Türkische Talente wandern ab

AW: Türkische Talente wandern ab

Es könnte an der deutschen Mentalität liegen. Es fehlt die grundlegende, warmherzige Offenheit, die man selbst in skandinavischen Ländern öfter antrifft an hier, und die Deutsche in südlichen Ländern so sehr schätzen. Der Deutsche ist immer erst einmal misstrauisch. Vertrauen kann er ja später noch haben. Im Alltag trifft man häufig auf eine antrainierte Freundlichkeit, die nicht wirklich von Herzen kommt. Dafür werde ich wahrscheinlich viel "Begeisterung" ernten, es ist aber mein Eindruck (und nicht nur meiner).
Wenn es nicht einen grundlegenden Wandel zu mehr Offenheit und zu mehr sozialem Miteinander in der deutschen Gesellschaft kommt , sehe ich diese Gesellschaft -bei allem materiellen Wohlstand- vor die Wand fahren.

Lieber Ingomann,

ich weiß nicht, ob Du schon einmal länger im Ausland - egal wo- gelebt hast. Über Mentalitätsunterschiede braucht man nicht diskutieren. Nein, die Deutschen räumen nicht für einen quasi unbekannten Gast gleich ihr Schlafzimmer und bekochen ihn mit sämtlichen Köstlichkeiten. Vielleicht brauchen sie länger bis sie auftauen. Aber auf ein deutsches Wort, wenn es gegeben wird, kann man sich verlassen. Auf ein Türkisches nicht unbedingt. Es ist nicht verkehrt, Vertrauen erst einmal wachsen zu lassen.
Soziales Miteinander in der türkischen Gesellschaft? Ja, sicher gibt es das. Aber es erstreckt sich auf eng begrenzte Gemeinschaften (Sippe, Clan, Familie). Da "draußen" einem selbstlos Hilfe geben, da kannst Du mitunter lange drauf warten. Warum? In der Türkei ist nichts so entscheidend, wie ein gut funktionierendes Geflecht an Beziehungen. So hoch Du mit Beziehungen kommst, so tief fällst Du, wenn diese plötzlich wegbrechen. In der Dimension kann Dir das in Deutschland nicht passieren. Da bricht die Herzlichkeit und Offenheit ganz schnell weg. Wenn Dir einer nichts mehr bringt, dann ist er uninteressant. Beziehungen werden vom Nutzen dominiert. Auf der plakativsten Ebene sieht man das, wenn sich Schönheiten einen echten Vogel als Bräutigam wählen- weil er Geld hat.
Etwas vorsichtig sein bedeutet nicht herzlos.
Das hätte ich gerne einmal klargestellt.

Nachtrag: Beweg Dich mal zu Stoßzeiten in der Istanbuler Metro oder auf nem Vapur. Da siehst Du soziales Verhalten. Die Leute trampeln sich teilweise völlig rücksichtslos nieder. Auch, dass man einem auf der Strasse ausweicht, um sich gegenseitig Platz zu machen- diese Rücksicht zu erleben ist manchmal echte Glückssache. Aber ja, jetzt werden die Nostalgiker kommen und sagen, der Kopftuchomi wird doch im Bus gleich der Platz geräumt. Das tun gut erzogene Deutsche auch. Das ist keine Frage der Nationalität.
 
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Schon wieder diese typische Respektlosigkeit, aber daran sind wir alle gewohnt. Viele Gastarbeiter haben wie die Sklaven gearbeitet und meist die Drecksarbeit gemacht, dafür hat man sie natürlich entlohnt, denn sonst wäre es ja Sklaverei gewesen. Schon mal dich gefragt, weshalb die Mehrheit der Gastarbeiter lieber wieder in ihre Heimat zurück wollen?! Voll Viele leben schon defacto in der Türkei und die, die hier sind, würden gerne wieder zurück. Nicht nur die Gastarbeiter sind in Deutschland unglücklich, sondern knapp jeder zweite in Deutschland geborene Deutsch-Türke überlegt ernsthaft Deutschland zu verlassen und das obwohl Deutschland so ein gastfreundliches Land ist und Türken generell unglaubliche Entfaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bietet. :lol:

Dann sollte man doch mal an dieses türkische Sprichwort denken:
İnsanın vatanı doğduğu yer değil, doyduğu yerdir.
Heimat ist nicht dort, wo man geboren wird, sondern wo man satt wird.

