AW: Ramadan - Der Sinn dahinter
Da kilicaslan und Asyali' und auch YarimElma's Beiträge das streifen, was für einen Nutzen ich persönlich vom Fasten abgewinnen könnte, will ich mein Standpunkt offenlegen.
Doch ist es für mich als der Fragesteller nicht leichtes glaubwürdig wahrgenommen zu werden, denn man könnte meinen, dass ich erst auf die von mir erwünschte Antwort abgewartet hätte, um dann nur diese Antworten zu bestätigen bräuchte und Schluss Aus wäre das Thema.
Dem ist es nicht so, auch wenn ich wie schon erwähnt kilcaslan, Asyali und YarimElma in ihren Thesen bestätige, weicht meine Meinung ein wenig von ihres ab.
Vor allem bleibt immer noch eine Frage offen:
Warum dazu die Religion als Stütze bzw. Vorwand oder wie immer man es auch nennen will, nehmen?
Hier meine These, auch wenn sie nicht unmittelbar mit dem Fasten entstanden ist:
Nebst tiefer Trauer oder Schmerz, führt auch der Hunger zu einem Stillstand. Ein Stillstand des Alltäglichem, von der man, vorausgesetzt man ist seiner Herr, in die innere Stille gelangen kann.
Es gab Völker, die diese körperlichen Strapazen bewusst, jedoch ohne religiösen Hintergrund herbei führten, um die innere Stille zu erreichen.
Im Normalfall ist die innere Stille durch das planmäßige Leben außer Gefecht gesetzt, verstummt bestenfalls bildet sie eine Zwielichtzone, die dann als Schizophrenie wird oder auch geistige Verwirrung gehandhabt wird.
Ab diesem Punkt brauche ich ja nicht weit aufzuholen, denn ich denke, dass wie weit ich auch ausholen würde, IHR habt die Wissenschaft auf eurer Seite:lol:
Dabei ist die innere Stille nicht stumm, vielmehr ist sie randvoll mit kosmischem Wissen.
Schön und gut, wie die oben erwähnten User die Vorteile des Fastens aufgezählt haben, aber es hat einen Makel. Denn, dass hinter dieser Handlung- das Fasten- keine Liebe zum Wissen steckt, sondern der Glaube an ein Dogma, welches wiederum ihren Attribut von dem Fastendem abverlangen wird.
Denn der Mensch ist gewohnt im Kreis zu denken, in diesem Fall:
Er glaubt an Gott und Himmel und Hölle.
Er befolgt die Gebote der Religion und fastet mitunter.
Er wird still und bedächtig, sein Bewusstsein erweitert sich.
Doch an einem Punkt geht der Sinn der Bewusstseinserweiterung nicht auf.
Man zieht Gott und die Religion herbei und weiß nun, warum man gefastet hat.
Und so schließt sich der Kreis, und man hat die Ketten um den Verstand nochmal gespannt, statt ihn großzügiger zu machen.
Was ich sagen wollte, mit dem Fasten ist noch nicht was erreicht, vielmehr ist es ein Werkzeug um was zu erreichen, aber gewiss nicht um es einer religiösen Dogma aufzuopfern.
Selam