Was denkt Ihr gerade? (38)

Bintje

Well-Known Member
Vorsichtig ... die meisten Literatur-Nobelpreisträger sind Trinker ;)
Echt? Kann ich mir ehrlich gesagt schwer vorstellen. Nicht die meisten, auf gar keinen Fall. Allerdings hatte ich mal einen Kollegen, der diesem Mythos aufsaß. Hartnäckiger Bukowski-Fan, der sich fest einbildete, dessen Lebensstil imitieren zu müssen, was manchmal unfreiwillig komisch und oft aber auch furchtbar anstrengend war. Zumal er mit dem Vater meines Sohnes befreundet war und gern das Nachtleben mit ihm unsicher machte.
Eigentlich ein guter, sehr guter Schreiber, der irgendwann eine Chance bekam, von der andere wahrscheinlich nur träumten: Auslandseinsatz irgendwo auf dem Balkan, also hin, Reportagen liefern, zurück - aber infolge fiebriger Nervosität, was er vorher leider wie gewohnt mit Alk bekämpfte, hat er es total vergeigt. So kann's auch gehen. Und natürlich bekam er danach keine 2. Chance mehr, dafür aber einen Herzinfarkt, an dem er lange laborierte. :confused:
 

Alubehütet

Well-Known Member
Google, erster Treffer:
„The Writer`s disease“ - die Krankheit der Schriftsteller. In Amerika gilt es als selbstverständlich, dass Alkoholismus und Literatur fast untrennbar miteinander verbunden sind. Von sieben amerikanischen Literaturnobelpreisträgern waren fünf Alkoholiker: Sinclair Lewis, Eugene O`Neill, William Faulkner, Ernest Hemingway und John Steinbeck. Die beiden einzigen Ausnahmen auf der Liste der Nobelpreisträger, so Goodwin (2000) etwas ironisch, seien eine Frau: Pearl S. Buck, und ein Jude, Saul Bellow, der heute so gut wie vergessen sei. George Wedge hat eine Liste von 150 namhaften amerikanischen Autoren zusammengestellt, die Alkoholiker waren. Je nach Genauigkeit des Hinschauens wird in den unterschiedlichen Erhebungen der Anteil der Alkoholiker an den Schriftstellern irgendwo zwischen 30 und 90 Prozent geschätzt.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Fataler Mythos. Wenn man sich das genauer anguckt: Der hat gar nicht so viel gesoffen. Also – Zeitweise, aber nicht ständig. Den Job als Briefträger hätte er nicht machen können mit so viel Alk.

Klar hat er täglich getrunken, und auch nicht wenig. Aber dann eben doch nicht so viel.

Tom Waits wäre an diesem Mythos fast krepiert, ist seit 40 Jahren trocken.
 

Bintje

Well-Known Member
War der nicht Quartalssäufer? Oben beschriebener Bekannter soff täglich, weil er nicht anders mit Stress umgehen konnte. Inzwischen schon, jedenfalls überwiegend - ... aber das hat er nur seiner Frau zu verdanken (bzw. ihrer Beharrlichkeit), an deren Stelle ich längst das Weite gesucht hätte.
Fataler Mythos. Wenn man sich das genauer anguckt: Der hat gar nicht so viel gesoffen. Also – Zeitweise, aber nicht ständig. Den Job als Briefträger hätte er nicht machen können mit so viel Alk.

Klar hat er täglich getrunken, und auch nicht wenig. Aber dann eben doch nicht so viel.
Hmm. Also war er schwerer Alkoholiker. Dass er trotzdem Briefe austragen konnte, spricht keineswegs dagegen, sondern m.E. nur dafür, welche Mengen er offenbar gewöhnt war. ;)
 

EnRetard

Well-Known Member

Wegen des Sorgereschtsstreits mit der Kindsmutter macht dieser Bekloppte so einen Zirkus. Bringt sein Kind in Gefahr, ängstigt es wahrscheinlich fast zu Tode, und zieht mit der Flughafensperre Tausende Leute mit rein. Und hinterher landet er für Jahre in der Klapse oder im Gefängnis und wenn er rauskommt, kennt sein Kind ihn gar nicht mehr.
Was für ein Irrsinn.
 

Bintje

Well-Known Member
Wegen des Sorgereschtsstreits mit der Kindsmutter macht dieser Bekloppte so einen Zirkus.
Immer noch. Das dauert jetzt länger als 15 Stunden.
Das Mädchen wird sicherlich hungrig sein, durstig, übermüdet, verängstigt und mal aufs Klo müssen ...

Er hatte sein Auto offenbar direkt unter einer Maschine von THY abgestellt, und die Polizei verhandelt mit ihm auf Türkisch.
Weshalb ich mal vorsichtig vermute, dass er vorhatte, die Kleine in die TR zu entführen.
 
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