Einfach mal sacken lassen.
 
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Das hat rein gar nichts mit Respektlosigkeit zu tun, das sind einfach Tatsachen.

Was verstehst Du unter Drecksarbeit?
Meine Mutter hat geputzt, als sie nach Deutschland kam, zusammen mit Türkinnen, Deutschen, Italienerinnen.
Geputzt haben die, die der Sprache nicht mächtig waren, oder sonst nichts gelernt haben. So einfach ist das.
Für meinen Vater im Tiefbau und seine türkischen und deutschen Kollegen galt das Selbe.
Sie waren aber Krnkenversichert, wie alle anderen auch, haben in ihre Rente eingezahlt, hatten ihre Pausen.

Weil es ihre Heimat ist?!

Dieser Zynismus ist einfach komplett fehl am Platz.
Und die Undankbarkeit schreit zum Himmel.

Für mich ist das eine Form der Respektlosigkeit, weil diese Menschen ihre Heimat, ihre Familien verlassen und her gekommen sind ohne ein Wort Deutsch zu verstehen und hier ihr bestes getan haben und hart gearbeitet haben. Ich würdige diese Leistung, aber für dich ist es wahrscheinlich eine Selbstverständigkeit, dass Menschen aus ihrer Umgebung herausgerissen werden und in ein anderes Land transportiert werden und dort arbeiten müssen, weil das Leben Ihnen keine andere Alternative oder Wahl geboten hat. Ich kann noch mich sehr gut daran erinnern, wie wir in sogenannte Arbeiterheims untergebracht wurden, wo Toiletten, Bad, Küche mit anderen Familien geteilt werden mussten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie mein Vater in der Wollfabrik doppelte Schichten eingelegt hat und 16 Stunden am Stück gearbeitet haben. Ich würdige die Leistung dieser Menschen.

Du fragst dich, was Drecksarbeit ist ?? Drecksarbeit ist die Arbeit, die kein Deutscher freiwillig macht, wo es kein Lärmschutz gibt und die Hörfähigkeit immer weiter abnimmt, wo es keine Maske gibt und man sich fragt, wie lange man diese Arbeit machen ohne an Krebs zu erkranken, weil man so viel Staub schluckt. Wo man ohne Schutzmaßnahmen in 15 Meter Höhen steigt und jeder Zeit eigentlich runterfallen und sterben könnte. Oder wo mit giftigen Reinigungschemikalien gearbeitet wird und ab und zu die Masken fehlen. Ich habe alles schon gesehen!

Es gibt keinen Grund sein Leben in einem Land zu verbringen, wo man unglücklich ist bzw. nicht glücklich werden kann. Qualifizierte Menschen haben in dieser globalisierten Welt gute Chancen und sollten es auch nutzen.

Wie Sol es erwähnt hat, außerdem müssen wir Raum schaffen, damit unsere Arbeitsplätze an Deutsche, Spaniern, Griechen oder Italiener gehen können. :wink:
 
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Für mich ist das eine Form der Respektlosigkeit, weil diese Menschen ihre Heimat, ihre Familien verlassen und her gekommen sind ohne ein Wort Deutsch zu verstehen und hier ihr bestes getan haben und hart gearbeitet haben. Ich würdige diese Leistung, aber für dich ist es wahrscheinlich eine Selbstverständigkeit, dass Menschen aus ihrer Umgebung herausgerissen werden und in ein anderes Land transportiert werden und dort arbeiten müssen, weil das Leben Ihnen keine andere Alternative oder Wahl geboten hat. Ich kann noch mich sehr gut daran erinnern, wie wir in sogenannte Arbeiterheims untergebracht wurden, wo Toiletten, Bad, Küche mit anderen Familien geteilt werden mussten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie mein Vater in der Wollfabrik doppelte Schichten eingelegt hat und 16 Stunden am Stück gearbeitet haben. Ich würdige die Leistung dieser Menschen.

