Wunder??

ayabakan

New Member
AW: Wunder??

cindy, das sag mal nicht. ich bin wochenlang ohne die sure zu lesen um 4.24 uhr aufgewacht !!!!
 
P

Pit63

Guest
AW: Wunder??

Ich denke, Dinge passieren einfach. Entweder in logischer Folge oder zufällig, wobei der Zufall nur eine unmesslich komplexe logische Folge ist. Wo soll da noch ein tieferer Sinn stecken?

Verhielte es sich so, wäre der Mensch gelassener. Sein geradezu schicksalhaftes Ringen mit allem und jedem, der Kampf um Selbstverwirklichung, um die "richtige" Position im Leben deutet mE nach (u. a.) in eine andere Richtung. -Jetzt bitte nicht Darwin auspacken, denn dann wären wir wieder mitten drin, im Richtungsstreit...:mrgreen:

VG
 

Brunhilde82

Forumskönigin
AW: Wunder??

das ist sicher bei den meisten Menschen so, dass sie immer etwa zur gleichen zeit aufwachen oder kurz voher. Punktgenau ist wohl eher unwahrscheinlich. dann könnten wir uns ja das Wecker stellen sparen:mrgreen:

wenn ich arbeiten muss, komm ich nicht aus dem bett, aber wenn ich frei habe, stehe ich alleine um 8 Uhr auf ( wie damals in der Grundschule.. in der woche kommt man nicht aus dem bett und will nicht aufstehen, aber samstag, sonntag um 6 uhr vor der glotze)
 

TheCore

Moderator
AW: Wunder??

Verhielte es sich so, wäre der Mensch gelassener. Sein geradezu schicksalhaftes Ringen mit allem und jedem, der Kampf um Selbstverwirklichung, um die "richtige" Position im Leben deutet mE nach (u. a.) in eine andere Richtung.

Jetzt weiß ich nicht hundertprozentig, worauf Du hinaus willst.
Ich glaube, Du siehst in meiner Äußerung die Haltung, der Mensch wäre einem äußeren Handlungsverlauf ausgesetzt, müsste daher gelassener sein (vielleicht verstehst Du das Wort Zufall so?). Genau das meinte ich aber nicht. Die Ausgangsfrage war, ob es eine übergeordneten, transzendenten Zusammenhang zwischen Geschehen gibt. Das will ich verneinen. Gäbe es diesen Zusammenhang, wären Ereignisse in gewissem Grad vorherbestimmt, um die Transzendenz schlüssig bleiben zu lassen und sich in den Zusammenhang mit früheren Ereignissen zu fügen. Dann bestünde Grund zur Gelassenheit (wie sdost sie hat, wenn er zuversichtlich ist, dass jeder einmal die Quittung bekommt).
Aus meiner Sicht ist das Geschehen nur von diesseitigen Ursachen abhängig. Das ist zwar auch eine Art der Vorherbestimmtheit, im Vergleich zu einem spirituellen Gedankengebäude aber für den Menschen nicht greifbar, weil zu chaotisch. Das Fallen eines Würfels wird als Zufall betrachtet, weil man nicht alle Parameter des Wurfes kennt, um die Zahl zu bestimmen. Ich gebe mich nun damit zufrieden, den Gewinner eines Spiels um die höhere Augenzahl daher nicht vorherbestimmen zu können, wenngleich ich ihn für physikalisch vorherbestimmt halte. Dann brauche ich nicht die Vorstellung, der Sieg wäre die Weisung eines übergeordneten Schickals.
Das Ringen um die richtige Position im Leben erklärt sich aus dem Versuch, in die bestehenden Wechselwirkung die richtigen Impulse einzugeben. Man versucht natürlich den Würfel so zu werfen, dass die Zahl möglichst hoch ist. Je weiter man durch Schummeln die Zufälligkeit herunterschraubt, desto besser gelingt das auch. Die Notwendigkeit für ein faires Spiel, die Physik des Wurfes für mich und für den Gegner unüberschaubar zu halten, ist ein Indiz, dass es nur auf die eigenen Eingaben in die irdischen Zusammenhänge ankommt.
Der wesentliche Unterschied zwischen den Theorien ist, dass die Unterstellung eines transzendenten Zusammenhanges diesen auch global wirken lässt. Die physikalische Sicht lässt die Wirkung einer Ursache nur in deren "Kausalitätskegel" zu, bedingt durch die maximale Ausbreitung einer logischen Folge mit Lichtgeschwindigkeit. Die Quantenphysik rüttelt teilweise an diesem Grundsatz, trotzdem erscheint er mir nachvollziebarer. Noch gibt es keinen Beweis, dass es sich bei den Beobachtungen, wo zwei Ereignisse ausserhalb ihrer Kausalitätskegel immer kongruent geschehen, tatsächlich um hierarchische Kausalitäten dieser beiden handelt.
 
