...
Was geht Deutschland das an?
Die Türkei ist das wichtigste Brückenland für Flüchtlinge und Migranten aus Syrien, dem Irak, dem Iran und Afghanistan. In der Türkei leben offiziellen Angaben zufolge mehr als zwei Millionen Flüchtlinge. Ankara soll zum wichtigen Partner beim Umgang mit Flüchtlingen werden, die über die Türkei und die Balkanländer nach Deutschland kommen. Stabile innenpolitische Verhältnisse wären dafür enorm wichtig.
Ob die Türkei undemokratischer und autoritärer wird, ob Presse- und Meinungsfreiheit immer weiter eingeschränkt werden, ist nicht zuletzt deshalb interessant, weil die Türkei sich um die EU-Mitgliedschaft bemüht und die Beitrittsverhandlungen laut Kanzlerin Angela Merkel beschleunigt werden sollen. Zudem ist die Türkei NATO-Mitglied und müsste im Bündnisfall auch von deutschen Soldaten verteidigt werden. Ein solcher Bündnisfall kann in der aufgewühltesten Ecke der Welt nicht ausgeschlossen werden.
http://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-vor-der-wahl-101.html
ich denke stabile innenpolitische Verhältnisse sind doch bei einem solchen Wahlergebnis gegeben. Hätte die Mehrheit der Wähler Ängste wegen der Presse- oder Meinungsfreiheit gehabt, wäre die AKP nicht mit über 50% gewählt worden.
Die Befürchtung das die Türkei undemokratischer und autoritärer wird hatte die Mehrheit anscheinend nicht, allen Anschein nach ist die Sehnsucht nach einer starken Partei bzw. Person vorhanden.
Ich glaube das Verhandlungen mit einer Person einfacher sind als wenn diese mit demokratischen Mehrheiten verhandelt werden müssen.
Das in der jetzigen Situation Vorteile erpresst werden, da würden sich die Demokraten nicht von einem Diktator unterscheiden.
Es ist wie es ist, die Mehrheit hat entschieden, die Türkei ist zwar ein wichtiger Handelspartner, insofern interessiert uns das Wahlergebnis, aber in Wirklichkeit geht das den Deutschen nichts an.
Zuletzt bearbeitet: