Reisekonzern Thomas Cook offenbar vor dem Aus

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Bintje, 22 September 2019.

  1. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    In schwerem Fahrwasser ist der britische Tourismuskonzern Thomas Cook schon seit längerem, nun droht das Aus: Nachdem Gespräche mit dem chinesischen Großinvestor Fosun über eine dringend benötigte Finanzspritze von 200 Millionen Pfund nach Medienberichten gescheitert sind, steht der Konzern vor der Pleite. Letzte Chance: dass die britische Regierung dem angeschlagenen Riesen unter die Arme greift. Aber die Chancen darauf sind äußerst gering. Und 600.000 Kunden, die momentan mit dem Reiseveranstalter unterwegs sind, haben nun voraussichtlich das Nachsehen. Vereinzelt gibt es Berichte über Pauschalurlauber, die von Hoteliers an der Abreise gehindert werden, bis sie von Thomas Cook angeblich noch nicht bezahlte Rechnungen beglichen haben. Zu den Gründen für das Desaster zählen gesunkene Buchungszahlen durch Unsicherheiten über den Brexit, das schwache Pfund und die dadurch gedämpfte Reisefreude vieler Briten. Großbritannien ist neben Deutschland der wichtigste Markt für Thomas Cook.

    Mehr Hintergründe hier:
    https://www.welt.de/wirtschaft/arti...krott-600-000-Urlauber-koennten-stranden.html
    Und da: https://www.manager-magazin.de/unte...n-600-000-touristen-bangen-mit-a-1288013.html
    https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2019-09/thomas-cook-bankrott-tourismus-urlaub
    https://www.deutschlandfunk.de/reis...den-bereiten.1939.de.html?drn:news_id=1051826
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 September 2019
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  2. Alubehütet
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    Alubehütet Well-Known Member

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    Wieso gibt es da nicht längst Zwangsversicherungen für Reiseveranstalter? Daß die Menschen wenigstens nach Hause kommen? So oft gehen Reiseveranstalter nun auch nicht pleite, das kann so teuer nicht sein :mad:
     
  3. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Die gibt es in Form von sog. Sicherungsscheinen, die Reisenden bei der Buchung und vor der Anzahlung ausgehändigt werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherungsschein
    So weit ich weiß, ist das ein Muss. Aber nur bei Pauschalreisen. Wenn man Urlaube, wie ich es zum Beispiel meist mache, individuell zusammenstellt und Flüge und Unterkunft auf eigene Faust bucht, ist das Geld im Fall einer Pleite der Fluggesellschaft o.ä. im Zweifel weg.

    Und ab wann die Insolvenzabsicherung des Reiseveranstalters greift und wann sie zahlt, ist ja auch noch die Frage... Thomas Cook zum Beispiel gibt zurzeit Durchhalteparolen bei Twitter raus. Damit ist die Pleite noch nicht offiziell. Ich vermute, es wird da irgendwelche Fristen geben. Vielleicht gibt's ja Touristiker unter uns, die schlauer sind.
    Aber die Geschäftspartner in Tunesien und sonstwo reagieren natürlich schon wie angepiekt.
     
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  4. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Mich interessiert ein anderer rechtlicher Aspekt, nämlich, ist es legal, wenn die Türsteher des Hotels in TN die Türen verriegeln und den Strandzugang schließen, bis die Urlauber den Walk-in-Preis, ein Mehrfaches es Pauschalreisepreises, per Kreditkarte abgedrückt haben.
     
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  5. eruvaer
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    eruvaer Well-Known Member

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    Du meinst, ob es legal ist, wenn sie den üblichen Preis für ihre Zimmer von Gästen verlangen und sie sonst nicht das Hotelangebot nutzen lassen!? :confused:
    Ich versteh die Frage nicht...
     
  6. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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  7. Msane
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    Msane Well-Known Member

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    Wie das rechtlich kann ich nicht sagen, ich weiß aber das es definitiv mein letzter Urlaub in Tunesien wäre würden die mich als betroffener Tourist abzocken.

    .
     
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  8. eruvaer
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    eruvaer Well-Known Member

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    Ah ich dachte die lassen die nicht rein.
    Danke.
     
  9. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    Abreisende TC-Urlauber wurden aus dem Hotel Les Orangers in Hammamet nicht rausgelassen, weder zur Vordertür noch über den Strand, bis sie mit ihren Kreditkarten Wucherpreise ("extortionate") bezahlt hatten. Ich dachte, die Umstände seien bekannt.
     
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  10. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Nö. Das Vorgehen klingt für mich nach Wildwest.
     
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