seit 1965 haben 22 Staaten die durch den osmanischen Staat begangenen Deportationen und Massaker der Jahre 1915–1917 offiziell als Genozid entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt (u. a. Argentinien, Belgien, Griechenland, Italien, Kanada, Libanon, die Niederlande, Russland, Schweden,[151] die Schweiz, die Slowakei, Uruguay und Zypern).[152][153][154][155] Andere Staaten (so auchIsrael,[156] Dänemark, Bulgarien,[157] Georgien und Aserbaidschan) hingegen sprechen offiziell nicht von Völkermord.[158][159][160] Die Regierung des Vereinigten Königreichs verurteilte die Verbrechen, sah aber die Kriterien für eine Einstufung als Völkermord gemäß der UN-Völkermordkonvention als nicht gegeben an.[161] Völkermord an den Armeniern
Hiermit leugne ich, dass es einen systematischen Völkermord an den Armeniern gab.

http://www.swr.de/blog/tuerkei/2010/01/05/die-erinnerung-an-die-armenier-in-der-ostturkei/
Egal.


Kolonialgeschichte im BundestagVölkermord darf nicht so heißen
Historiker werten den Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama als Völkermord. Dennoch wehrt sich die deutsche Politik seit Jahren gegen diesen Begriff. SPD und Grüne habe ihre Position mittlerweile verändert. Union und FDP sprechen lieber über die Gegenwart als über die Vergangenheit.
Los, empört euch.

http://www.n-tv.de/politik/Voelkermord-darf-nicht-so-heissen-article5833601.html
http://www.taz.de/!79124/
http://www.tagesspiegel.de/politik/g...n/5938676.html
http://www.gfbv.de/report.php?id=12
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2444
 
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Lynx72

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24 April 2011
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Natürlich wurde an den Herero Völkermord begangen. Politiker, die das aus finanziellen oder anderen Erwägungen bestreiten, bringen Schande über unser Land.
 
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Lynx72

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"Jedwede Zensur oder jedwedes Verbot beschneidet die Meinungsfreiheit!"
Hier steht das. Jedwede/s ist eindeutig genug, oder?