Treue - heutzutage unnormal??

pronto

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AW: Treue - heutzutage unnormal??

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papatya

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AW: Treue - heutzutage unnormal??

boah pronto-wie heftig....da wäre ich glaube ich auch leicht hysterisch geworden, wenn mein mann mir dann noch immer sagt, er ist im büro, obwohl ich live mitbekomme, das dort gersde alles zu ende geht...uuuuuhhhhhh, so was wünscht man sich nicht...
 
R

rebel

Guest
AW: Treue - heutzutage unnormal??

zu doll aber irgendwie verdammt lustig die geschichte
 

Xan

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AW: Treue - heutzutage unnormal??

Zitat von ReginaR:
Ich besitze ein derartiges Konzept nicht. Ganz im Gegenteil. Und noch mal: Ist ein solche Konzept ALLGEMEIN falsch - das ist das, was Dein erster Satz sagt - oder einfach nur für Dich nicht passend - das ist, was einer Deiner letzten Sätze sagt.

Der erste Satz ist provokant und nahezu beleidigend. Der letzte Satz zeugt von Toleranz.
Dein Problem ist, daß du Toleranz, die nicht mit Zustimmung einhergeht, als Angriff auf deine Person betrachtest.

Es ist wie mit der Anarchie. Ich bin wohl der Meinung, daß Anarchie grundsätzlich falsch ist, habe aber kein Problem damit, sie in bestimmten Bereichen zu akzeptieren, solange sie nicht das gesamte System in den Abgrund zieht. Man kann sogar sagen, daß ein gewisses Maß für einen gesunden gesellschaftlichen Organismus notwendig ist.

Für die Menschen bedeutet das, ich akzeptiere sie als gleichwertig, obwohl ich ihre Lebensweise in bestimmten Bereichen für "allgemein" verkehrt halte.
 

ReginaR

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AW: Treue - heutzutage unnormal??

Zitat von Xan:
Dein Problem ist, daß du Toleranz, die nicht mit Zustimmung einhergeht, als Angriff auf deine Person betrachtest.

Äh... ne. Ich glaube, Du machst es Dir auch ein bisschen sehr einfach. Ich hab aber oben schon geschildert, wo das Problem liegt: es ist der Ton. Wenn Du etwas als "kompletten Käse" abtust, kommt mir das nicht besonders tolerant vor. Auch wenn Du hinten dransetzt, dass ja jeder machen soll, wie er will...

Für die Menschen bedeutet das, ich akzeptiere sie als gleichwertig, obwohl ich ihre Lebensweise in bestimmten Bereichen "allgemein" für verkehrt halte.

Das widerspricht sich für mich ein wenig. Wenn ich ein Verhalten für "allgemein" verkehrt halte, dann werde ich alles daran setzen, dieses Verhalten bei meinem Gegenüber zu ändern (wenn ich denn die Macht habe). Besonders bei meinen Freunden, denn sie sollen ja nicht ins Unglück rennen.

Wenn ich mir aber ein Verhalten nur "für mich" nicht vorstellen kann, aber durchaus sehe, dass es für einen anderen gut sei kann, dann werde ich nicht versuchen, den anderen und sein Verhalten zu ändern.

Das verstehe ich unter Toleranz und Akzeptanz. Nicht: Was Du machst ist Käse und vollkommen falsch, aber keine Angst, ich hab Dich trotzdem noch lieb.
 
A

Anouk

Guest
AW: Treue - heutzutage unnormal??

Zitat von Xan:
Für die Menschen bedeutet das, ich akzeptiere sie als gleichwertig, obwohl ich ihre Lebensweise in bestimmten Bereichen für "allgemein" verkehrt halte.

@Xan: Hmm... will ja nicht Haare spalten, aber mal neugierig nachgefragt: Hältst Du die Lebensweise dann für "allgemein" falsch - oder nur für Dich persönlich?
 
A

Anouk

Guest
AW: Treue - heutzutage unnormal??

... war jetzt von mir kompletter Käse, da doppelt gemoppelt mit Regina - hätte die Seite vielleicht vorher mal neu laden sollen... :oops:
 
AW: Treue - heutzutage unnormal??

Zitat von alteglucke:
Wieso müssen andere Menschen so leben, wie du das für richtig hältst?

Das wollte ich damit garnicht sagen. Wenn sich zwei Partner einig sind, ihr Sexleben auch anderweitig auszuleben und damit eine Bereicherung für ihre Beziehung sehen, oder zumindest auch keinen Nachteil, dann ist das die Lebensweiße und das Partnerzusammensein mit dem die beiden dann zusammen glücklich sind. Das wollte ich damit eigentlich nicht kritisieren.
Es ging mir eher um den Fall auf der ersten Seite (er geht ab und zu mal fremd und sie weiß nichts davon) was für mich wie ich schon mal gesagt habe eine Schweinerei ist. Allerdings fehlt hier die Offenheit und Ehrlichkeit, der Austausch, der statt finden müsste.

