"Woher kommst Du?" nervt

  • Ersteller des Themas Mein_Ingomann
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Wie kannst du Melekchen mit Guttenberg vergleichen :shock:

hihi, ihr seid klasse!:lol:

habe mich köstlich amüsiert! :tongue:

haette schlimmere vergleiche geben können!:wink:
 
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Ganz aktuell:

Ich habe heute im Burger King eine ganz nette Unterhaltung gehabt, wir sind während des essens ins Gespräch gekommen und haben uns so festgequatscht, dass wir danach noch in eine Bar sind... die ganze Zeit über wurde ich nicht auf meinen Migrationshintergrund angesprochen. Nicht einmal, als ich ihm meinen Namen verraten habe... fand ich aber jetzt nicht unbedingt komisch oder so, ist mir auch nicht einmal aufgefallen. Erst hinterher...
Irgendwann fing er jedoch an über alles abzulästern was nicht deutsch ist. Angefangen von Menschen aus dem ehemaligen Jugoslavien bis hin zu Schwarzen, Arabern, Türken und Asiaten :shock:
Als ich dann irgendwann nicht mehr zuhören konnte und ihm verriet woher ich ursprünglich stamme, kam wieder dieser asoiale Satz "aber du scheinst anders zu sein"... Abend war dann für mich gelaufen und der Kerl abgeschrieben.
 
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Natürlich sollte man sich genau überlegen wohin man vor hat auszuwandern aber trotzdem bin ich der Ansicht, dass in Deutschland viel falsch gemacht wurde.
Das jetzt vieles besser ist als vor 30-40 Jahren, keine Frage, aber wenn ich mir zum Beispiel anhören muss, dass Bachelor und Master Abschlüsse aus anderen EU Ländern trotz des Bologna Prozesses noch immer nicht anerkannt werden und Akademiker gezwungen sind als Busfahrer und Putzfrau zu arbeiten (ja wahres Beispiel aus meinem Umfeld) dann sieht man, hier ist noch viel zu tun.
Auch sollte man aufhören sich über Jugendliche die in der 2. oder 3. Generation in Deutschland leben aufzuregen wenn diese immer noch in ihrer Muttersprache reden und kaum Deutschkenntnisse besitzen. Hier sollte man sich an die eigene Nase greifen. Man darf sich nicht wundern wenn Arbeiter nach Deutschland geholt werden, sich aber um die Kinder dieser Arbeiter kein Stück gekümmert wird und sie in der Bildung einfach vernachlässigt werden (von Klassenstufe zu Klassenstufe schleifen egal mit welchen Noten) wie es eben vor knapp 40 Jahren mit den Türken gehandhabt wurde.

Bei den Abschlüssen soll es ja nach Angaben der Bundesregierung einfacher werden mit der Anerkennung, wird ja auch langsam Zeit.

Wenn aber Jugendliche in der 2. oder 3. Generation immer noch nicht richtig deutsch können, unabhängig davon ob sie nun in der Freizeit ihre Muttersprache sprechen oder nicht, dann ist irgendetwas bei den Jugendlichen schief gelaufen und nicht beim deutschen Schulsystem oder fehlender Unterstützung.
Natürlich ist vor 40. Jahren viel versäumt worden in Bezug auf die sogenannten "Gastarbeiter", vielleicht auch, weil die Verantwortlichen dachten, das diese nur ein paar Jahre in Deutschland bleiben würden.

Aber heutzutage gibt es genug Unterstützung für alle Altersgruppen von Ausländern in Deutschland, so das jeder der es will, ein gutes Deutsch erlernen kann.
Nur leider kann man keinen zwingen, die Sprache des Landes in dem man lebt, zu erlernen, solange man sich lieber weiter allein in seine "Muttersprache" z.B zu Hause unterhält.
Und dann hilft auch nicht der beste Deutschunterricht, wenn man ihn nicht auch täglich anwendet und verbessert.

Eigentlich dachte ich auch, das die 2te oder 3te Generation der Jugendlichen in Deutschland geboren sind?!
Also die Muttersprache doch Deutsch sein müssste?
Woher kommen denn also die großen Sprachdefizite dieser Jugendlichen, die in Deutschland geboren sind, hier zur Schule gehen, deutsche Freunde und Bekannte haben und sich natürlich als Deutsche fühlen?????
 
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Eigentlich dachte ich auch, das die 2te oder 3te Generation der Jugendlichen in Deutschland geboren sind?!
Also die Muttersprache doch Deutsch sein müssste?
Woher kommen denn also die großen Sprachdefizite dieser Jugendlichen, die in Deutschland geboren sind, hier zur Schule gehen, deutsche Freunde und Bekannte haben und sich natürlich als Deutsche fühlen?????

Die Jugendlichen, die Du da aufzählst, sind eben genau die, die keine Sprachdefizite haben.
Du meinst die Jugendlichen, die aus dem imaginären türkischen Dorf mitten in Deutschland kommen, aus der Welt der importgelins, der Cay Evi, also genau dort her, wo Du eigentlich, ausser Du gehst zum Amt, gar nicht gezwungen bist, Dich mit Deutschen abzugeben.
Den Staat könnte man nur verantwortlich machen, wenn gar keiner in der Lage war, Deutsch zu lernen. Aber es gibt genug positive Gegenbeispiele.
 
