Was tun mit Oma?

boncuklar

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AW: Was tun mit Oma?

Ich hätte meinen Vater gepflegt , wer sich vielleicht noch daran erinnern kann wollte ich meinen Vater her holen , hatten die Wohnung schon umgebaut und ihm ein eigenes Zimmer zu verfügung gestellt , wir hätten dafür auf dem Sofa geschlafen , leider ist er dann schneller gegangen als wir gucken konnten :cry:

Ich denke mitlerweile so das wenn Eltern sich immer gut um ihre Kinder gekümmert haben , sich Tag und Nacht um sie sorgen gemacht haben , immer für sie da waren können wir Kinder unseren Eltern diese Liebe zurück geben wenn sie einmal nicht mehr können und uns um sie kümmern so wie sie es einmal mit uns taten !!

Eltern die schlecht zu ihren Kindern waren ,da kann und muss man nicht erwarten das die Kinder diese Eltern später einmal liebevoll pflegen.

Ich finde es egoistisch wenn Kinder von ihren Eltern immer alles bekommen haben , Liebe fürsorge usw , sich dann aber trotz guten verhältnisses dafür entscheiden die Eltern in ein Heim zu geben .

Mein Vater war immer für mich da , egal wie schräg ich manchmal drauf war und es wäre für mich selbstverständlich gewesen meinen Papa zu pflegen und ich hab damals sein strahlen in seinen Augen gesehen wie ich ihm sagte Papa jetzt kommst du zu uns du brauchst keine fremden Leute , ich kümmer mich um dich egal wie schwer es wird , wir schaffen das !!

Ich finde wenn man ein gutes verhältniss zu seinen Eltern hat sollte man es wenigestens versuchen und wenn es nicht klappt dann kann man sich immer noch hilfe dazu holen!
Es könnten auch die letzten Stunden sein die man miteinander verbringt!!

Du hast gut reden, tatsächlich in die Situation bist du aber nicht gekommen, dann würdest du jetzt anders denken.

Hast du eine Ahnung, was es bedeutet, sich ständig um einen Menschen zu kümmern? Noch dazu, wenn dieser Mensch verwirrt ist und manchmal nicht weiß wo er ist und was er macht!
Wenn du selbst mal zur Toilette mußt, oder nur das Zimmer verläßt müßtest du ihn anbinden damit nichts passiert.

Auch ich habe mal gesagt, meine Eltern kommen nie in ein Heim und
ich werde auch soweit ich die Kraft dazu habe das vermeiden, aber ich KANN nicht einfach zu Hause bleiben, verstehst du? Unser Staat sagt nicht zu mir, du bist eine liebe Tochter, wir zahlen dir dein Gehalt weiter.

Ganz davon abgesehen, ich sitze nicht zu Hause und langweile mich, ich arbeite Vollzeit und nebenbei mache ich meinen Haushalt und kümmere mich um meine Eltern.

Davon reden ist was ganz anderes als es tatsächlich zu tun.

Ach noch etwas. Meine Eltern waren und sind auch heute noch immer für uns Kinder da, soweit sie das können. Sie lieben uns und wir lieben sie. Sie waren und sind die besten Eltern die man sich nur wünschen kann
 
S

sintostyle

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Du hast gut reden, tatsächlich in die Situation bist du aber nicht gekommen, dann würdest du jetzt anders denken.

Hast du eine Ahnung, was es bedeutet, sich ständig um einen Menschen zu kümmern? Noch dazu, wenn dieser Mensch verwirrt ist und manchmal nicht weiß wo er ist und was er macht!
Wenn du selbst mal zur Toilette mußt, oder nur das Zimmer verläßt müßtest du ihn anbinden damit nichts passiert.

Auch ich habe mal gesagt, meine Eltern kommen nie in ein Heim und
ich werde auch soweit ich die Kraft dazu habe das vermeiden, aber ich KANN nicht einfach zu Hause bleiben, verstehst du? Unser Staat sagt nicht zu mir, du bist eine liebe Tochter, wir zahlen dir dein Gehalt weiter.

Ganz davon abgesehen, ich sitze nicht zu Hause und langweile mich, ich arbeite Vollzeit und nebenbei mache ich meinen Haushalt und kümmere mich um meine Eltern.

Davon reden ist was ganz anderes als es tatsächlich zu tun.

Ach noch etwas. Meine Eltern waren und sind auch heute noch immer für uns Kinder da, soweit sie das können. Sie lieben uns und wir lieben sie. Sie waren und sind die besten Eltern die man sich nur wünschen kann

meine Mutter und meine Tante haben meine Oma auch gepflegt trotz Arbeit... meine andere Tante pflegt meinen Opa, der dennoch noch richtig rüstig ist... es geht alles wenn man will, meine Tante geht nicht arbeiten, sondern lebt von Hartz 4, aber lieber ist mein Opa gut aufgehoben...

