AW: Ratlos, kein Ausweg mehr.....
Danke für die Reaktionen,
die doch positiver waren, als ich damit rechnen konnte, hätte eigentlich auch mit vielen negativen Meinungen gerechnet.
Also zum aktuellen Stand:
Sie hat sich zumindest via sms bei mir gemeldet und macht dies auch in unregelmäßigen Abständen heimlich mit irgentwelchen Handys aus der Familie von Personen, die von mir wussten oder mich vermuteten, aber natürlich keiner wissen darf, dass sie den Kontakt noch aufrecht erhält.
Sie ist wohl schon mittlerweile velobt und wird das auch durchziehen, weil es für sie, wie ich mir auch schon dachte, die Möglichkeit ist, mit der Situation halbwegs umzugehen.
Für mich aus der "westlichen Welt" schwierig zu verstehen, weil sie genau die Rolle einnimmt, die sie nie leben wollte, von der sie auch nie ein Teil werden wollte.
Die waren unter anderem; selbsständig werden, Führerschein machen, in den nächsten Jahren keine Kinder bekommen; nicht mehr in die Heimat des Vaters zu reisen; niemand aus seinem Kulturkreis zu heiraten und erst recht niemanden aus dem Umfeld der Familie.... Von diesen Wünschen ist leider nicht mehr viel übrig geblieben.
Ich sehe die Gefahr, dass, wenn er sich nicht gerade als Traumprinz entwickelt, dass sie, wenn nicht gleich in den ersten wochen, aber mittel- bis langfristig an Selbstzweifeln oder Depressionen zu knabbern haben wird.
Bitte korrigiert mich, wenn ich mir da zu viele Gedanken machen.
Naja, womit sie auch wohl nicht rechnete, wie groß meine Gefühle zu Ihr sind/waren. Bei Ihrer Vergangenheit scheint es wohl so zu sein, dass sie nicht damit rechnet geliebt zu werden, sie hat ja bisher nur erlebt, dass wenn man "gefällt", dass man es dann nicht ganz so schwer hat....
Jetzt aber, wo ich weiss, dass es ihr körperlich gut geht und das sie solang sie (glaubt), dass es ihre Entscheidung ist und sie das ganze steuern kann, brauch ich zumindest mir zur Zeit keine Sorgen um ihr Leben zu machen. Ausser in Gesprächen für sie da zu sein, habe ich auch kein Recht mich weiter dort einzumischen. Erst wenn sie Hilfe braucht, dann kann und werde ich für sie da sein.
Ich bin jetzt also ("zum Glück nur noch") nur ein trauernder, verlassener junger Mann, der Ihr alles Gute wünscht.
Da sie sich ab und zu von sich aus meldet, konnte ich ihr auch mitteilen, dass meine Bekannten und ich ihr auch jederzeit helfen würden. (hatte in letzter Zeit einige Leute kennengelernt, welche sie versteckt hätten, nicht nur Deutsche, auch Türken und Kurden, zum Teil mit großen Familien im Hintergrund).
Darauf hin hat sie auch gemerkt, dass sie, wenn es nicht mehr weiter geht, dass sie sich bei uns immer Hilfe finden kann. Eine meine größten Ängste war ja auch, dass sie, wenn sie aufgeben sollte, weil sie meint, ihr würde niemand helfen, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen könnte.
Bei den vielen Reaktionen, auch in persönlichen Gesprächen mit vielen Leuten aus verschiedenen Kulturkreisen, wurde mir auch wiederholt mitgeteilt, dass der Vater kein kurdisches oder türkisches Verhalten an den Tag legt, sondern eins, dass auch und gerade in der islamischen Welt, als sehr assozial angesehen wird.
So dass mir ebenfalls gesagt wurde, sollte sie jemals gehen und noch gesucht oder gar bedroht werrden, würden viele Familien helfen, den Vater zu jagen, da die Art und Weise, wie sich der Vater ihr genähert hat, auf keinen Fall tolleriert wird und normalerweise der Verdacht schon große Folgen für ihn haben wird....
Zum Glück hat sie ihr Ziel zur Zeit erreicht, dass sie jetzt, da sie verlobt ist, von ihm in Ruhe gelassen wird und wohl auch die sonstige Aggressivität ihrgegenüber abgeebbt ist.
Und sie hat begriffen, dass, wenn es nicht stimmen wird, zwischen ihr und dem Verlobten, dass sie jederzeit kommen kann.
Sie hat mir versprochen und geschworen, dass sie es dann auch tun wird.Ich kenne sie gutgenug, dass sie dies auch machen wird, weil meine nachbarin und ich, die ersten sind, denen sie sich geöffnet hat und das wird sie auch immer wieder tun.
So lange bleibt es für mich daran, ihr alles Gute zu wünschen und an die schöne gemeinsame Zeit zu denken.
Ich hoffe trotzdem, dass aufgrund unserer Geschichte zumindest einige den Mut finden zu handeln, bevor Fakten geschaffen zu werden. Ausserdem ist nicht jede "Mischbeziehung" zum scheitern verurteilt.... Vielleicht kann man ja den/die ein oder andere auch unterstützen und wenn es nur mit Denkanstößen oder mit Zuhören ist.
Wünsche mir, dass mein Beitrag hier noch lange und kontrovers diskutiert wird.....
Könnt mir auch mailen.
@ Inada: würde gern mehr über Eure Gruppe erfahren, leider kann man Dir ja nicht direkt melden, aber setze Dich bitte mal mit mir in Verbindung