AW: "Woher kommst Du?" nervt
Natürlich sollte man sich genau überlegen wohin man vor hat auszuwandern aber trotzdem bin ich der Ansicht, dass in Deutschland viel falsch gemacht wurde.
Das jetzt vieles besser ist als vor 30-40 Jahren, keine Frage, aber wenn ich mir zum Beispiel anhören muss, dass Bachelor und Master Abschlüsse aus anderen EU Ländern trotz des Bologna Prozesses noch immer nicht anerkannt werden und Akademiker gezwungen sind als Busfahrer und Putzfrau zu arbeiten (ja wahres Beispiel aus meinem Umfeld) dann sieht man, hier ist noch viel zu tun.
Auch sollte man aufhören sich über Jugendliche die in der 2. oder 3. Generation in Deutschland leben aufzuregen wenn diese immer noch in ihrer Muttersprache reden und kaum Deutschkenntnisse besitzen. Hier sollte man sich an die eigene Nase greifen. Man darf sich nicht wundern wenn Arbeiter nach Deutschland geholt werden, sich aber um die Kinder dieser Arbeiter kein Stück gekümmert wird und sie in der Bildung einfach vernachlässigt werden (von Klassenstufe zu Klassenstufe schleifen egal mit welchen Noten) wie es eben vor knapp 40 Jahren mit den Türken gehandhabt wurde.
Bei den Abschlüssen soll es ja nach Angaben der Bundesregierung einfacher werden mit der Anerkennung, wird ja auch langsam Zeit.
Wenn aber Jugendliche in der 2. oder 3. Generation immer noch nicht richtig deutsch können, unabhängig davon ob sie nun in der Freizeit ihre Muttersprache sprechen oder nicht, dann ist irgendetwas bei den Jugendlichen schief gelaufen und nicht beim deutschen Schulsystem oder fehlender Unterstützung.
Natürlich ist vor 40. Jahren viel versäumt worden in Bezug auf die sogenannten "Gastarbeiter", vielleicht auch, weil die Verantwortlichen dachten, das diese nur ein paar Jahre in Deutschland bleiben würden.
Aber heutzutage gibt es genug Unterstützung für alle Altersgruppen von Ausländern in Deutschland, so das jeder der es will, ein gutes Deutsch erlernen kann.
Nur leider kann man keinen zwingen, die Sprache des Landes in dem man lebt, zu erlernen, solange man sich lieber weiter allein in seine "Muttersprache" z.B zu Hause unterhält.
Und dann hilft auch nicht der beste Deutschunterricht, wenn man ihn nicht auch täglich anwendet und verbessert.
Eigentlich dachte ich auch, das die 2te oder 3te Generation der Jugendlichen in Deutschland geboren sind?!
Also die Muttersprache doch Deutsch sein müssste?
Woher kommen denn also die großen Sprachdefizite dieser Jugendlichen, die in Deutschland geboren sind, hier zur Schule gehen, deutsche Freunde und Bekannte haben und sich natürlich als Deutsche fühlen?????