P

Pit63

Guest
AW: Wunder??

Die Gelassenheit bezog ich iS einer persönlichen Befindlichkeit oder allgemeinen Lebens- gestimmtheit auf Deine Aussage: Die Dinge "passieren einfach"- logisch oder zufällig zusammenhängend.
Was ich darunter verstehe betrifft das grundlegende Phänomen des Hinterfragens an sich. Das fortwährende Beurteilen und Werten, das ständige ich-bezogene Kreisen um Gedanken und Gefühle, das Hadern - oft ohne zu handeln, das Hoffen und Bangen, die reflektierte Vorfreude, das sich freuen über persönliches Glück als Reflektion.
Gelassenheit tendiert dagegen in Richtung Einverständnis und Selbstvergessenheit.
Was die Transzendenz betrifft:
Mir geht es nicht primär um den physchen Einfluss auf die Kausalkette von Ereignissen sondern das grundlegende Phänomen des Erlebens des Lebens als Begrenztes, das Erleben von persönlichen Widerständen, das Erleben des Bewegtwerdens und Bewegens. Ein Tier reagiert instinktiv. Es verbindet je nach Entwicklungsstand mit der Wahrnehmung der Umwelt und seiner Mitgeschöpfe, mehr oder weniger ausgeprägte seelische Empfindungen (Furcht, Aggression usw.- was letztlich im Hinblick auf sein Innenleben natürlich auch "Glaubenssache" ist). Es bleibt in dem Sinne "gelassen", als sein Bewusstsein die Dinge nimmt, wie sie kommen, ohne weiter darüber nachzusinnen. Im Laufe der Entwicklung scheint die Bewusstwerdung zuzunehmen.
Der materiellen Aufwärtsentwicklung der Materie setze ich eine Abwärtsentwicklung des Geistes entgegen.
Der Mensch stellt bereits bewusst die existentielle Frage. Durch sie versucht er permanent, sich und seine Umwelt zu bestimmen und die Grenzen seiner Wahrnehmung, seiner Kenntnisse zu erweitern. Durch die Wissenschaft versucht er bspw., die Wirklichkeit zu erforschen. Letztlich ist er ein Suchender, der das Grenzen erleben und überschreiten- den Hang zur Transzendenz sozusagen in sich trägt. Es ist ihm ein "Bedürfnis".
Newton hat einmal sinngemäss gesagt: Wären zum Zeitpunkt x alle physikalischen Voraussetzungen bekannt, könnte man mit Hilfe einer Weltformel alle Ereignisse in Ewigkeit voraussagen.
So weit muss man nicht gehen, um sein Leben erheblich von äusseren Faktoren bestimmt zu sehen. Je gelassener Menschen sind, destoweniger stört es sie allerdings. Zen- Meister behaupten, wer die Tiefe des Seins erfährt, dem kann nichts mehr genommen oder hinzugefügt werden. Ich bin davon überzeugt, dass es noch höhere Wahrheiten gibt, deren wir uns bewusst werden wollen.

Und jetzt wird es "krass":mrgreen: :
Die spirituelle Gelassenheit lässt mE nach nicht in der Aussenwelt finden, sondern nur im -ich nenne es- selbst. Dieses Selbst halte ich übrigens für zeitlos, es ist das, was von Augenblick zu Augenblick durch mich, durch die Identifikation mit mir selbst gegenwärtig ist.
Meiner "Auffassung" nach ist Zeit übrigens unwirklich. Die Naturwissenschaft ist eine Beschreibung der Welt, wie wir sie wahrnehmen- weil wir sie wahrnehmen, wie sie ist. Nur wo wir "wahrnehmen" ist Wirklichkeit. (Nur um Missverständnissen aufgrund meiner zuletzt etwas nebelhaften Ausdrucksweise vorzubeugen: Ich liebe die Naturwissenschaft und kenne sie recht gut)
 

TheCore

Moderator
AW: Wunder??

