Spiegelgate

EnRetard

Well-Known Member
19 Februar 2017
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Finde ich überhaupt nicht vergleichbar. Was im SPIEGEL stand, war Fakt. Tatsache. Unabhängig von seiner politischen Ausrichtung. Das hat man von Politikern noch nie angenommen, war auch nicht deren Berufsbeschreibung.
Die Vergelichbarkeit liegt darin, dass beide Hochstapler sind. Der Vonundzu eine Heilsfigur für die eher Konsrvativen und Relotius eben ein Star-Reporter (Märchenonkel ) für's aufgeklärte HAHA Bildungsbürgertum.

Klar hatte der SPIEGEL immer eine politische Haltung.
Oft, aber nicht immer dieselbe. Zu Augsteins Zeiten "im Zweifelsfall links", in der Spätphase von Augstein und unter Aust neoliberal.
 

Bintje

Well-Known Member
5 Mai 2018
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Jetzt ist ein anscheinend ähnlicher Fall hochgekocht - wieder beim "Spiegel". Diesmal betrifft es einen freien Mitarbeiter, der im Verdacht steht, im vergangenen Sommer fragwürdige Berichte über Flüchtlingsschicksale an der griechisch-türkischen Grenze geliefert zu haben. Der "Spiegel" hat inzwischen vier Artikel von ihm aus dem Netz genommen. Sie werden überprüft und - sofern die vom griechischen Migrationsminister Notis Mitarachi erhobenen Vorwürfe zutreffen - gegebenenfalls korrigiert, aktualisiert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder veröffentlicht.

"Wer bei Spiegel Online den Artikel „Todesfalle Europa" vom 19. August aufrufen möchte, erhält online diesen Hinweis: „An dieser Stelle befand sich ein Beitrag über das Schicksal einer Flüchtlingsgruppe am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros im Sommer 2022. Mittlerweile gibt es Zweifel an der bisherigen Schilderung der damaligen Geschehnisse. Wir haben daher mehrere Beiträge zu diesem Thema vorläufig von unserer Website entfernt. Wir überprüfen unsere Berichterstattung und entscheiden nach Abschluss der Recherchen, ob die Beiträge gegebenenfalls in korrigierter und aktualisierter Form erneut veröffentlicht werden.“
Wie „Medieninsider“ schreibt, hat der „Spiegel“ offenbar vier Artikel offline gestellt. Es soll nicht nur um Zweifel gehen, wie genau der im ursprünglichen Artikel erwähnte Tod eines jungen Mädchens ablief, es gibt sogar den Verdacht, das Mädchen könnte gar nicht existiert haben."



Das ist natürlich ein Hammer! Harte Nummer. Natürlich auch für den (nicht hier) namentlich genannten Freien, der einpacken kann, falls das zutrifft.
Gar keine Frage, dass das geprüft und geklärt werden muss, sofort und unbedingt!
Aber dass die Beschwerde ausgerechnet vom griechischen Migrationsminister stammen soll, klingt in dem Kontext auch nicht ganz uninteressant. Zumindest bemerkenswert. Ich kann's nicht beurteilen: Aber vielleicht hatte er mit dem griechischstämmigen Freien noch 'ne ältere Rechnung offen?