Ich sags ganz ehrlich, bevor ich meine Eltern in ein Heim gebe, kündige ich lieber meine Arbeit... man kommt immer irgendwie durch... verzicht ich halt auf andere Dinge...
 

alkim

Active Member
AW: Was tun mit Oma?

Das Personal ärgert sich auch nicht über volle Hosen, sondern darüber da man es ihnen so schwer macht von Seiten der Heimleitungen und über die Personalsituation.Dazu kommen noch Angehörige die sich nicht bei ihren Eltern sehen lassen und wenn dann nur,um zu meckern:roll:
das ist mir schon klar, war ja nur ein bsp.:wink:

aber da ich schon einen pflegefall hinter mir habe weiß ich das man es gar nicht alleine schaft....
meine eltern und ich haben über 10 jahren unsere oma gepflegt..das ist wirklich kein zuckerschlecken,vor allem wenn es mal ums baden geht...nen lift gab es zwar,aber den konnten wir nicht einbauen.also mussten wir unsere oma 2 mal in der woche in die badewanne heben...
alleine lassen ging schon mal gar nicht,weil sie demenz hatte....sie saß so oft unter dem tisch und hielt sich die ohren zu und schrie die deutschen kommen helft mir....sie ist 1913 geboren)
als man sie beruhigen wollte wurde man gehauen gebissen,ich hatte manchmal dicke blaue flecke an den armen...
wir mussten alle scharfen gegenstände verstecken,weil sie mit scheren, messer auf uns los ging....
sie legte nachts feuer....sie kackte absichtlich in ihr zimmer und schmierte es breit weil wir uns nicht gleich um sie kümmerten wenn sie uns rief.....
vom füttern mal abgesehen...
meine oma war eine wundervolle liebenswerte oma gewesen,aber die demenz hat sie total verändert.

als mein papa dann einen herzinfakt hatte,habe ich gesagt entweder ihr steckt oma ins heim oder ihr seht mich nie wieder...klar war es hart,aber soll ich zusehen wie meine eltern selber zum pflegefall werden oder vielleicht den nächsten herzinfakt nicht überleben....

wir haben oma dann in ein heim gebracht und dort wurde sie professionell betreut...
ihre demenz ist so schlimm geworden das sie vor ca. 5 jahren zum glück ihre ruhe gefunden hat.
zwar vermisse ich sie sehr aber unsere entscheidung sie in ein heim zu geben war die richtige..

wer so was noch nie durch gemacht hat sollte vielleicht mal etwas vorsichtiger mit der äusserung umgehen,ich würde nieeeeeeee meine eltern in ein heim geben....auch wenn man gelernte altenpfleger ist,ab und zu brauch der mensch seine vier wände um kraft zu tanken und das geht nicht mit einem pflegefall zu hause...

ich ziehe vor jeden altenpfleger den hut,denn ich könnte es nicht....
 

boncuklar

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AW: Was tun mit Oma?

meine Mutter und meine Tante haben meine Oma auch gepflegt trotz Arbeit... meine andere Tante pflegt meinen Opa, der dennoch noch richtig rüstig ist... es geht alles wenn man will, meine Tante geht nicht arbeiten, sondern lebt von Hartz 4, aber lieber ist mein Opa gut aufgehoben...

Ich sags ganz ehrlich, bevor ich meine Eltern in ein Heim gebe, kündige ich lieber meine Arbeit... man kommt immer irgendwie durch... verzicht ich halt auf andere Dinge...

saçmalama! Wem würde es etwas nützen, wenn ich anstatt meinem Gehalt nur ein paar lumpige Euro Hartz 4 bekommen würde? NEIN DANKE!

Auch Pflege ist teuer, das sehe ich jedes Mal, wenn ich in der Apotheke was für meinen Vater hole.
Trotz Befreiung ( die kostet auch ca. 170 Euro die man zahlen muß) muß immer wieder was zugezahlt werden, da es die Krankenkasse nicht ganz übernimmt.

Auch der Pflegedienst will pünktlich seine Kohle und der med. Dienst ist nicht sehr großzügig mit seinen Einstufungen. Sobald ein Patient nur noch die Arme heben kann, dann heißt es, der braucht keine Hilfe. Ergo, du mußt den Pflegedienst selbst bezahlen. Und von was bitte? von Hartz?
 

boncuklar

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AW: Was tun mit Oma?