Die Gelassenheit bezog ich iS einer persönlichen Befindlichkeit oder allgemeinen Lebens- gestimmtheit auf Deine Aussage: Die Dinge "passieren einfach"- logisch oder zufällig zusammenhängend.
Was ich darunter verstehe betrifft das grundlegende Phänomen des Hinterfragens an sich. Das fortwährende Beurteilen und Werten, das ständige ich-bezogene Kreisen um Gedanken und Gefühle, das Hadern - oft ohne zu handeln, das Hoffen und Bangen, die reflektierte Vorfreude, das sich freuen über persönliches Glück als Reflektion.

Jetzt versteh ich das und kann es auch ein Stück weit nachvollziehen. Nur schreibe ich die genannten Effekte eher einer psychischen Eigenart des Menschen als der Gestalt der Wirklichkeit zu (schon weil ich eine transzendente Wirklichkeit nicht zu meinem Weltbild zähle). Hier blitzt die Vorstellung des Atheisten in mir auf, dass die Welt nach strengen Automatismen abläuft - egal welche Gedanken sich ein Mensch dazu macht. Das ist eine Haltung, die, wenn man sie sich bewusst aneignet und sich den Respekt vor menschlichen "Hirngespinsten" bewahrt, viel damit zu tun hat, sich selbst nicht zu trauen. Man kann es auch als absolut parallele Ideologie sehen, die nur die Transzendenz durch unbegriffene materielle oder energetische Zusammenhänge ersetzt.

Meiner "Auffassung" nach ist Zeit übrigens unwirklich. Die Naturwissenschaft ist eine Beschreibung der Welt, wie wir sie wahrnehmen- weil wir sie wahrnehmen, wie sie ist. Nur wo wir "wahrnehmen" ist Wirklichkeit.

Warum aber schreibst Du der Naturwissenschaft so eine Statik zu? Der grundlegende Nachteil, den ich bei Weltbildern sehe, die aus diesseitiger Kenntnis und spirituellem Glauben zusammen gesetzt sind, ist, dass sie mit einem plötzlichen Erkenntnisgewinn sehr umfassend neu gestaltet werden müssen. Nicht unbedingt eine Notwendigkeit für einen einzelnen Menschen, da er in der Regel keine so gewaltigen Erkenntnissprünge im Leben vollzieht. Aber die historische Entwicklung der Religionen belegt meines Erachtens diese These.
 
H

HaticeD.

Guest
AW: Wunder??

Liebe Brunhilde ,
Mir fällt es schwer an Wunder im "Klassischen" sinne zu glauben , aber an Träume/Wünsche die wahr werden, glaube ich ganz fest .
Einige meiner Kindheitsträume haben sich erfüllt (nicht so, wie ich es mir als Kind gewünscht habe , aber sie haben sich erfüllt ! )
Als Kind wünschte ich mir z. B Flügel .
Flügel, um fliegen zu können, frei zu sein wie ein Vogel , um die Welt zu sehen !
Natürlich sind mir keine Flügel gewachsen , wie ich es mir als Kind vorgestellt hatte (leider........... oder sollte ich sagen Gott sei dank !?) .
Ich habe viele Jahre im Ausland (Italien ) verbracht , habe eine andere Welt , Sprache , Kultur und Menschen kennengelernt .
Dieser Aufenthalt hat meine Horizonte eröffnete und mir "bildliche" Flügel verliehen.
 

Brunhilde82

Forumskönigin
AW: Wunder??

Liebe Brunhilde ,
Mir fällt es schwer an Wunder im "Klassischen" sinne zu glauben , aber an Träume/Wünsche die wahr werden, glaube ich ganz fest .
Einige meiner Kindheitsträume haben sich erfüllt (nicht so, wie ich es mir als Kind gewünscht habe , aber sie haben sich erfüllt ! )
Als Kind wünschte ich mir z. B Flügel .
Flügel, um fliegen zu können, frei zu sein wie ein Vogel , um die Welt zu sehen !
Natürlich sind mir keine Flügel gewachsen , wie ich es mir als Kind vorgestellt hatte (leider........... oder sollte ich sagen Gott sei dank !?) .
Ich habe viele Jahre im Ausland (Italien ) verbracht , habe eine andere Welt , Sprache , Kultur und Menschen kennengelernt .
Dieser Aufenthalt hat meine Horizonte eröffnete und mir "bildliche" Flügel verliehen.

Italien.. das ist mein Traum ( und komischerweise ist mein Freund Italiener)... ich weiss was du meinst...
 

TheCore

Moderator
AW: Wunder??

»Naturwissenschaft ist der Versuch, bei der Erklärung der Natur ohne Wunder auszukommen.« Hoimar von Ditfurth
Hat Harald Lesch gestern Nacht in der Wiederholung von alpha-Centauri genannt.
 
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