Regierungskritische Presse - Can Dündar und Erdem Gül verhaftet

Man unterschreibt, soweit mit bekannt, nur ein Schreiben, wo man praktisch versichert, nicht nachteilig über Israel zu berichten.


Beim ZDF kommt auch öfters der Hinweis als Mail, dass nicht negativ über Israel berichtet werden soll. Ehrlich gesagt, ist das auch ein Hinweis, was ich jetzt okay finde, insbesondere in Anbetracht der deutschen Vergangenheit.
 
Ich gebe mal ein anderes Beispiel, da war ein Gülenkritiker innerhalb der Zaman-Redaktion.
Der wurde direkt gekündigt, nachdem er sein Buch annonciert hatte.

Für mich kann es keine reine "Freie Presse" geben, denn innerhalb einer Richtung bildet sich eine eine politische Agenda, und innerhalb dieser Agenda darf man nicht quer treten.

Desto mächtiger und vernetzter diese Agenda wird, desto mehr Bezüge zu einer Art gesteuertem Journalismus nimmt es an, die an eine Zensierung der Regierung erinnert, nur die Zensur kommt nicht von der Regierung, sondern direkt von der Agenda, also institutioneller Journalismus.

Ob ich innerhalb einer Regierung nicht quer treten darf, oder innerhalb einer Redaktion, ist für mich dasselbe nur in Klein- oder Großformat, solange die Agenda klein ist.

Und eben wird man in Axel Springer Redaktion, die schon sehr groß ist, auch nicht quer treten, denn die ankommenden Journalisten müssen da auch eine politische Überprüfung durch.

Das heißt, statt einer regierungsgesteuertem Journalismus hat man in der anderen Extreme eine institutionell gesteuerten Journalismus. Und vom politischem Effekt ist es irgendwann ein und dasselbe.

Da spielt es vom Effekt keine Rolle mehr ob die Informationen durch die Regierung oder von einer institutionellen Basis gesteuert wird. Der Effekt ist am Ende derselbe.
Ich glaube das Problem zu verstehen, was du mit dem Begriff "Freie Presse" hast, aber glaube eben auch, deinen Denkfehler zu erkennen! Du setzt freie Presse gleich mit, daß ein Journalist überall, egal wo, schreiben kann was er will. Das ist natürlich Blödsinn, wie du richtig erkannt hast, hat aber auch nichts mit freier Presse zu tun! Natürlich werden die bei der zB Nationalzeitung sagen "So long and thanks for all the fish" wenn ich extrem oder nur andeutungsweise links schreibe. Das ist auch ihr gutes Recht, denn deren Leserschaft erwartet rechtes Gedankengut.......deswegen kaufen sie diese Zeitung. Das gleiche Beispiel könnte man mit der Roten Fahne machen. Dort fliege ich auch sofort, wenn ich als Journalist mit rechtem Gedankengut aufwarte. Dies hat aber wirklich gar nichts mit dem Begriff der Freien Presse zu tun, sondern die Freie Presse heißt einzig und allein, daß es solche Zeitungen wie die Nationalzeitung und die Rote Fahne geben kann, geben darf und geben muß ohne das der Journalist von staatlicher Seite irgendwelche Repressalien zu befürchten hätte! Das bedeutet Pressefreiheit!
 
Ich glaube das Problem zu verstehen, was du mit dem Begriff "Freie Presse" hast, aber glaube eben auch, deinen Denkfehler zu erkennen! Du setzt freie Presse gleich mit, daß ein Journalist überall, egal wo, schreiben kann was er will. Das ist natürlich Blödsinn, wie du richtig erkannt hast, hat aber auch nichts mit freier Presse zu tun! Natürlich werden die bei der zB Nationalzeitung sagen "So long and thanks for all the fish" wenn ich extrem oder nur andeutungsweise links schreibe. Das ist auch ihr gutes Recht, denn deren Leserschaft erwartet rechtes Gedankengut.......deswegen kaufen sie diese Zeitung. Das gleiche Beispiel könnte man mit der Roten Fahne machen. Dort fliege ich auch sofort, wenn ich als Journalist mit rechtem Gedankengut aufwarte. Dies hat aber wirklich gar nichts mit dem Begriff der Freien Presse zu tun, sondern die Freie Presse heißt einzig und allein, daß es solche Zeitungen wie die Nationalzeitung und die Rote Fahne geben kann, geben darf und geben muß ohne das der Journalist von staatlicher Seite irgendwelche Repressalien zu befürchten hätte! Das bedeutet Pressefreiheit!

Da ich heute schon Romane zu dem Thema geschrieben hab, bin ich grad auch etwas K.O.
Genau das mein ich ja, du definiert "Pressefreiheit" damit, ob es von staatlicher Seite Repressalien gibt oder nicht.
Das ist die einzige Frage. Eine andere Frage dazu gibt es nicht für dieses "Label". Schon hat man sich den "Halal-Abzeichen" für die Presse ergattert. Genau aber das ist ja das Problem, man kann es nicht so "Oberflächlich" machen.

Den Franzosen wird z.B Vorgeworfen, dass bestimmte Nachrichtenagenturen von Industrie bewusst aufgekauft werden und somit zu tendenziöse Politik damit zu betreiben. Wenn diese Netzwerke zu stark werden, wenn dann bestimmte Organe dann in Netzwerke sind, hat man ne Macht über die Information und die Informationskanäle sind einer der mächtigsten Instrumente unserer Zeit.