das ist mir schon klar, war ja nur ein bsp.:wink:

aber da ich schon einen pflegefall hinter mir habe weiß ich das man es gar nicht alleine schaft....
meine eltern und ich haben über 10 jahren unsere oma gepflegt..das ist wirklich kein zuckerschlecken,vor allem wenn es mal ums baden geht...nen lift gab es zwar,aber den konnten wir nicht einbauen.also mussten wir unsere oma 2 mal in der woche in die badewanne heben...
alleine lassen ging schon mal gar nicht,weil sie demenz hatte....sie saß so oft unter dem tisch und hielt sich die ohren zu und schrie die deutschen kommen helft mir....sie ist 1913 geboren)
als man sie beruhigen wollte wurde man gehauen gebissen,ich hatte manchmal dicke blaue flecke an den armen...
wir mussten alle scharfen gegenstände verstecken,weil sie mit scheren, messer auf uns los ging....
sie legte nachts feuer....sie kackte absichtlich in ihr zimmer und schmierte es breit weil wir uns nicht gleich um sie kümmerten wenn sie uns rief.....
vom füttern mal abgesehen...
meine oma war eine wundervolle liebenswerte oma gewesen,aber die demenz hat sie total verändert.

als mein papa dann einen herzinfakt hatte,habe ich gesagt entweder ihr steckt oma ins heim oder ihr seht mich nie wieder...klar war es hart,aber soll ich zusehen wie meine eltern selber zum pflegefall werden oder vielleicht den nächsten herzinfakt nicht überleben....

wir haben oma dann in ein heim gebracht und dort wurde sie professionell betreut...
ihre demenz ist so schlimm geworden das sie vor ca. 5 jahren zum glück ihre ruhe gefunden hat.
zwar vermisse ich sie sehr aber unsere entscheidung sie in ein heim zu geben war die richtige..

wer so was noch nie durch gemacht hat sollte vielleicht mal etwas vorsichtiger mit der äusserung umgehen,ich würde nieeeeeeee meine eltern in ein heim geben....auch wenn man gelernte altenpfleger ist,ab und zu brauch der mensch seine vier wände um kraft zu tanken und das geht nicht mit einem pflegefall zu hause...

ich ziehe vor jeden altenpfleger den hut,denn ich könnte es nicht....

Du sprichst mir aus der Seele.
 
I

isviçre

Guest
AW: Was tun mit Oma?

Vor einiger Zeit gab es einen Beitrag in einer der Politsendungen der ARD (Monitor?).
Mittlerweile werden betagte Menschen an ein Altenheim in der Slowakei vermittelt. Die monatlichen Kosten seien sehr niedrig, so dass die 2000 Euro Vermittlungsgebühren nach kurzer Zeit ausgeglichen seien...
 
S

sintostyle

Guest
AW: Was tun mit Oma?

saçmalama! Wem würde es etwas nützen, wenn ich anstatt meinem Gehalt nur ein paar lumpige Euro Hartz 4 bekommen würde? NEIN DANKE!

Auch Pflege ist teuer, das sehe ich jedes Mal, wenn ich in der Apotheke was für meinen Vater hole.
Trotz Befreiung ( die kostet auch ca. 170 Euro die man zahlen muß) muß immer wieder was zugezahlt werden, da es die Krankenkasse nicht ganz übernimmt.

Auch der Pflegedienst will pünktlich seine Kohle und der med. Dienst ist nicht sehr großzügig mit seinen Einstufungen. Sobald ein Patient nur noch die Arme heben kann, dann heißt es, der braucht keine Hilfe. Ergo, du mußt den Pflegedienst selbst bezahlen. Und von was bitte? von Hartz?

wie gesagt irgendwie schafft mans immer... außer man ist Einzelkind und Single... dann wirds schwer das geb ich zu... aber als Paar oder mit Geschwistern dürfte dass nie ein Problem sein...
 

alkim

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AW: Was tun mit Oma?

Vor einiger Zeit gab es einen Beitrag in einer der Politsendungen der ARD (Monitor?).
Mittlerweile werden betagte Menschen an ein Altenheim in der Slowakei vermittelt. Die monatlichen Kosten seien sehr niedrig, so dass die 2000 Euro Vermittlungsgebühren nach kurzer Zeit ausgeglichen seien...

das sind aber die alten menschen die keine angehörigen hier haben...ich finde es eine sauerei,so mit alte menschen um zu gehen sie einfach ab zu schieben weil deutschland den arsch nicht an die wand bekommt....wer hat unser deutschland nach dem krieg den aufgebaut..es waren die alten....

ui da könnte ich so richtig an die decke gehen,abschieben und tschüß:evil:
 

boncuklar

Active Member
AW: Was tun mit Oma?

Wenn es mal soweit ist, dass man mit putzen nicht mehr hinterher kommt um Piss- und Kackgestank Herr zu werden, da möcht ich die mal sehen, die hier so groß NIEMALS schreien.

Auch ich möchte weder meinen Vater noch meine Mutter jemals in ein Heim geben aber es ist nicht so einfach wie manche sich das vorstellen und ohne genügend Geld schon gar nicht zu bewerkstelligen.
 
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