AfD - wo mag die Reise hingehen...

ist die AfD eine Alternative für Deutschland?

  • ja, unsere einzige Chance!

    Votes: 5 11,9%
  • ja, als Protestwahl.

    Votes: 7 16,7%
  • ja....was soll ich sonst wählen?

    Votes: 3 7,1%
  • ja...nein...weiss nicht...

    Votes: 1 2,4%
  • nein.

    Votes: 3 7,1%
  • nein, definitiv keine Alternative!

    Votes: 28 66,7%

  • Total voters
    42

Alubehütet

Well-Known Member
@Alubehütet
Ich weiß jetzt, wo ich bei dir dran bin und dass weitere Unterhaltungen wegen der diagonal entgegengesetzten Ansichten zu nichts Produktivem führen würden.
O.k., muß das wohl so zur Kenntnis nehmen.

Wenn Du aber schon mit mir Probleme hast, wie willst Du dich dann erst mit besorgten Mitbürgern unterhalten, die wirklich in Versuchung stehen, AfD zu wählen? Ach so. Willst Du wohl nicht. Na dann.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Ich möchte noch mal meinen Standpunkt pointiert zusammenfassen.

Sonst nicht, aber in dieser Frage hat mir Siegmar Gabriel imponiert. Der ist der einzige Bundesminister gewesen, der geagt hat, man muß auch mit den Menschen von Pegida reden – Jedenfalls mit denen, mit denen man noch reden kann. Und der das auch getan hat.

Siegmar Gabriel ist aber auch derjenige, der für den Mob in ... war das Heidenau? das deutliche und treffende Wort Pack! gebraucht hat.

Und beides finde ich richtig.

Edit:

Mir gerade die WELT gegoogelt:

Nach den Worten von Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) gehört die Pegida-Bewegung „ganz offensichtlich“ zu Deutschland. „Es gibt ein demokratisches Recht darauf, rechts zu sein oder deutschnational“, sagte der Bundeswirtschaftsminister dem „Stern“. „Egal, ob es einem gefällt oder nicht.“ Man habe auch das Recht, Dummheiten zu verbreiten wie die angebliche Islamisierung Deutschlands.

https://www.welt.de/politik/deutsch...er-Gabriel-gehoert-Pegida-zu-Deutschland.html
Das war kurz nach seinem Treffen mit Pegida. Genau so sehe ich das auch.

Und das mit dem Pack hat der SPIEGEL:

Aber Gabriel hat nie einen Zweifel gelassen, wo für ihn die Grenze verläuft. "Das ist Pack", sagt er über die fremdenfeindlichen Randalierer vom Wochenende. "Das sind Leute, die mit Deutschland nichts zu tun haben." Diesen Menschen müsse man klarmachen: "Ihr gehört nicht zu uns, wir wollen Euch nicht - und wo wir Euch kriegen, werden wir Euch bestrafen."

http://www.spiegel.de/politik/deuts...besucht-fluechtlingsunterkunft-a-1049582.html
Und auch da gebe ich ihm Recht. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Alubehütet

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@alterali
Ist alles richtig, Deutschland ist die dominierende Macht in Europa, wird es nach dem Brexit noch viel mehr, und hat da auch vieles falsch gemacht. Ungarn ist vielleicht wirklich eine spezifisch ungarische Sache.

Aber Antimodernismus, Nationalismus, "Antiglobalismus", wie sie es nennen, scheint ein fetter Trend zu sein in der westlichen Welt – Hat seinen Zenit vielleicht schon überschritten, aber warten wir mal ab, ob Le Pen in fünf Jahren nicht doch noch Präsidentin wird :( Ich habe das, was viele als „Sozialdemokratisierung der CDU“ empfinden, gar nicht so wahr genommen, weil ich die nicht mehr für sonderlich sozial halte, weder CDU, noch SPD. Aber man meint damit wohl Liberalisierung, und da scheint die CDU eine AfD rechts liegen gelassen zu haben wie Schröder damals eine WASG links.
 

Mendelssohn

Well-Known Member
Ultrakonservativ, Neue Rechte, identitär vielleicht, Konservative Revolution.
da ist schon Wiki weiter:

„Konservative Revolution“ ist in der heute verwendeten Form ein 1950 von Armin Mohler eingeführter und bis heute umstrittener Sammelbegriff[1] für eine Gruppe ideologischer Strömungen und der sie tragenden Akteure, die sich im Kontext der Weimarer Republik entwickelten. Gemeinsam war diesen Akteuren, dass ihre Ideologien entschieden antiliberale, antidemokratische und antiegalitäre Züge trugen. Ihr Rechtskonservatismus unterschied sich vom traditionellen Konservatismusbegriff der Deutschen Zentrumspartei oder der Deutschnationalen Volkspartei grundlegend und manifestierte sich nicht in einer politischen Partei. Die Konservative Revolution wird in der Geschichtswissenschaft als Wegbereiter für den Nationalsozialismus behandelt.[2] Heute greifen Vertreter der Neuen Rechten auf Ideologiemuster der Konservativen Revolution zurück.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Konservative_Revolution