Du fragst dich, was Drecksarbeit ist ?? Drecksarbeit ist die Arbeit, die kein Deutscher freiwillig macht, wo es kein Lärmschutz gibt und die Hörfähigkeit immer weiter abnimmt, wo es keine Maske gibt und man sich fragt, wie lange man diese Arbeit machen ohne an Krebs zu erkranken, weil man so viel Staub schluckt. Wo man ohne Schutzmaßnahmen in 15 Meter Höhen steigt und jeder Zeit eigentlich runterfallen und sterben könnte. Oder wo mit giftigen Reinigungschemikalien gearbeitet wird und ab und zu die Masken fehlen. Ich habe alles schon gesehen!

Es gibt keinen Grund sein Leben in einem Land zu verbringen, wo man unglücklich ist bzw. nicht glücklich werden kann. Qualifizierte Menschen haben in dieser globalisierten Welt gute Chancen und sollten es auch nutzen.

Wie Sol es erwähnt hat, außerdem müssen wir Raum schaffen, damit unsere Arbeitsplätze an Deutsche, Spaniern, Griechen oder Italiener gegeben werden können. :wink:

Wurden die Gastarbeiter in der Türkei von der Straße weggefangen, betrunken gemacht und dann gezwungen in Deutschland zu arbeiten?
 
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Es gibt keinen Grund sein Leben in einem Land zu verbringen, wo man unglücklich ist bzw. nicht glücklich werden kann. Qualifizierte Menschen haben in dieser globalisierten Welt gute Chancen und sollten es auch nutzen.

Wie Sol es erwähnt hat, außerdem müssen wir Raum schaffen, damit unsere Arbeitsplätze an Deutsche, Spaniern, Griechen oder Italiener gehen können. :wink:

Die Türkei als Paradies ? Wo man nur glücklich werden kann . Idealsierst du da nicht ein wenig ? Kommt für mich zumindest so rüber...
 
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Lieber Ingomann,

ich weiß nicht, ob Du schon einmal länger im Ausland - egal wo- gelebt hast. Über Mentalitätsunterschiede braucht man nicht diskutieren. Nein, die Deutschen räumen nicht für einen quasi unbekannten Gast gleich ihr Schlafzimmer und bekochen ihn mit sämtlichen Köstlichkeiten. Vielleicht brauchen sie länger bis sie auftauen. Aber auf ein deutsches Wort, wenn es gegeben wird, kann man sich verlassen. Auf ein Türkisches nicht unbedingt. Es ist nicht verkehrt, Vertrauen erst einmal wachsen zu lassen.
Soziales Miteinander in der türkischen Gesellschaft? Ja, sicher gibt es das. Aber es erstreckt sich auf eng begrenzte Gemeinschaften (Sippe, Clan, Familie). Da "draußen" einem selbstlos Hilfe geben, da kannst Du mitunter lange drauf warten. Warum? In der Türkei ist nichts so entscheidend, wie ein gut funktionierendes Geflecht an Beziehungen. So hoch Du mit Beziehungen kommst, so tief fällst Du, wenn diese plötzlich wegbrechen. In der Dimension kann Dir das in Deutschland nicht passieren. Da bricht die Herzlichkeit und Offenheit ganz schnell weg. Wenn Dir einer nichts mehr bringt, dann ist er uninteressant. Beziehungen werden vom Nutzen dominiert. Auf der plakativsten Ebene sieht man das, wenn sich Schönheiten einen echten Vogel als Bräutigam wählen- weil er Geld hat.
Etwas vorsichtig sein bedeutet nicht herzlos.
Das hätte ich gerne einmal klargestellt.

Nachtrag: Beweg Dich mal zu Stoßzeiten in der Istanbuler Metro oder auf nem Vapur. Da siehst Du soziales Verhalten. Die Leute trampeln sich teilweise völlig rücksichtslos nieder. Auch, dass man einem auf der Strasse ausweicht, um sich gegenseitig Platz zu machen- diese Rücksicht zu erleben ist manchmal echte Glückssache. Aber ja, jetzt werden die Nostalgiker kommen und sagen, der Kopftuchomi wird doch im Bus gleich der Platz geräumt. Das tun gut erzogene Deutsche auch. Das ist keine Frage der Nationalität.

