Was denkt Ihr gerade? (38)

Bintje

Well-Known Member
Frage ist, wie das ausgeht. Je länger es dauert, desto eher könnten bei dem Typ eventuell alle Sicherungen durchknallen (.. falls er überhaupt welche hatte). In der Haut der Verhandelnden bei der Polizei möchte ich auch nicht stecken. In gar keiner Haut irgendeines Beteiligten.

Hätte er das Kind nicht dabei, hätten sie die Sache sicher schon robust beendet, mit Blendgranaten, was auch immer.

Nebenbei hat das vermutlich auch Auswirkungen auf andere Flughäfen. Flüge müssen ja umgeleitet werden usw., das verschiebt sicherlich einiges.
Eine gute Freundin, die heute zu ihrer Anne in die Türkei will, wartet jedenfalls schon seit Stunden & ist nur dankbar, dass sie nicht ab HH gebucht hat.
 

Bintje

Well-Known Member
Was für ein rücksichtsloser Kerl, dem geht es doch garnicht um das Kind.
Selbstsüchtiges Arsch. Wo auch immer der landet, der sieht keine Sonne mehr. Und falls er überlebt, kriegt er auch den Schadenersatz für alles aufgebrummt. - Hoffentlich wird das Kind nicht verletzt. Traumatisiert ist es sowieso schon. Angeblich soll er auch ein paarmal in die Luft geballert haben, als er es abholte. Dem geht's ausschließlich um sich selbst.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Eine Welle macht zur Zeit auch, daß in Sachsen-Anhalt ein Anne Frank-Kindergarten umbenannt werden soll. Aber es ist nicht so, wie es aussieht! Wenn auch um die Ecke anders fatal.

Hintergründe:

 

univers

Well-Known Member
KAPO....

Diesen Begriff kenn ich als durch das Naziregime während des 2. Weltkrieges in den KZ's eingesetzten Helfer für ihre widerliche Ideale.

Soweit so gut, meine Frage an euch, ob ich mich darin irre, sprich ob der Begriff "KAPO" in dem Alltag-Deutsch gebraucht wird...wurde (?) ?
 

Alubehütet

Well-Known Member
Im gegenwärtigen Sprachgebrauch auf gar keinen Fall üblich. Ausschließlich verwendet im historischen Zusammenhang, wenn von Aufsehern in KZs die Rede ist, die unter den Insassen rekrutiert wurden.


Historisch? Ob das mal Alltagssprache war?

Wikipedia erklärt zur Wort-/Namensherkunft, es gäbe verschiedene Theorien:
Der Ursprung des Wortes ist umstritten; vermutet wird als Ursprung entweder der beschönigende Begriff Kameradschaftspolizei, das italienische il capo für Haupt oder Anführer oder, laut Duden, der französische Militärrang le caporal (deutsch Korporal). Sollte der Ausdruck aus dem Italienischen kommen, so ist er nicht notwendig militärischen Ursprungs, sondern kam vermutlich von italienischen Wanderarbeitern als Bezeichnung für ihre Vorarbeiter in die Bauarbeitersprache. Zum Beispiel ist Capo auf Baustellen eine gängige Bezeichnung für den aufsichtsführenden Maurergesellen (Polier). So geriet die Bezeichnung möglicherweise vom KZ Dachau aus schon früh in den Sprachgebrauch der KZ-Häftlinge.

Mir von deutschen Baustellen völlig unbekannt. Da gibt es Vorarbeiter und den Polier.

Hm. Unter "Vorarbeiter" schreibt Wikipedia allerdings:
Als Vorarbeiter bezeichnet man den formell eingesetzten Truppführer oder Chef eines Arbeitsteams, also einer Gruppe von Arbeitern, die unter dieser Leitungsinstanz gemeinsam einer Tätigkeit nachgehen. Der Vorarbeiter hat eine Koordinierungsaufgabe für sein Arbeitsteam, aber keine disziplinarischen Befugnisse. Im süddeutschen Raum und in der Schweiz werden Vorarbeiter auch als Kapo (italienisch capo ‚Kopf, Anführer‘) bezeichnet ...

Entsprechend im Wiktionary:
Bedeutungen: [1] allgemein: der Vorarbeiter [2] Militär: ein Unteroffizier [3] Geschichte, Nationalsozialismus: Funktionshäftling in einem Konzentrationslager, der als Mitarbeiter der Lagerleitung und gegen Vergünstigungen andere Häftlinge im Auftrag der SS beaufsichtigte und anleitete
Herkunft: von italienisch: capo → it im 17. Jahrhundert entlehnt; Abkürzung von caporale → it = „Unteroffizer, Hauptmann“; zu capo = Anführer; aus lateinisch caput → la = „Haupt, Kopf“ Italienische Wanderarbeiter brachten den Ausdruck als Bezeichnung für ihre Vorarbeiter in die süddeutsche Handwerkersprache ein. Nachdem das erste „offizielle“ Konzentrationslager in Dachau eröffnet worden war und es sich bei den ersten Häftlingen dort um Angehörige der bayerischen Arbeiterbewegung handelte, gelangte der Ausdruck auf diese Weise in die Sprache der KZ-Häftlinge. Die häufig kolportierte Deutung als Akronym für „Kameradenpolizei“ ist falsch. In der albanischen Umgangssprache hat der Begriff „capo“ die Bedeutung von „Spitzel“ oder „nicht vertrauenswürdiger Person“.
 
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