Jetzt mal bitte keine Panik! Bei allem Verständnis für deine momentane Situation: Aber es geht nicht um den „Rest deiner Lebenszeit“, sondern zwei, maximal drei anstrengende Monate, die dir bevorstehen, dann wird deine Mutter wieder mobil sein.
Ich bin Selbstständig und habe einen 12-16h Arbeitstag. Teilweise arbeite ich Samstags und Sonntags, um Zeit gut zu machen. In den vergangenen 10 Tagen bin ich kaum dazu gekommen, meiner beruflichen Arbeit nachzugehen. Das mich das u.A. auch finanziell belastet, sollte doch verständlich sein.
Ich habe in den letzten Tagen alles mir mögliche hier getan und Heute endlich den Entschluss gefasst - loszulassen. Ich bin eher ein Ordnungsfanatiker und habe alles sauber, ordentlich, strukturiert und organisiert. Normalerweise mache ich einmal richtig sauber und ordentlich und halte das dann auch sauber und ordentlich - wenn nicht mein Vater wäre, der wieder Unordnung hinterlässt.
Er macht es sicherlich nicht absichtlich und denkt sich nichts schlimmes dabei. Allerdings räume ich dann immer hinterher.
Beispiel:
Ich stelle die Schuhe ordentlich hin... 5 min später Schuhe durcheinander
Ich falte die Küchentücher (zum Trocknen) schön zusammen... Er schmeisst da eine Tüte Brötchen vom Bäacker drauf, so das alle Küchentücher verknäueln.
Ich hänge die Nachthemden von Mutti frisch gewaschen auf die Leine. Fein säuberlich und etwas gezogen, so dass die Falten aus der Kleidung gehen. Er nimmt sie runter, stopft sie in den Wäschekorb (Knitter) und schmeisst schwere SAchen wie Jeans oben drauf.
Ich sauge den Flur, weil die Nachbarn eine Dachgaube bauen und die Handwerker unsere Haustür mit verschmutzen. Mein Vater rennt alle 20 Mins vor die Tür, um in den Briefkasten zu schauen... Schleppt dann den ganzen neuen Schmutz in den Flur bzw. ins Wohnzimmer.
... oder das Highlight.
Mutti wünscht eine ihrer Leggings, die angeblich meinem Vater mit der Schmutzwäsche mitgegeben wurde. Besagte Leggings gibt es hier nicht, da ich seit Tagen die Wäsche mache. Meinen Vater lässt es keine Ruhe und bis nach Mitternacht wühlt er alle (und ich meine alle) Schränke nach dieser Leggings durch. Telefoniert mit meiner Schwester und sucht weiter... Heute erfahren wir, dass Mutti die Leggings angezogen hat. Sie befand sich nicht in der Schmutzwäsche sondern in der Sporttasche, die sie mit ins Krankenhaus genommen hat. Wer den Mist in den Schränken aufräumen kann, kannst du dir denken...
... das ich echt am Stock gehe, kannst du dir vorstellen. Ich habe ja sonst nix zu tun.