Wann ist jemand "integriert"?

grünesblau

Well-Known Member
Ich hatte zeit und konnte mich mit paar gästen unterhalten.. laufe des gesprächs kam raus, dass ich türkin bin und zack kam der satz " sie können aber gut deutsch, man merkt ja gar nicht dass sie türkin sind". Nazan Eckes stand nur knapp einen meter entfernt ( btw.. bildhübsche naturschöne frau). Ich habe den Gast gefragt, ob er dies auch frau eckes oder einem erol sander sagen würde! Er hat die augen aufgerissen und gemerkt, dass er in ein fettnäpfche getreten ist. wenn man bedenkt, wie oft ich diesen satz zuhören kriege, darf man mir und manch anderen nicht böse sein, wenn wir allergisch auf solche aussagen reagieren. Irgendwann hat man kein verständnis dafür!

Super Reaktion von Dir! ;) Ich hab das hier letztens erst in einem anderen Zusammenhang zur Sprache gebracht, dass genau diese Bemerkung einem Freund von mir wiederholt begegnete und ich konnte sehr gut verstehen, wie sehr ihn das nervt.
Es ist echt eine ganz andere Hausnummer, wenn man im Zuge des Gesprächs erfährt, dass das Gegenüber erst seit kurzem Deutsch lernt und ein Kompliment ausspricht. Dann ist es auch ein Kompliment.
 

NeoAslan

Gesperrt
Das Unwort "Integration" ist ein Machtinstrument mit dem eine Minderheit als ideelles Kollektiv in die Defensive gedrückt und stylisiert wird, damit man sie ihrer individuellen Integrität berauben kann.
Es dient hauptsächlich dazu, dass sich eine "Mehrheit" als etwas Einheitliches fühlen kann.
Sie gibt ihren Individuen das vermeintliche Gefühl der Normalität und Überlegenheit, unabhängig vom Spektrum menschlicher und gesellschaftlicher Erscheinigungsformen, wohingegen die Minderheit annormalisiert und dabei stigmatisiert und negativ behaftet wird.
Es handelt sich bei diesem Terminus um eine blanke Unterdrückungslüge.
Bildlich beschrieben ist es ein Luftschloss.
Das treffende Synonym ist vermutlich "Illusion", zumindest stellt sie sich gleich.
 
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