Türkische Talente wandern ab

AW: Türkische Talente wandern ab

Die Benachteiligung von Migranten bei Wohnungs- und Arbeitssuche ist Tatsache.
Ebenso ist fakt, dass die Menschen für sich selbst u/o ihre Familie arbeiten.
Das gilt für Deutschstämmige ebenso wie für die Menschen mit Migrationshintergrund vor 50 Jahren oder heute.
Schliesslich sollte man die Tatsache akzeptieren, dass Menschen völkische Ein-und Ausgrenzungen im Kopf haben, solange völkisches, also nationalistisches und rassistisches Denken in identitätsstiftender Weise vermittelt und aufrechterhalten wird- was heute nach wie vor in weiten Teilen der deutschen und nichtdeutschen Gesellschaft mehr oder weniger der Fall ist.

Alle mentale Tätigkeit des Menschen erfolgt zu über 95% aus dem Unbewussten.
Spontane Reaktionen (in beliebigen Lebenssituationen) entsprechen mithin zu über 95% den unbewussten "Überzeugungen" aufgrund Prägung und Konditionierung. Solche Reaktionen erfolgen und verlaufen "intuitiv" in Wechselbeziehung zu den inneren emotionalen Bewegungen.
Der rationale, analytische Verstand wird idR "nur" dazu verwendet, sich und die eigene Reaktion "darzustellen" und zu "erklären". In der Praxis sieht das zumeist so aus, dass intuitiv-instinktiv eine Reaktion erfolgt, ein Verhalten, dass man anschliessend rational zu begründen versucht. So betrachtet ist fast alles Begründen eine Form der Selbstdarstellung im nachhinein.

Berücksichtigt man diese seelisch-geistigen Zusammenhänge, wird klar, dass die hier diskutierten Konflikte und sozialen Probleme nicht ausbleiben, weil sie nicht ausbleiben können. Es macht auch verständlich, warum das tatsächliche Verhalten vieler Menschen so oft von ihren erklärten Ansichten abweicht, was viele Menschen oft sehr widersprüchlich erscheinen lässt. Z.Bsp.: "Ich habe eigentlich nichts gegen... aber..."
Der Unterschied zwischen Wirklichkeit und Anspruch scheint da oft sehr gross- das gilt eigentlich für alle Lebensbereiche und typischerweise erkennt man Widersprüche dieser Art bei anderen sehr viel leichter als bei sich selbst.:lol:
Ändern lassen sich konditionierte Verhaltensweisen nur, wenn man sich diese bewusst macht und loslässt. Das wäre dann sozusagen eine Form der bewussten "Disidentifikation" von übernommenem Gedankengut.

Nun sind ja die allermeisten Menschen mehr oder weniger nationalistisch und rassistisch geprägt und konditioniert. Die Nation wird als "kollektive" Identität wahrgenommen.
Ich nenne das den kultivierten Herdeninstinkt, der idR unbewusst ist und je nach Umständen bewusst ausagiert wird.

In ferner Vergangenheit hatte dieser Instinkt eine überlebenswichtige Funktion. Die eigene Gruppe gewährte dem Steinzeitmenschen Schutz, Sicherheit und Jagderfolg und war unerlässlich für das eigene Überleben in einer lebensgefährlichen Umwelt.

Im Zuge der Menschheitsentwicklung und -Vermehrung wurde dieser Instinkt geistig erweitert und kultiviert. Aus dem Herdeninstinkt entwickelte sich erst Stammesdenken und dann völkisches Denken auf der Grundlage von nationalistischen und rassistischen Ideen. Diese Ideen waren der Grund für ununterbrochene kollektive Unterdrückung und kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Völkern. Aus Revierkämpfen wurden Weltkriege. (Religionen waren ein weiteres identitätsstiftendes kollektives Modell, dass sich im Laufe der Zeit mit dem völkisch-nationalen zunehmend überschnitt)

Heute ist es mE nach für die Menschheit an der Zeit sich weiterzuentwickeln- weg von der individuell-völkischen-nationalen hin zur individuell-globalen Betrachtungsweise unserer Welt. Anders lassen sich die globalen Probleme übrigens auch schon gar nicht mehr lösen.
Wer diese Sichtweise ablehnt, sollte sich über die Konsequenzen im Klaren sein und nicht herumjammern, weil er persönlich unter den negativen Auswirkungen der Grenzen im Kopf zu leiden hat.

 
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Ich kann noch mich sehr gut daran erinnern, wie wir in sogenannte Arbeiterheims untergebracht wurden, wo Toiletten, Bad, Küche mit anderen Familien geteilt werden mussten.

Sorry, so gings vielen Ostflüchtlingen auch. Ja, es gab diese Heime. War es im Interesse der ersten, alleine kommenden Gastarbeiter, viel Geld für Miete zu verplempern? Da wurde doch spartanisch gelebt, damit möglichst viel für die Rückkehr gespart werden konnte oder gleich nach TR geschickt werden konnte.