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Eigentlich dachte ich auch, das die 2te oder 3te Generation der Jugendlichen in Deutschland geboren sind?!
Also die Muttersprache doch Deutsch sein müssste?
Woher kommen denn also die großen Sprachdefizite dieser Jugendlichen, die in Deutschland geboren sind, hier zur Schule gehen, deutsche Freunde und Bekannte haben und sich natürlich als Deutsche fühlen?????

Kennst du überhaupt Leute, wie du sie beschreibst?
Sprachdefizite finden sich ganz woanders. Damit es dazu kommt, dass in D geborene Türkeistämmige große Sprachdefizite im Deutschen haben, müssen mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen:

- Elternteil eins zwecks Heirat aus der Türkei übergesiedelt und ohne Deutschkenntnisse und ohne Interesse an Bildung
- Elternteil zwei im Bildungssystem untergegangen und außerdem noch ein Vollignorant
-keine positiven Rollenvorbilder in der erweiterten Familie
- Kindergartengruppen und Grundschulklassen voller Kinder mit ähnlich ignoranten Eltern
-wenig Engagement der ErzieherInnen und Lehrkräfte
 
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-wenig Engagement der ErzieherInnen und Lehrkräfte

Eine Klasse in der mehr als die Hälfte der Kinder über diese Defizite verfügen hat man es nicht einfach.Man muss den Lehrstoff vermitteln, viele Kinder erstmal sozialisieren und dann noch die Sprachdefizite aufholen.Wie soll man das denn schaffen und zusätzlich den anderen Kindern auch noch gerecht werden?
 
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Eine Klasse in der mehr als die Hälfte der Kinder über diese Defizite verfügen hat man es nicht einfach.Man muss den Lehrstoff vermitteln, viele Kinder erstmal sozialisieren und dann noch die Sprachdefizite aufholen.Wie soll man das denn schaffen und zusätzlich den anderen Kindern auch noch gerecht werden?

Diese Aufgabe ist zweifellos schwierig und nur etwas für Engagierte.
 
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Eine Klasse in der mehr als die Hälfte der Kinder über diese Defizite verfügen hat man es nicht einfach.Man muss den Lehrstoff vermitteln, viele Kinder erstmal sozialisieren und dann noch die Sprachdefizite aufholen.Wie soll man das denn schaffen und zusätzlich den anderen Kindern auch noch gerecht werden?

Eine Abhilfe könnte sein, das letzte Kindergartenjahr zur Pflicht zu machen. Dazu im Kindergarten auch Sprachpädagogen einsetzen. Sowas gibt es sogar in anderen Ländern, ob es in D gibts weiß ich leider nicht.

Es gibt leider manche Eltern denen ihre Kinder und was aus denen mal wird egal ist, weil die selbst ungebildet oder mit eigenen Problemen beschäftigt sind. Und solange Staat an Bildung schon im Kleinkindalter spart um eben solche Kinder aufzufangen, muss man halt die Defizite später ausbaden.
 
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Eine Abhilfe könnte sein, das letzte Kindergartenjahr zur Pflicht zu machen. Dazu im Kindergarten auch Sprachpädagogen einsetzen. Sowas gibt es sogar in anderen Ländern, ob es in D gibts weiß ich leider nicht.

Es gibt leider manche Eltern denen ihre Kinder und was aus denen mal wird egal ist, weil die selbst ungebildet oder mit eigenen Problemen beschäftigt sind. Und solange Staat an Bildung schon im Kleinkindalter spart um eben solche Kinder aufzufangen, muss man halt die Defizite später ausbaden.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube das es hier ein paar Kindergärten gibt, verstärkt auf Sprachförderung der Kinder spezialisiert sind.Da muss man sich umgucken, wo man sein Kind anmeldet, wenn man Wert darauf legt.Wichtig ist es auf jeden Fall und da sollte wirklich nicht gespart werden.Die Sprachdefizite, die man im Kindergartenalter nicht ausgleicht ,bleiben oft ein Leben lang
 
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Ich komme aus BIEEELEFELD! Was meint ihr, in was für abschätzige Gesichter man da gucken muss, wenn man das erzählt... :lol:

Aber ich erkläre dann sofort, dass ich in Heidelberg geboren bin und bis zum 12. Leben in Hamburg gelebt habe. Dann wird der Gesichtsausdruck wieder versöhnlicher. Und zum Glück lebe ich jetzt in Berlin. :wink:




Ich finde die Antwort auf die Frage, woher jemand kommt, immer interessant, gibt sie doch Aufschluss über die Sozialisation des Gegenübers. Auch den kulturellen, religiösen und sprachlichen Hintergrund finde ich wissenswert.

Allerdings zügele ich mich meistens mit meiner Neugier, weil ich mir vorstellen kann, dass die Frage nach der Herkunft der Eltern oder Großeltern wirklich nervt und diskriminierend wirkt, wenn sie nur auf das "undeutsche" Aussehen zurückzuführen ist.
 
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