Deswegen kann ich diesen Begriff "Pressefreiheit" nicht so "Oberflächlich" betrachen, dass man es nur aus der Perspektive aus der Regierung heraus betrachtet.

Edit: Dass du sagt, hier Pressefreiheit bedeutet das es ne linke Zeitung geben darf und rechte usw. ohne das es Repressionen von staatlicher Seite gibt und beren glaub ich war das, dass sie sagt, dass man die Gesetze halten muss nicht zu hetzen usw. Ja da stimme ich dir/euch voll zu, wie ich jedoch erwähne kommen noch andere (wesentliche) Attribute hinzu.
 
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Ich glaube das Problem zu verstehen, was du mit dem Begriff "Freie Presse" hast, aber glaube eben auch, deinen Denkfehler zu erkennen! Du setzt freie Presse gleich mit, daß ein Journalist überall, egal wo, schreiben kann was er will. Das ist natürlich Blödsinn, wie du richtig erkannt hast, hat aber auch nichts mit freier Presse zu tun! Natürlich werden die bei der zB Nationalzeitung sagen "So long and thanks for all the fish" wenn ich extrem oder nur andeutungsweise links schreibe. Das ist auch ihr gutes Recht, denn deren Leserschaft erwartet rechtes Gedankengut.......deswegen kaufen sie diese Zeitung. Das gleiche Beispiel könnte man mit der Roten Fahne machen. Dort fliege ich auch sofort, wenn ich als Journalist mit rechtem Gedankengut aufwarte. Dies hat aber wirklich gar nichts mit dem Begriff der Freien Presse zu tun, sondern die Freie Presse heißt einzig und allein, daß es solche Zeitungen wie die Nationalzeitung und die Rote Fahne geben kann, geben darf und geben muß ohne das der Journalist von staatlicher Seite irgendwelche Repressalien zu befürchten hätte! Das bedeutet Pressefreiheit!



Ein amerikanischer Schriftsteller (komme leider nicht auf den Namen) hat dazu geschrieben, dass die sogenannte Meinungsfreiheit der Presse im Grunde immer nur die Meinung von ein paar Hundert Personen sei, eben den Redakteuren/Eigentümern dieser Zeitungen, die natürlich bestimmen,was in ihre Zeitungen kommt/ oder nicht kommt.
Aber wenigstens ein paar hundert Stimmen - als nur eine.
 
Beim ZDF kommt auch öfters der Hinweis als Mail, dass nicht negativ über Israel berichtet werden soll. Ehrlich gesagt, ist das auch ein Hinweis, was ich jetzt okay finde, insbesondere in Anbetracht der deutschen Vergangenheit.


Das Verhältnis zu Israel ist für Deutschland kompliziert. Denke, wir kennen alle die geschichtliche Ursache.

Deshalb hält sich Deutschland auch weitestgehend aus dem Israel-Palästina Konflikt heraus, und berichtet nur ganz am Rande.
 
Das ist die einzige Frage. Eine andere Frage dazu gibt es nicht für dieses "Label". Schon hat man sich den "Halal-Abzeichen" für die Presse ergattert.

Eben! Für mich ist es die einzige Frage und der Inbegriff der Pressefreiheit.

Genau aber das ist ja das Problem, man kann es nicht so "Oberflächlich" machen.

Das hat mit Oberflächlichkeit nichts zu tun.

Den Franzosen wird z.B Vorgeworfen, dass bestimmte Nachrichtenagenturen von Industrie bewusst aufgekauft werden und somit zu tendenziöse Politik damit zu betreiben. Wenn diese Netzwerke zu stark werden, wenn dann bestimmte Organe dann in Netzwerke sind, hat man ne Macht über die Information und die Informationskanäle sind einer der mächtigsten Instrumente unserer Zeit.

Da sehe ich überhaupt kein Problem drin sondern finde es eher normal und nichts, was die Pressefreiheit beeinflusst.

Deswegen kann ich diesen Begriff "Pressefreiheit" nicht so "Oberflächlich" betrachen, dass man es nur aus der Perspektive aus der Regierung heraus betrachtet.

Wie oben beschrieben, es ist die einzige Betrachtungsweise des Begriffs Pressefreiheit!
 
Seh es natürlich wie du willst. Was du beschreibst bzw. isolierst und somit für mich Oberflächlich bzw. engstirnig rüberkommt, ist allein die äussere Pressefreiheit die du zum Tatbestand machen möchtest, meine Darstellung geht mitunter dazu mit in die innere Pressefreiheit. Beides gehören zum Konstrukt.

Edit: Die Reporter ohne Grenzen z.B bewerten auch übrigens mit solche Faktoren. Oder einige Authoren wie Sethe sprechen das deutlich an.
 
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meine Darstellung geht mitunter dazu mit in die innere Pressefreiheit. Beides gehören zum Konstrukt.
Du meinst damit, daß es auch Pressefreiheit innerhalb einer Redaktion geben sollte, was ich persönlich für absurd halte. Deswegen auch mein Beispiel mit der Nationalzeitung und der Roten Fahne. Ein anderes Beispiel wäre zum Beispiel der Wachturm. Es wäre absurd einzufordern und es für Pressefreiheit zu halten, wenn ich das Recht haben soll als Journalist schreiben zu dürfen, daß ich Jehova scheiße finde. Das will die Leserschaft dieser Zeitung nicht hören, auch wenn es die Wahrheit wäre und die Redaktion möchte (und hat auch das Recht dazu) dies nicht darstellen, denn sie vertritt eine Nische im politischen Spektrum.
 
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