"Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

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TURKUVAZ

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Immerhin sind Rechtschreibung und Interpunktion korrekt, ob mit oder ohne Lektor. :wink:

Hoffen wir mal für diesen jungen Deutschtürken, dass er weiß was er da tut und schreibt.


Ich habe einige Bücher hier über diese Themen im Regal stehen, warum nicht eins mehr, seine Chancen stehen nicht schlecht, in diesem Jahr ist er bis jetzt der Einzige Deutschtürke, der so ein Buch veröffentlichen will, seine Vorgänger, naja, kann man nicht mal Vorgänger nennen, weil wir wissen immer noch nicht über was er genau schreiben wird, der Titel konzentriert sich auf das Deutschtürkische, er sei arbeitslos geblieben, er erwähnt Integration. Seine Vorgänger waren beispielsweise Inan Türkmen, Mehmet Daimagüler.

Wobei Inan Türkmen mit seinem sehr schmalen und radikal eingestellten Buch eher schlecht war und der Mehmet Daimagüler alles nur schönredete, ein "Sarrazin" Nachmacher.

ER muss es besser machen.
 
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TURKUVAZ

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Was hat das mit meinem Beitrag zu tun? :wink:

Viel. Es gibt sehr viele junge Deutschtürken da draußen.
Der Autor würde in Frankfurt leben, wenn er noch so jung ist, dann kann man in der Regel keinen Thilo Sarrazin Bestseller erwarten.

Und Hessen, Hessen nennt schon einige, bekannte Deutschtürken sein eigen:
- Mehmet Göker (Millionär aus Kassel, jetzt Millionär in Kusadasi)
- Kaya Yanar (also wer den nicht kennt)
- Meryem Uzerli (die "Hürrem Sultan" aus der Muhtesem Yüzyil Serie)
 
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Laledevri

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Das glaubst Du anhand seiner Selbstvorstellung beurteilen zu können? Da ist doch gar nichts aus seinem Buch zu lesen?

Na ja, die Selbstvorstellung war schon so langweilig, da hab ich auf das Buch keinen Bock mehr. Wer da schon nicht schafft, irgendne kleine Dramaturgie reinzukriegen, sollte echt überlegen, ob es ein ganzes Buch nicht ne Nummer zu gross ist.

Diese Internetseite, die hier neulich mal verlinkt wurde, mit den ganzen Reisegeschichten, die finde ich deutlich lohnender als Buchprojekt als jetzt die hundertste zu erwartende Aufarbeitung der Marke "Ich kam ins Dorf meiner Großeltern und hab keinen Stratz verstanden."
 
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TURKUVAZ

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Stimmt, Necla Kelek zum Beispiel erzählt immer von ihrem Dorf und Kayseri, habe auch ihre Bücher gelesen, immer Dorf, immer Uzun Yayla, Import Bräute.

Aber die ist ja auch aus Anatolien, aus Kayseri, Hochburg der Frommen, Hochburg der AKP, noch mehr Anatolien geht nicht.

Ich habe die Bücher hier stehen.

Aber dieser Nihat Ak ist ist aus Izmir laut Webseite, nix Anatolien. Und Türken in Deutschland, die aus Izmir sind, die ich bis jetzt kennengelernt habe, also die aller Wenigsten sind vom hintersten Dorf, die Meisten sind "Städtler", in Deutschland, als auch in der Türkei, wenn sie in der Türkei sind, tummeln sie sich in Izmir Karsiyaka, Bornova, Hatay, oder in Cesme auf.

Eine Familie aus Izmir die ich kennenlernte sagte mir, dass die ursprünglich aus Thessaloniki seien, die haben ne Tochter, die sieht wie eine deutsche Blondine aus.:lol:

Izmir ist eine andere Welt als Anatolien, nix Anatolien.
Izmir, einer patriotischen CHP Hochburg, darfst du nicht mit Anatolien ankommen, die reagieren da allergisch.:lol:

Der Mehmet Daimagüler in seinem Buch, also seine Familie sei aus Bursa, aber sie seien keine Türken, sie kommen eigentlich aus der Balkanhalbinsel und seien Bosnier (Bosnak), osmanische Vergangenheit und er hat auch nicht viel vom Dorf geschrieben in seinem Buch, habe sein Buch hier, er schreibt viel mehr von Istanbul.
 
P

pauline09

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AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Immerhin sind Rechtschreibung und Interpunktion korrekt, ob mit oder ohne Lektor. :wink:

Eben. Das ist schon mal kein schlechter Anfang. :wink:

Hoffen wir mal für diesen jungen Deutschtürken, dass er weiß was er da tut und schreibt.(..)

Den Ansatz begreife ich, und natürlich ist das eine Geschichte. By the way, mir ist ziemlich egal, wie sie erzählt und verpackt ist, solange sie stimmt und den Nerv der von ihm angepeilten Zielgruppen trifft. Jedenfalls wünsche ich ihm viel Glück und Erfolg!
 