Du fragst dich, was Drecksarbeit ist ?? Drecksarbeit ist die Arbeit, die kein Deutscher freiwillig macht, wo es kein Lärmschutz gibt und die Hörfähigkeit immer weiter abnimmt, wo es keine Maske gibt und man sich fragt, wie lange man diese Arbeit machen ohne an Krebs zu erkranken, weil man so viel Staub schluckt. Wo man ohne Schutzmaßnahmen in 15 Meter Höhen steigt und jeder Zeit eigentlich runterfallen und sterben könnte. Oder wo mit giftigen Reinigungschemikalien gearbeitet wird und ab und zu die Masken fehlen. Ich habe alles schon gesehen!

Hört sich an wie eine Beschreibung der Jeansbleichereien in Istanbuls Dunkeldunkel-Vorstädten.

Qualifizierte Menschen haben in dieser globalisierten Welt gute Chancen und sollten es auch nutzen.

Hat da jemand was dagegen gesagt?
 
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Heute ist es mE nach für die Menschheit an der Zeit sich weiterzuentwickeln- weg von der individuell-völkischen-nationalen hin zur individuell-globalen Betrachtungsweise unserer Welt. Anders lassen sich die globalen Probleme übrigens auch schon gar nicht mehr lösen.
Wer diese Sichtweise ablehnt, sollte sich über die Konsequenzen im Klaren sein und nicht herumjammern, weil er persönlich unter den negativen Auswirkungen der Grenzen im Kopf zu leiden hat.


Das ist korrekt, allerdings mit der Einschränkung das es nur funktioniert wenn auch alle mitmachen.

Denn ansonsten steht man als deutscher Kosmopolit ganz schnell als Vaterlandsloser da.
 
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Ich finde die meisten Deutsche sind okay. Sind tolerant,verstaendnisvoll,
haben sich mehr oder weniger in der langen Zeit an die Türken mit ihren für sie komischen Traditionen:)biggrin:) gewöhnt.Der Deutsche möchte eingentlich nur,dass der Türke wenigstens so ein bissl nach 40 Jahren seine
Sprache spricht.Für die Meisten ist auch die Herkunft der Menschen egal,wenn sie;
1.Deutsch sprechen
2.Freundlich sind
3.Benehnmregeln beachten
4.Die Kultur des Landes in dem sie leben respektieren
5.Sich an die Lebensweise anpassen(muss nicht 100% sein) aber ablehnen ist
der reinste Quatsch.

Das Land heisst D E U T S C H L A N D ,wo in der Mehrzahl Deutsche mit deutschen Wurzeln leben. Es ist ganz normal,dass man sich dem deutschen'' Rhythmus'' anpasst.

Wer sich benachteiligt fühlt, glaubt Mensch als 2. Klasse behandelt zu werden,der sollte dann dort leben,wo er glaubt V I P zu sein.

Very simple.
 
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Das ist korrekt, allerdings mit der Einschränkung das es nur funktioniert wenn auch alle mitmachen.

Denn ansonsten steht man als deutscher Kosmopolit ganz schnell als Vaterlandsloser da.

Momentan geht die Entwicklung leider in die entgegengesetzte Richtung. Ein- und ausgrenzende Bestrebungen nationalistischer und religiöser Art sind einhergehend mit dem sozialen Niedergang wieder auf dem Vormarsch.

Vielleicht braucht es erst ein katastrophisches Mass an Leid und Elend für die Bevölkerungsmehrheiten in den mächtigen Ländern dieser Welt, um die alten Wege zu verlassen und neue einzuschlagen. In der Geschichte sind neue Entwicklungen selten friedlich verlaufen- wenn überhaupt, denn es gilt je und je, die zahlreiche Profiteure des Alten zu überwinden, das Establishment mit all seiner Macht.
Andererseits: Viele Mehrheiten haben als Minderheiten angefangen und vieles, was früher undenkbar war, ist heute selbstverständlich.

Die Idee der menschlich- sozialen Globalisierung (im Gegensatz zur wirtschaftlichen) ist ja nicht neu- wird aber von den meisten mehr als ferne Utopie oder science fiction aufgefasst.
Was der Verwirklichung dieser Idee fehlt, ist eine organisierte Interessenvertretung/Lobby, die wachsen und Einfluss nehmen kann.
 
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Die Sprache ist und bleibt nun einmal der Schlüssel zu einer Kultur.
Und Spiesser gibt es überall auf der Welt.
Warum es kriselt in Deutschland? Weil da überdurchschnittlich viele Spiesser mit anatolischen Wurzeln auf deutsche Spiesser getroffen sind. Ist doch klar, dass es da in die entgegengesetzte Richtung "spiesst".

Nachtrag: das ist eine extreme Vereinfachung. Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass sehr viele Türkischstämmige in Deutschland ungerechtfertigt Nachteile in Kauf nehmen müssen.
 
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Das deutsch-türkische "Sonderproblem" besteht in der Anzahl der türkischen Migranten, die in kurzer Zeit so gross geworden war, dass sich schnell eine funktionierende, in allen Lebensbereichen abgeschlossene Parallelgesellschaft herausgebildet hat. Aufgrunddessen konnten Anpassungszwänge jeglicher Art umgangen werden.

 
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