Mendelssohn
Well-Known Member
Es ist in der Tat grotesk, die Konsumverdrossenheit der Pariser mit Gezi oder Paris 68 zu vergleichen.Die Linke, sagt Cohn-Bendit, "macht mal wieder den Fehler, den sie immer macht": "Revolten, die ihr Herz erwärmen, schon für emanzipativ zu halten." Siehe Wagenknecht, die sich jetzt ganz offensichtlich Impulse für ihre "Aufstehen"-Bewegung erhofft. Und Bernard-Henri Lévy erkannte schon früh einen rötlich-braunen Atem, der die Gelbwesten vorantreibe und schrieb, sie stünden am Scheideweg.
https://www.lepoint.fr/editos-du-po...belles-03-12-2018-2276227_69.php#xtor=CS2-239
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Die wirtschaftliche Problemlage der Pariser ergibt sich nämlich in erster Linie durch exorbitante Mietausgaben. 1000 Euro für ein winziges Appartement mit eingebautem Minibad sind üblich und frisst mehr als die Hälfte des Gehalts eines jungen Lehrers oder der guten Rente eines Beamten.
Dass die Proteste an Tankstellen, also an Repräsentanten der veralteten Energie, begannen und nicht etwa vor den Büros der Makler und Investmentbanken bzw. -berater, sollte den naiven Linken zu denken geben (btw. ich halte Wagenknecht nicht für naiv, aber für falsch). Woher der Wind weht auch in Frankreich weht, ist stramm rechts. Die Linken wollten Macron nicht, nun müssen sie ihn gegen den Mob verteidigen. Die deutsche Linke hat das schon hinter sich mit Merkel.