Andere Denkweise:
In einer Stadt wie Istanbul, Izmir oder Antalya (also größere Städte) sind wesentlich mehr Unternehmen angesiedelt. Unternehmen bedeuten, dass man sich schnell neu orientieren kann.
Stell dir die folgende Situation vor. Du bist IT-Berater und kommst aus einem verschlafenen Provinznest. Dein Arbeitgeber ist internation aufgestellt und du hast die Möglichkeit in unterschiedlichen Projekten weltweit arbeiten zu dürfen. Was braucht man dazu ? Firmenwagen, Flughafen, Bahn, Hotel.
Du musst schnell von A nach B zum Unternehmen XYZ, um dort aggieren zu können. Nun stell dir vor, dein Arbeitgeber hat leider keine Arbeit mehr für dich und du siehst dich in dem kleinen Provinznest eingekesselt. Du kannst nicht aggieren, hast keine vernünftige Infrastruktur, die wirtschaftliche Struktur in der Gegend ist schlecht, internationale Unternehmen sind nur in Ballungsgebieten angesiedelt usw.
Ergo: Du musst umziehen, um weiterhin vorne mitspielen zu können. Dein Heim muss abgerissen werden, damit du deiner Arbeit hinterherlaufen kannst.
Auch hier gibt es eine strategische bestmögliche Lösung (wenn auch nicht die Beste). Du kannst in ein Ballungsgebiet deiner Wahl ziehen. Es kommt nun nicht drauf an, ob es Deutschland oder Türkei ist.
Sagen wir: Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt, London, Reading, New York, Hong Kong, Tokio, Istanbul, Izmir, Antalya, Wien usw.
Diese Metropolen bieten dir die Möglichkeit dich zu entfalten. Du kannst dir ein Appartment mieten / kaufen und dich dort einrichten und leben. Du kannst deiner Arbeit nachgehen und immer den Haken ausfahren, um an eine bessere Vakanz zu gelangen. Je größer die Stadt, umso ängstlicher dein Chef, dass du irgendwann von Heute auf Morgen "Sayonara" sagst. Klappt es mit dem Unternehmen nicht, so kannst du dich in aller Ruhe umsehen und ein anderes Unternehmen in der Metropole als Arbeitgeber suchen - ohne jetzt wieder deine Wohnung aufgeben zu müssen. Wichtig hierbei ist deine Mobilität in Form der o.g. Ressourcen.
Ich persönlich glaube nicht, dass die Türkei so schnell pleite geht (im Vergleich zur BRD). Natürlich habe ich jetzt keine Glaskugel, noch kenne ich die wirtschaftlichen Aspekte der Türkei aus dem eFeF, aber die Türkei ist ein Bindeglied zwischen Europa und Asien. Ein Transferumschlagplatz mit vielfältiger Möglichkeit, zu einem angemessenen Preis. Sicherlich verdient man in der Türkei nicht vergleichsweise viel wie in der BRD, aber wenn der Job stimmt, dann kann man sich glücklich schätzen. Geld alleine macht bekanntlich nicht glücklich.
Schaut euch einmal an, was momentan in Europa los ist. Spanien, Italien, Giechenland, Zypern usw. da herrschen kriegsähnliche Zustände. Menschen verlieren ihr Hab und Gut. Verlieren ihre Häuser und Wohnungen, stehen in Massen als Arbeitslose dar usw.
Deutschland die Goldgrube, die alle europäischen Pleiteländer mit horrenden Summen unterstützen usw. Vergleicht man die Arbeitslosenzahlen der BRD, so bewegt sich diese statistisch bei 3 Mio Arbeitslose - ja nach ALG1. Wenn man aber noch die ALG2 Empfänger (... diese sind nicht arbeitslos, sondern bedürftig), dann kommt Deutschland locker auf 11 Mio (vieleicht 7 Mio, wenn man die Aufstocker abzieht).
Wenn ich hier im Ort herumlaufe, sehe ich mit jedem Tag immer neue Gesichter herumlaufen und neue Sprachen höre ich auch. Wenn demnächst am 01.01.2014 auch noch die Freizügigkeit der Romänen und Bulgaren fällt, dann haben wir hier horrende Armutszuwanderung - die nach SGB (Sozialrecht) dann auch Leistungen nach ALG2 beziehen dürfen.
Wenn man diese Fakten kumuliert, möchte man gerne woanders sein.