Das mit den Beziehungen ist auch nicht so anders hier Lale. Ich habe besonders im öffetnlichen Dienst, bzw. Fördergeldern viel gesehen. Und da waren Beziehungen auch der Mittelpunkt. Ingomann meinte eher nicht die Zurückhaltung Deutschen gegenüber Deutschen. Es ist was anderes, wenn der Deutsche sich mit Auslaendern unterhaelt, man merkt bei manchen, sie sind nicht wirklich interessiert. Man sieht es im Gesicht, wie man als "doof" und "unwissend" eingestuft wird. Aber von aussen her tun sie so, als seien sie freundlich, bemüht zu zeigen wie Tolerant und offen sie sind. Es ist eine ganz andere Kommunikation, wirklich mechanisch. Ich bin mir nicht sicher, dass du so etwas in Istanbul angetroffen hast.
 
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Für mich ist das eine Form der Respektlosigkeit, weil diese Menschen ihre Heimat, ihre Familien verlassen und her gekommen sind ohne ein Wort Deutsch zu verstehen und hier ihr bestes getan haben und hart gearbeitet haben. Ich würdige diese Leistung, aber für dich ist es wahrscheinlich eine Selbstverständigkeit, dass Menschen aus ihrer Umgebung herausgerissen werden und in ein anderes Land transportiert werden und dort arbeiten müssen, weil das Leben Ihnen keine andere Alternative oder Wahl geboten hat. Ich kann noch mich sehr gut daran erinnern, wie wir in sogenannte Arbeiterheims untergebracht wurden, wo Toiletten, Bad, Küche mit anderen Familien geteilt werden mussten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie mein Vater in der Wollfabrik doppelte Schichten eingelegt hat und 16 Stunden am Stück gearbeitet haben. Ich würdige die Leistung dieser Menschen.
Und wenn ich sonst niemandens (sagt man das so?) Leistung würdigen würde, dann aber die meiner eigenen Eltern.
Und trotzdem: Niemand hat sie gezwungen nach Deutschland zu kommen.
Sie sind alle freiwillig gegangen.
Millionen Daheimgebliebene sind auch nicht verhungert. Sie hatten die Wahl. Die einen sind geganen, die anderen geblieben.
Ja, der schnöde Mammon lockte dann doch.

Du fragst dich, was Drecksarbeit ist ?? Drecksarbeit ist die Arbeit, die kein Deutscher freiwillig macht, wo es kein Lärmschutz gibt und die Hörfähigkeit immer weiter abnimmt, wo es keine Maske gibt und man sich fragt, wie lange man diese Arbeit machen ohne an Krebs zu erkranken, weil man so viel Staub schluckt. Wo man ohne Schutzmaßnahmen in 15 Meter Höhen steigt und jeder Zeit eigentlich runterfallen und sterben könnte. Oder wo mit giftigen Reinigungschemikalien gearbeitet wird und ab und zu die Masken fehlen. Ich habe alles schon gesehen!
Diese Fälle gab es, und gibt es trauriger Weise immer noch.
Aber dass da ausschliesslich Ausländer gearbeitet haben, ist einfach nicht wahr.
Wo sind in dieser ganzen Kritik denn die guten Beispiele?
Die Opelaner, um nur ein Beispiel zu nennen.

Es gibt keinen Grund sein Leben in einem Land zu verbringen, wo man unglücklich ist bzw. nicht glücklich werden kann. Qualifizierte Menschen haben in dieser globalisierten Welt gute Chancen und sollten es auch nutzen.

Wie Sol es erwähnt hat, außerdem müssen wir Raum schaffen, damit unsere Arbeitsplätze an Deutsche, Spaniern, Griechen oder Italiener gehen können. :wink:
Wieder so eine unqualifizierte Bemerkung, die jeglicher Grundlage entbehrt.
 
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Für mich ist das eine Form der Respektlosigkeit, weil diese Menschen ihre Heimat, ihre Familien verlassen und her gekommen sind ohne ein Wort Deutsch zu verstehen und hier ihr bestes getan haben und hart gearbeitet haben. Ich würdige diese Leistung, aber für dich ist es wahrscheinlich eine Selbstverständigkeit, dass Menschen aus ihrer Umgebung herausgerissen werden und in ein anderes Land transportiert werden und dort arbeiten müssen, weil das Leben Ihnen keine andere Alternative oder Wahl geboten hat. Ich kann noch mich sehr gut daran erinnern, wie wir in sogenannte Arbeiterheims untergebracht wurden, wo Toiletten, Bad, Küche mit anderen Familien geteilt werden mussten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie mein Vater in der Wollfabrik doppelte Schichten eingelegt hat und 16 Stunden am Stück gearbeitet haben. Ich würdige die Leistung dieser Menschen.

