§ 219a: Ein Denunziant sorgt sich um seinen Ruf

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Bintje, 15 Februar 2019.

  1. eruvaer
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    eruvaer Well-Known Member

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    Übrigens..las ich gerade von der WHO:
    "In 2015, more than 26 deaths were recorded per 100,000 pregnant women, up from 17 in 1990. That means American women today are 50% more likely to die in childbirth than their own mothers."
    kurz:
    2015 war die Wahrscheinlichkeit für eine amerikanische Frau 50% höher im Kindsbett zu sterben, als 1999. Nämlich 26 von 100'000.

    Mir wurde schon von mehreren Frauenärzten und einem befreundeten Arztehepaar ungefragt empfohlen im Falle einer Schwangerschaft mit meiner Statur kenne natürliche Geburt in Erwägung zu ziehen, sondern unbedingt einen Kaiserschnitt machen zu lassen.
    Allesamt eigentlich Freunde der natürlichen Geburt.

    Vonwegen Egoismus und Schwangerschaftsabbruch...diese "natürlichste Sache der Welt" birgt auch haufenweise Risiken. Nicht nur für die Mutter...
     
  2. sommersonne
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    Wieso ist das egoistisch? Seit wann gibt es eine Pflicht Kinder zu bekommen?
    Seit fruchtbar und mehret euch? Aber nur wenn es Frau (im Idealfall auch Mann) wirklich wollen. Zum Glück liegt das Mittelalter lange schon hinter uns.
     
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  3. Skeptiker
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    Wo schreibe ich denn etwas anderes?

    Es ist nur eben kein Fortschritt wenn die Abtreibung als eine Form der Verhuetung angesehen wird und wer poppen kann sollte auch mit den Konsequenzen leben koennen.

    Es gibt fuer mich drei Gruende die fuer eine Abtreibung sprechen: Schwanger durch Vergewaltigung, die Schwangerschaft wuerde das Leben der Mutter gefaehrden oder das Kind ist so stark missgebildet, das es nicht lebensfaehig waere(obwohl das schon sehr grenzwertig ist).

    Es ist, wie schon erwaehnt, eben nicht allein der Koerper der Frau oder die alleinige Entscheidung der Frau da zumindest ein weiteres Wesen mit drinhaengt.
     
  4. Skeptiker
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    Skeptiker Well-Known Member

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    Achja, die Frage hatte ich gar nicht beantwortet: Es ist in dem Sinne egoistisch/egozentrisch in dem die Frau ihre eigenen Beduerfnisse bzw das Argument der Entscheidungsgewalt ueber den eigenen Koerper dazu benutzt, ueber die Existenz/Nichtexistenz eines menschlichen Wesens zu entscheiden.
     
  5. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Wenn die Welt so gut wäre, das keine Frau die mit dem Kind allein bleiben müßte, in Schwierigkeiten und wirtschaftliche Bedrängnis geraten würde, würde ich deiner Meinung zustimmen.
    So aber ist es gut wenn die Frauen selbst entscheiden können wann es für das Kind nicht gut wäre, auf die Welt zu kommen. Denn so gut Babyklappen und Adoption auch sein mögen, sie können zwar Leben retten, aber oftmals entstehen bei den allein gelassenen Kindern psychische Probleme.

    Ich denke nicht das es viele Frauen sind die gerade mal keinen Bock haben ein Kind auf die Welt zu bringen. Mißbrauch dieses Rechts ist in der Bundesrepublik nicht anzunehmen, denn bis zu einem Abbruch gibt es ja Hürden die Frau erst einmal überwinden muß. Es gibt also keinen Grund Frauen dieses Recht auf Selbstbestimmung abzusprechen und schon garnicht einem Arzt seine Patienten zu informieren welche Leistungen er erbringt.
     
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  6. EnRetard
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    EnRetard Well-Known Member

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    So kann man als Mann empfinden, geht mir auch so, aber die Frau ist es, die ihr eigenes Leben, ihre Gesundheit, ihre wirtschaftliche Existenz aufs Spiel setzt, wenn sie ein Kind austrägt. Diese Entscheidung muss sie bis zum Tag der Geburt allein treffen - und auch treffen dürfen. Kein Mann kann sie ihr abnehmen. Auch wenn es weh tut und auch wütend machen kann.
     
  7. Berfin1980
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    Berfin1980 Well-Known Member

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    Gracias, mi querida ;)
     
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  8. Skeptiker
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    .......und genau hier ist die Politik, also wir, gefragt, denn zumindest dieses Problem kann so einfach geloest werden.
     
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  9. Bintje
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    Bintje Well-Known Member

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    Warum eigentlich, wenn ich fragen darf? So weit ich weiß, ist der Eingriff für Männer zwar risikoärmer und im Fall des Falles auch reversibel (zumindest kenne ich Beispiele, in denen Männer es sich später wieder anders überlegt haben) - aber wenn ich als Frau wüsste, definitiv wüsste, dass ich partout keine Kinder will: warum sich dann nicht selbst sterilisieren lassen und es stattdessen auf den Mann abwälzen?
    Sorry, aber das ging mir dabei durch den Kopf. Für mich hat das auch was mit Verantwortung für sich selbst und den anderen zu tun.
     
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  10. sommersonne
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    sommersonne Well-Known Member

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    Na ja, warum soll denn nicht auch mal ein Mann für die Schwangerschaftsverhütung verantwortlich sein? Klar ist es ein körperlicher Eingriff, wäre für die Frau aber auch einer und noch dazu schlucken Frauen die Pille und haben dadurch auch die ein oder andere körperliche Unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen.
    Ich finde es nett von erus Mann da auch mal Verantwortung zu übernehmen.
     
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