Der Begriff konservative Revolution für Akteure, die als Alte Herren die Etablierung der NSDAP als Volkspartei materiell und ideologisch stützten, verharmlost laut Historikern nicht nur ihr Tatmotiv:

"In der Öffentlichkeit wurde der Tat größte Aufmerksamkeit zuteil: Siegfried Kracauer beobachtete 1931, „Die Zeitschrift Die Tat hat heute gerade unter den Intellektuellen der Mittelschichten einen starken Anhang. Er erklärt sich nicht nur daraus, daß der Tat-Kreis bewußt für die praktischen und ideologischen Interessen dieser Schichten eintritt, sondern auch aus seiner Kampfweise selber. Sie ist von einem Format, dessen die deutsche Intelligenz entwöhnt war.“ Das Berliner Tageblatt stellte im selben Jahr bereits eine „bedenkliche Nachbarschaft“ des Tatkreises zu den nationalen und antikapitalistischen Gedankengänge der Gruppe Strasser fest. Ebbo Demant resümierte später in seiner Untersuchung des Tatkreises, dass insbesondere das Tageblatt bald dazu überging, „mit aller Schärfe das leere Phrasen-Geklinge des TAT-Kreises in Grund und Boden“ zu verdammen und ihn „als literarische Schutzgarde der Nationalsozialismus“ zu klassifizieren und seine Mitglieder als „Edel-Nazis oder Salon-Nazis“ einzuordnen.[5]
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Tat

Als konservativen Revolutionär rettest du Höcke jedenfalls nicht.
Hier noch was aus dem Cicero zur neuen rechten in der Tradition der Konservativen Revolution:
http://cicero.de/berliner-republik/afd-und-identitaere-die-stunde-der-neuen-rechten

Weißt du, es gibt viele Namen für Nazis. Das ändert aber nichts am Tatbestand.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Was sie aber noch nicht zu Nazis macht. Aber kein Zweifel, wenn sich in 10 Jahren mal Nazis in großer Zahl formieren sollten, würden sie spielend die AfD entern können. Und in den Kreisen der AfD wird viel schlechte Laune, Islamhaß usw. am Köcheln gehalten, die auch Nazis zupaß kommen kann.

Zugegeben. Die machen vieles salonfähig, was man nicht salonfähig machen sollte, verschieben Tabugrenzen. „Wird man ja wohl noch sagen dürfen.“

Was ich positiv zu Höcke gefunden habe: Daß er sich stets vom NS-Regime distanziert. Da relativiert er zwar, die Alliierten haben ja auch, Bombardierung Dresdens ist ein Kriegsverbrechen usw., aber Holocaust als Schande Deutschlands scheint mir kein Lippenbekenntnis zu sein. Allerdings vertritt er auch eine Reihe von Geschichtsthesen, die ich so auch nur von Nazis kenne: Man habe alles Deutsche nach 1945 mit einer Umerziehung ausrotten wollen, den Deutschen einen „Schuldkult“ eingeimpft usw. Und diese Unsinnsgeschichte mit den genetisch unterschiedlichen Verbreitungstypen hatte ich zugegeben schon wieder vergessen, sollte man besser nicht.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Die Zeitschrift Die Tat

Das Berliner Tageblatt stellte im selben Jahr bereits eine „bedenkliche Nachbarschaft“ des Tatkreises zu den nationalen und antikapitalistischen Gedankengänge der Gruppe Strasser fest.

„Edel-Nazis oder Salon-Nazis“
Das wird zu kompliziert und zu sehr o.t., das hier aufzudröseln. Nach der Zerschlagung der KPD waren die Strasser-Leute die einzigen, die noch wirksamen Widerstand gegen den Hitler-Faschismus hätten leisten können – Und wohl früher oder später auch geleistet hätten. Darum wurden die ja vorbeugend beseitigt. Das waren nämlich noch zwar nationale, aber eben auch Sozialisten. Die hatten z.B. die leninistische Idee „stehendes Volksheer“, also die Wehrmacht ersetzen durch die SA, mit der man zwar ein Vaterland verteidigen, aber kein anderes überfallen könne; wollten Schwerindustrie und Banken verstaatlichen u.v.a.m. Da würde ich Höcke aber gerade nicht hin verorten.
 

Alubehütet

Well-Known Member
Werde ich gleich lesen, danke. Wiki hat da auch was zu:


Der Sozialwissenschaftler Alexander Häusler (2014) erklärt, Begriffe und Aussagen Höckes seien denen der rechtsextremen sog. Identitären Bewegung ähnlich.[34] Höcke nannte die AfD in einem Interview mit dem neurechten Onlinemagazin Blaue Narzisse eine „identitäre Kraft“.[35]
 

Alubehütet

Well-Known Member
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