Spaßfreier Hype um Lisa Eckhart: Kabarett & Cancel Culture

Bintje

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5 Mai 2018
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Vielleicht haben die Guteste oder ihr Management die Drohungen auch inszeniert? Und wie kam sie überhaupt auf die Idee, ausgerechnet in dem Venue auftreten zu wollen?

Das weiß die taz: mit mehreren anderen Autoren war sie bei einem mit Literaturwettbewerb in die letzte Runde gekommen. Und der Nochtspeicher scheint "besorgten Warnungen aus der Nachbarschaft" aufgesessen zu sein.

"Alle Beteiligten sollten ein Recht auf die ungestörte Vorstellung haben“, heißt es weiter. Die aber sei eben nicht „zu garantieren, in einem der Viertel Hamburgs, wo eine Eskalation am wahrscheinlichsten ist“. Angesichts von „besorgten Warnungen aus der Nachbarschaft“ sei man davon ausgegangen, dass die Veranstaltung „gesprengt werden würde, und zwar möglicherweise unter Gefährdung der Beteiligten, Literaten wie Publikum“. Daher habe man sich an die Festivalleitung gewandt – und diese habe Verständnis gezeigt.

Zur Vorgeschichte soll indes auch gehören: Andere Künstler*innen hatten sich geweigert, mit Eckhart aufzutreten. Das Narrativ von der Zensur durch den autonomen Hafenstraßenmob allerdings verfängt sichtlich besser."

https://taz.de/Kabarettistin-ausgeladen/!5705737/?goMobile2=1596672000000

Ach Gottchen ... :confused: Viel besorgtes Geraune offenbar.
 
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Alubehütet

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29 Januar 2017
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Vielleicht haben die Guteste oder ihr Management die Drohungen auch inszeniert?
Und wenn schon, ist doch völlig wurscht. Aus der linken Szene gibt es keine Bedrohung, die rechtfertigt, eine Veranstaltung abzusagen. Das ist ein rechter Mythos, den der Nochtspeicher bedient. Im Falle des Falles läßt man eben eine Hundertschaft der Polizei antreten.
 

Bintje

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5 Mai 2018
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Und wenn schon, ist doch völlig wurscht. Aus der linken Szene gibt es keine Bedrohung, die rechtfertigt, eine Veranstaltung abzusagen. Das ist ein rechter Mythos, den der Nochtspeicher bedient. Im Falle des Falles läßt man eben eine Hundertschaft der Polizei antreten.

Öh ... damit macht man sich auf der Ecke nicht wirklich "beliebt". ^^ Klaro, Hafenstraße in der Nachbarschaft und so weiter, aber das sind sicher nicht die besorgten Rauner. Eher andere, die St. Pauli in den letzten Jahren als hip entdeckt und die Mieten hochgetrieben haben, schätze ich. Aber was weiß ich. Für Nuhr & Co jedenfalls 'ne Steilvorlage.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
Geht es noch dümmer? Aber immer :(

Die DFG bedauert es ausdrücklich, das Statement von Dieter Nuhr vorschnell von der Internetseite der Online-Aktion #fürdasWissen heruntergenommen zu haben. Wir haben den Beitrag wiederaufgenommen.
Hier hatte ich das thematisiert.

Die DFG hat alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Wenn man diesen Quatsch schon postet, dann muß man ihn auch stehen lassen und nicht auch noch Nuhr zum „Zensuropfer“ machen.
Wie sich herausstellt, dann doch nicht alles. Die haben tatsächlich noch Luft nach unten gefunden :(
 
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Bintje

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5 Mai 2018
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Das ist völlig egal. Man bedient nicht den neurechten Diskurs einer linksradikalen Zensur.

Wenn es so wäre. Das scheint aber nicht so zu sein. Bisher las ich nur was von Befürchtungen besorgter Nachbarn, die sich der Nochtspeicher offenbar zu eigen gemacht hat. Und ganz viel im Konjunktiv: könnte, möglicherweise, eventuell. Und daraus leitest Du bereits "linksradikale Zensur" ab? Also Behauptungen, Vermutungen und Verdächtigungen anderer gerinnen bereits zu Fakten? :)
Wirklich, ich hab's nicht mit autonomen Krawallinskis, weiß Gott nicht, aber wenn da nix anderes vorliegt, klingt das doch erstmal nach Getue der Bourgeoisie. Und die kann. Und wie. In anderen Hamburger Stadtteilen, gutbetuchten, gab es besorgte Bürger, die sich so lange liberal und aufgeschlossen wähnten, bis in der Nachbarschaft Flüchtlingsheime eingerichtet werden sollten. Da kursierten auch deftige Befürchtungen ..

Nun denn. Vielleicht klärt sich das ja noch.

ps Dass andere Künstler nicht mit der Tante auftreten wollten, finde ich nachvollziehbar. Kann man auch drüber diskutieren, streiten, logo, aber das verkauft sich halt nicht so gut, wie die taz schon erwähnte. ; )
 

sommersonne

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19 März 2017
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Leipzig
Ich habe was übrig für Links, aber nichts für autonome linke Krawallmacher. Allerding hat auch bei diesen in letzter Zeit die Aggression zugenommen und sie nähern sich diesbezüglich schon den Rechten an. Ich weiß es von Leipzig aus eigener Erfahrung, von Hamburg und Berlin nur aus Berichten und Erzählungen. In Connewitz in Leipzig reicht es z.B. wenn du vermeintlich das falsche T-Shirt trägst, dann wirst du am hellen Tag vor der Kaufhalle zusammen geschlagen, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Ein wenig verstehe ich da schon den Veranstalter. Allerdings sind sie auch nicht die hellsten. Die Meinung der Dame war ja schon lange bekannt und dann lädt man sie garnicht erst ein wenn man Befürchtungen hat die Linken könnten da was dagegen haben.