1991 - Das Jahr in dem alles begann...

diese

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Wenn es das wirklich ist und du dich jetzt gesünder und glücklicher fühlst, dann war es das tatsächlich. Dann war eure Entscheidung richtig und du kannst dein Leben frei und unbeschwert genießen.

Weisst du... mir wäre es auch lieber gewesen, wir hätten eine Möglichkeit gefunden, zusammen zu bleiben.
Nur die Umstände haben darauf wohl keine Rücksicht genommen.
Es ist sehr schwierig zu sagen, heute ist alles wunderbar. Nur, so wie die Dinge standen und sich entwickelt haben, hatten wir nicht wirklich eine Wahl.
Unter anderen Umständen, hätte ich, so dramatisch sich das anhört, für die Beziehung gekämpft...
Man hat nicht immer eine Wahl, das weiss ich heute...
 

Gizelle

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Wegen einem Job die große Liebe aufgeben, die einem wahrscheinlich nur einmal im Leben begegnet? Na ich weiß nicht. :-? Aber gut, ich bin auch keine Ärztin und das ist wohl eher Berufung als Beruf.

Am Ende Deines Lebens wirst Du wissen, ob es die richtige Entscheidung war. Ich hätte zumindest alles versucht, gemeinsam in einem EU-Land außer Deutschland zu leben...
 

diese

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

@gizelle
Es war nicht nur der Job...
Es waren die Lebensumstände...seine Familie... seine Liebe zum Heimatland... sein fast übertriebener Verantwortungssinn...meine emanzipierte Lebensphilosophie... auch mein Job, ja... und noch tausend andere Gründe...
Weisst du, das sagt sich so leicht, aber als Hausfrau und Mutter enden, der grossen Liebe wegen? Ich glaube, da wäre die Liebe im Verlaufe der Jahre tausend Tode gestorben.
Man kann eben nicht nach dem Pollyanna Prinzip leben - leider
 

Tanya

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Bitte schreib die Geschichte doch noch zuende. Es macht süchtig wie ein gutes Buch und mir sind grad echt fast die Tränen in die Augen geschossen....
 

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

... Ich verbrachte 14 Tage mit ihm zusammen in Istanbul...
Es waren wohl die intensivsten tage, die wir gemeinsam je gehabt haben, na ja fast...
Aber zu einem wirklichen Ergebnis sind wir nicht gekommen, ausser vielleicht zu der Erkenntnis, dass es nicht wirklich eine Lösung gibt...
Wir redeten und redeten und schwiegen auch viel, da es manchmal Situationen gibt, in denen es nichts mehr zu sagen gibt.
Er hat versucht sich auf die Schweiz einzustellen - geht nicht. Ich habe mit dem Gedanken gespielt, aller Widrigkeiten zum Trotz in die Türkei auszuwandern... kurze Zeit hatte ich mich mit 5 Kindern und Haushalt , vor dem inneren Auge - und immer die Schwiegermutter im Rücken... ging auch nicht...
Wir beschlossen 1999 zu geniessen und im 2000 eine Entscheidung zu treffen...
Aber 2000 war ja nur wenige Tage entfernt... und es tat weh, weil wir beide wussten, dass es unweigerlich vorbei sein würde, wenn ich das nächste Mal in ein Flugzeug Richtung Schweiz steigen würde.
Mein Ex war/ist ein sehr verschlossener Mensch, eher der Denker als der Redner. eher der Realist als der Emotionale...
Aber in diesen 14 Tagen habe ich ihn oft mit den Tränen kämpfen sehen und auch weinen...
Als alle das neue Jahrtausend jubelnd begrüssten - verabschiedeten wir uns von unseren Träumen und Wünschen...
Es war wohl der traurigste Jahreswechsel aber auch der emotionalste...
Die nächsten tage verbrachten wir in dem Wissen, dass uns so wenig Zeit blieb.
Wir genossen jeden Augenblick, aber da war so eine Schwere, die auf mir lastete...
Am 3. Januar brachte er mich zum Flughafen(mein Flug ging zuerst)...
Er wollte warten, bis ich durch die Passkontrolle war... aber das konnte ich nicht ertragen - und so wurde es ein flüchtiger Abschied - ich ging so schnell als möglich durch die Passkontrolle und drehte mich nicht um - obwohl ich es sehr gern getan hätte...
Vier Stunden später landete ih in der Schweiz und mir war, als wäre mir mein komplettes Leben entglitten...
 

diese

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Kurze Info:
Die Geschichte ist noch nicht am Ende;
aber ich - zumindest für den Moment...
Ein ander mal mehr...
Die
 

Aylin2009

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Ohhh man, traurig. Und ich kann es alles sehr gut nachvollziehen.

Wegen einem Job die große Liebe aufgeben, die einem wahrscheinlich nur einmal im Leben begegnet? Na ich weiß nicht. :-? Aber gut, ich bin auch keine Ärztin und das ist wohl eher Berufung als Beruf.

Am Ende Deines Lebens wirst Du wissen, ob es die richtige Entscheidung war. Ich hätte zumindest alles versucht, gemeinsam in einem EU-Land außer Deutschland zu leben...

Ich habe mich - wenn auch noch nicht entgültig - auch für meinen Job entschieden. es gibt Momente, da zweifel ich diese Entscheidung stark an. Aber alles in allem, bereue ich die Entscheidung nicht. Der Job gehört mir. Meine Karriere nimmt mir so schnell keiner. Sich in Abhängigkeit von einem Mann bringen ist gefährlich...und wenn man für diese Abhängigkeit auch noch seine lebensvorstellung aufgegeben hat, ist die Unzufriedenheit ja quasi vorbestimmt....
in meiner Situation hast du mich doch immer eher unterstützt? oder zumindest verstanden.
 

Gizelle

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

in meiner Situation hast du mich doch immer eher unterstützt? oder zumindest verstanden.

Das ist auch so. Ich hätte Dich eher im Keller eingesperrt, als Dich mit Mr.-ich-bin-dann-mal-übermorgen-weg nach Belgien gehen zu lassen. Bei Deiner beruflichen Zukunft. Und überhaupt! Aber ich dachte immer, eure Zukunft liegt irgendwann in Belgien, wenn ihr dann durchhaltet... Oh Mann, wir müssen endlich mal den Wein köpfen :wink:
 

diese

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AW: 1991 - Das Jahr in dem alles begann...

Manchmal, kommt mir das Lied von Whitney(schreibt man das so?) Houston;The Greatest Love of all; in den Sinn. Da gibt es eine Textzeile die trifft es ziemlich gut: ..."I decided long ago never to walk in anyones shadow, if I fail, if I succeed - at least I live the way I believe...no matter what they take from me, they can`t take away my dignity..."
Ich denke das Lied kennt fast jeder... und jedes Wort kann ich unterschreiben.
Ich habe viel verloren,aber nicht die Achtung und den Respekt vor mir selbst.. was immer ich tu, ich tu es weil ich es will, egal was andere denken... und ja genau das ist es was ich immer wollte und will...
 
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