Du fragst dich, was Drecksarbeit ist ?? Drecksarbeit ist die Arbeit, die kein Deutscher freiwillig macht, wo es kein Lärmschutz gibt und die Hörfähigkeit immer weiter abnimmt, wo es keine Maske gibt und man sich fragt, wie lange man diese Arbeit machen ohne an Krebs zu erkranken, weil man so viel Staub schluckt. Wo man ohne Schutzmaßnahmen in 15 Meter Höhen steigt und jeder Zeit eigentlich runterfallen und sterben könnte. Oder wo mit giftigen Reinigungschemikalien gearbeitet wird und ab und zu die Masken fehlen. Ich habe alles schon gesehen!

Es gibt keinen Grund sein Leben in einem Land zu verbringen, wo man unglücklich ist bzw. nicht glücklich werden kann. Qualifizierte Menschen haben in dieser globalisierten Welt gute Chancen und sollten es auch nutzen.

Wie Sol es erwähnt hat, außerdem müssen wir Raum schaffen, damit unsere Arbeitsplätze an Deutsche, Spaniern, Griechen oder Italiener gehen können. :wink:


Jaja, die spießigen lebensfreudeverachtenden Deutschen haben die armen türkischen Gastarbeiter mit Lassos gefangen um sie dann im Zug ins deutsche Gulag zur Zwangsarbeit zu deportieren.
 
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Es ist was anderes, wenn der Deutsche sich mit Auslaendern unterhaelt, man merkt bei manchen, sie sind nicht wirklich interessiert. Man sieht es im Gesicht, wie man als "doof" und "unwissend" eingestuft wird. Aber von aussen her tun sie so, als seien sie freundlich, bemüht zu zeigen wie Tolerant und offen sie sind. Es ist eine ganz andere Kommunikation, wirklich mechanisch. Ich bin mir nicht sicher, dass du so etwas in Istanbul angetroffen hast.

Weisst Du was, ich bewege mich hier tagaustagein als Ausländer. Und auch da gibt es Begegnungen, da siehst Du im Gesicht, dass Du der doofe yabanci bist. Natürlich spreche ich Türkisch mit einem deutlichen Akzent. Aber man versteht mich jederzeit. Aber auch da gibst Begegnungen, wo man mich einfach nicht verstehen will (selbst wenn ein türkischer Bekannter nebendran steht und mir danach bestätigt, dass ich glasklar zu verstehen war). Und es ist hier auch nicht so, dass mir alle die Bude einrennen, weil sie alle meine Kultur kennen lernen wollen. Die meisten interessieren sich nicht die Bohne für eine derartige Horizonterweiterung, weil die Türkei in ihren Augen sowieso das beste Land der Welt ist (vor allem in den Augen derer, die noch nie ihren Hintern aus dem Land bewegt haben). Aber nach außen sind sie ebenfalls freundlich. Und hintenrum schütteln sie den Kopf, was der doofe Ausländer hier eigentlich will.

Also jetzt idealisiere mal den Ali Normalverbraucher nicht zum fremde Kultur- Versteher par excellence. Der unterscheidet sich in seiner Spießigkeit nicht die Bohne von Otto Normalverbraucher mit den Gartenzwergen. Nur, dass der eine eben Filterkaffee trinkt und der andere Cay.

Aber ja, ich lebe gerne hier. Es ist eine Weltstadt. Und hier gibt es genug weltoffene Menschen. Der Rest kann mich mal.

PS: Übrigens muss ich hier auch etwas dafür tun, dass ich meinen Platz finde. Geschenkt wird einem nix. Die Türken waren vor mir da....warum sollen sie jetzt alle wegen mir Männchen machen?
 
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Also jetzt idealisiere mal den Ali Normalverbraucher nicht zum fremde Kultur- Versteher par excellence. Der unterscheidet sich in seiner Spießigkeit nicht die Bohne von Otto Normalverbraucher mit den Gartenzwergen. Nur, dass der eine eben Filterkaffee trinkt und der andere Cay.

Nöö mach ich doch nicht, verstehe mich nicht falsch. Da gebe ich dir vollkommen Recht:wink:
 
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