Vielleicht liegt es an dem Alter, an der Naivität meiner Jugend oder meines Denkens, oder an den mangelnden Erfahrungen die viele von euch schon haben, die ich vielleicht noch nicht habe, aber ICH würde, könnte mich mit so einer Lebens- und Beziehungseinstellung nicht zufrieden geben.
Ich habe noch Ideale, Vorstellungen, Wünsche und Träume von Beziehungen, in denen es nicht als Abnormal gilt, das Wort Treue zu LEBEN, gemeinsam mit dem Partner.
Ich hoffe dass ich auch nicht davon abkomme und mich zumindest in diesem Thema nicht auf Kompromisse einlassen werde, wenn es soweit sein sollte, denn DAMIT würde ich nicht wirklich glücklich werden.
Für mich ist der Gegenkompromiss eine Lösung (der, dass ich meinem Partner treu bleibe, auch wenn es manchmal schwer ist) Denn so wie für manche von euch die Akzeptanz eines Seitensprungs die bessere Variante ist, ist es für mich eben der Verzicht darauf. Beides hat in gewisser Weiße mit einem "Einstecken" zu tun. Aber mit dem einen könnte ich eben klar kommen und mit dem anderen eben nicht.

Ich wollte das anbringen, weil ich mich vorhin vielleicht zu allgemein und mißverständlich ausgedrückt habe, was zum Teil auf eine falsche Sichtweiße meiner Aussage stieß. Hmm, wirklich eine sehr interessante Diskussion geworden, ich werde mich allerdings jetzt mit meiner "Jugendlichen Naivität" (wie es manche sehen wollen) zurückhalten.
 

wiebke

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AW: Treue - heutzutage unnormal??

Zitat von ROManian-Askim:
Hmm, wirklich eine sehr interessante Diskussion geworden, ich werde mich allerdings jetzt mit meiner "Jugendlichen Naivität" (wie es manche sehen wollen) zurückhalten.

es ist ein interessante diskussion, weil verschiedene ansichten, perspektiven und erfahrungen ausgetauscht werden. und egal wie alt, jeder hat seine erfahrungen, die wertvoll und berechtigt sind und die zu dieser diskussion wesentliches beitragen. wenn du glaubst, nichts mehr sagen zu wollen, ist das deine entscheidung, aber tu es bitte nicht, weil du glaubst, aus irgendwelchen gründen nicht gehört zu werden. das ist nicht der fall. ich finde, du hast deine ansicht sehr klar und nachvollziehbar rüber gebracht. deine vorstellungen sind nicht naiv, du strebst halt nach deinem persönlichen ideal, wie jeder hier.

also keine falsche zurückhaltung! raus mit der meinung! :)
 

Xan

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AW: Treue - heutzutage unnormal??

Zitat von ReginaR:
Äh... ne. Ich glaube, Du machst es Dir auch ein bisschen sehr einfach. Ich hab aber oben schon geschildert, wo das Problem liegt: es ist der Ton. Wenn Du etwas als "kompletten Käse" abtust, kommt mir das nicht besonders tolerant vor. Auch wenn Du hinten dransetzt, dass ja jeder machen soll, wie er will...
Du scheinst es wirklich nicht zu begreifen. Entscheidend für die Toleranz ist das Verhalten, nicht die Meinung, die man zu etwas hat. Ich habe dir doch lang und breit erklärt, daß ein Verhalten für mich tolerabel ist, solange es die Rechte anderer oder die gesellschaftliche Entwicklung nicht beeinträchtigt. Das heißt aber noch lange nicht, daß dieses Verhalten allgemeingültig und richtig ist.

Anders geht es doch garnicht, wenn du mit Leuten zusammenleben willst, die unterschiedliche Ansichten haben.
Das widerspricht sich für mich ein wenig. Wenn ich ein Verhalten für "allgemein" verkehrt halte, dann werde ich alles daran setzen, dieses Verhalten bei meinem Gegenüber zu ändern (wenn ich denn die Macht habe). Besonders bei meinen Freunden, denn sie sollen ja nicht ins Unglück rennen.
Wer redet denn von Unglück? Es macht dich doch glücklich. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, daß man es jetzt allgemein für gut befinden muß.
Das verstehe ich unter Toleranz und Akzeptanz. Nicht: Was Du machst ist Käse und vollkommen falsch, aber keine Angst, ich hab Dich trotzdem noch lieb.
Das ist Quatsch. Ich hab dich doch nicht lieb. Aber ich habe kein Problem damit, mit dir Tür an Tür zu leben.

Es sind zwei verschiedene Dinge, ob etwas nur für dich und ein paar andere gilt, aber allgemein nicht wünschenswert ist, oder ob ich persönlich etwas ablehne, das allgemein akzeptiert wird.

Wenn ich etwas für allgemein verkehrt halte, dann deswegen, weil ich überzeugt davon bin, es würde als Normalzustand Schaden anrichten. Das schließt jedoch nicht aus, es bis zu einem bestimmten Maß zu tolerieren. Die Alternative nennt sich Totalitarismus.
 
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