Ich hoffe, Ihr sitzt gut - oder hatten wir das schon?
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Walter Lübcke war auch im Visier des NSU
Frank Jansen
Die 2011 aufgeflogene Terrorzelle NSU führte den nun ermordeten Lübcke auf ihrer Liste. Der Verfassungsschutz sucht bei V-Leuten Hinweise zum Tatverdächtigen.
Der am 2. Juni erschossene Walter Lübcke war auch im Visier des NSU. Die Terrorzelle habe den Kasseler Regierungspräsidenten in ihrer Liste mit 10.000 Namen von Personen und Objekte geführt, erfuhr der „Tagesspiegel“ am Freitag aus Sicherheitskreisen. Lübcke sei im hinteren „8000er Bereich“ der Liste aufgeführt, hieß es.
Erstaunlich sei, dass er schon so frühzeitig auf der Feindliste stand, hieß es. Denn massiv beschimpft wurde Lübcke von Rechten erst ab 2015, vier Jahre nach dem Ende des NSU 2011. [...]
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Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/politik...bcke-war-auch-im-visier-des-nsu/24480458.html
Was nahelegt, dass der Verfassungsschutz von der Gefährdung Lübckes bereits weitaus früher als 2015 gewusst hat und den Mord wahrscheinlich hätte verhindern können ...
Mir war im Wissen um diese NSU-"Liste der 10.000" schon immer mulmig wegen des auf mich recht schläfrig wirkenden Umgangs damit - statt deren Existenz und die präzisen Angaben darauf als glasklares Alarmsignal und Indiz einer, wie es die Süddeutsche treffend benannte, "Braune Armee-Fraktion" zu interpretieren.
Die Diskussion, die wir jetzt haben, hätte m.E. bereits vor Jahren sehr viel energischer geführt werden müssen! Und vielleicht hätte das auch dazu beitragen können, dass die Angehörigen der NSU-Opfer sich in diesem quälend langen Prozess in München nicht so alleingelassen gefühlt hätten mit ihrer Geschichte. Unglaublich!
Auf Frank Jansen ist Verlass; er recherchiert bereits seit den 1990'er Jahren zu Rechtsextremismus und ist gewöhnlich exzellent informiert.
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