Was ganz anderes. Den Kölner Bischof/Kardinal Woelki werdet Ihr kennen spätestens, nachdem er sich schwer engagiert hatte im Flüchtlingsherbst 2015/16. Unter anderem hatte er ein Flüchlingsboot zu einen Altar geweiht. Davon ab gilt er aber auch als erzkonservativer Knochen, Musterschüler seines Vorgängers Kardinal Meisner, gerade auch in Sexual- und Familienfragen, aber auch als starker Bremser im innerkirchlichen Reformprozeß.
Er hat nun gleich zwei schwere Fälle an der Backe, wo er und sein (inzwischen verstorbener) Vorgänger sexuellen Kindesmißbrauch vertuscht haben, und zwar auch innerkirchlich (Papst Benedikt hatte dekretiert, daß alle Fälle zentral nach Rom gemeldet zu werden haben). In jüngster Zeit, also nachdem das Thema längst hochgekocht war.
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Wenn sich das so bewahrheitet, wird das wohl mit einem Rücktritt enden müssen. Da ist eh Stunk in Köln. Wie andere Bistümer auch, hatte man in Köln eine unabhängige Untersuchungskommission eingesetzt. Deren Bericht gefällt Woelki nicht, weswegen er ihn nicht veröffentlichen wollte und durch eine neue Kommission ersetzen. Inzwischen ist die Sache zumindest so weit, daß im März beide Berichte veröffentlicht werden sollen.