P

pauline09

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Na ja, die Selbstvorstellung war schon so langweilig, da hab ich auf das Buch keinen Bock mehr. Wer da schon nicht schafft, irgendne kleine Dramaturgie reinzukriegen, sollte echt überlegen, ob es ein ganzes Buch nicht ne Nummer zu gross ist.

Sagen wir's mal so: wenn man eine Internet-Addy unter seinem Namen reserviert, sollte man sie auch irgendwie füllen. Vielleicht war das die Überlegung dahinter? ;) Alles andere kannste liegen lassen, um Dich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Diese Internetseite, die hier neulich mal verlinkt wurde, mit den ganzen Reisegeschichten, die finde ich deutlich lohnender als Buchprojekt als jetzt die hundertste zu erwartende Aufarbeitung der Marke "Ich kam ins Dorf meiner Großeltern und hab keinen Stratz verstanden."

Na ja, bestenfalls ist die Story brillant geschrieben, begnügt sich nicht nur mit einer autobiographischen Nacherzählung in der "Ich"-Form, weist über das einzelne Schicksal auf etwas Allgemeingültiges, Design und Marketing passen dazu, und sie läuft wie geschnitten Brot. Das wäre sozusagen der Sechser im Lotto, und das wünsche ich ihm von Herzen.

Ansonsten meinst Du diese Seite hier, gell? Die ist in Eitschis Thread in den Reiseberichten zu finden:

http://www.yolculuk.de/

Yeap, fand ich auch klasse! Leuchtet unmittelbar ein - Spitzenprojekt! :)
 

Farina

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16 August 2008
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AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Mal etwas OT zu Izmir:

Haben die Türken von dort einen anderen Akzent beim Deutschsprechen oder bin ich einer Ausnahme begegnet? (Hatte im Krankenhaus mit einer Frau zu tun, deren Akzent gar nicht "typisch" türkisch klang. Sie meinte, das hätte sie schon häufig gehört. Ein "Sprachprofessor" hätte sie mal als Südamerikanerin eingestuft.)
 
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Laledevri

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Aber dieser Nihat Ak ist ist aus Izmir laut Webseite, nix Anatolien.

Wieso ist der aus Izmir? Der ist dritte Generation hier in Deutschland, die Großeltern sind aus Izmir, vielleicht ist sein Vater oder seine Mutter dort geboren, aber mindestens im zarten Kindesalter nach Deutschland gekommen. Der Autor ist aus Frankfurt und hat türkische Wurzeln, wenn er es denn betonen muss oder möchte.

Ich bin auch nicht aus Polen, weil meine Familie als deutsch-polnisch- und auch tschechischer Mix dort bis 1961 gelebt hat.:roll:
 
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TURKUVAZ

Guest
AW: "Zurück! Ein deutschtürkisches Schicksal" von Nihat AK

Mal etwas OT zu Izmir:

Haben die Türken von dort einen anderen Akzent beim Deutschsprechen oder bin ich einer Ausnahme begegnet? (Hatte im Krankenhaus mit einer Frau zu tun, deren Akzent gar nicht "typisch" türkisch klang. Sie meinte, das hätte sie schon häufig gehört. Ein "Sprachprofessor" hätte sie mal als Südamerikanerin eingestuft.)

nicht umsonst nennt man izmir "gavur izmir", der "Fremdkörper" der Türkei, Izmir. :lol:

Man kann ernsthaft sagen, dass Izmir keine reine türkische Provinz ist, einst sind sehr viele nach Izmir und in die Izmir Provinz eingewandert von außen, sei es aus der Balkanhalbinsel, aus Griechenland, ihr türkisch ist auch ganz anders, die haben teilweise ein tolles hochtürkisch drauf, wie die aus Istanbul, dementsprechend kann sich auch ihr Deutsch unterscheiden.

Türken/innen aus der 1. Generation, die sich weitergebildet haben und gut Deutsch gelernt haben nennen eh ein Deutsch mit seltsamen Akzent ihr eigen und das ist von Person zu Person unterschiedlich klingend.

Vor den 1960ern und dem Abwerbeabkommen gab es auch in den 1950ern schon einige wenige Türken die nach Europa und Deutschland einwanderten mit ganz anderen Ideen und Vorstellungen, das waren jene, die nicht als Gastarbeiter kamen.

Ich kenne so einen, der stammt aus Istanbul Fatih und sei in den 50ern nach Deutschland gekommen, ist Wirtschaftsinformatiker und nun 63 jahre alt und er will immer noch 2-3 Jahre arbeiten (klar, wer so einen bequemen Job hat in der IT) und mit 65-66 Rente gehen. Im Gegensatz zu den "1960er" Gastarbeiter Landsleuten kam er in den 50ern aus anderen Anlässen und erreichte auch beruflich andere Dimensionen, er arbeitete damals schon nicht am Fließband oder als Entsorgungskraft.