Juden haben schon überlegt, ihre Koffer zu packen. (Ok, das überlegen sie auch in Israel derzeit ... anderes Thema.) Das können die jetzt wohl lassen. Kerkeling hat Aufsehen erregt mit seiner Äußerung (in einer übrigens sehr guten, bemerkenswert anderen Illner-Sendung, kein Krawall, sehr Lanz-artig), er sei jetzt mit seinem Mann nach Köln/Bonn gezogen, da er sich in Berlin nicht mehr gut fühle. Er komme sich vor wie in den roaring 20ies, wo ja schon viel ging mit Schwulentoleranz, das Hirschfeld-Institut habe anerkannt, daß es trans Menschen gäbe, und aber jenseits der Blase scheine da jetzt wieder irgendetwas Ungutes, Grosses, Drohendes zu kommen. Sei nur ein Gefühl. Aber das teilen wohl viele, gerade Marginalisierte.
Die Stimmung ist weit verbreitet. Wir erleben eine große Polarisierung, für die zumindest ich derzeit keinen plausiblen Grund sehe – Flüchtlinge, Corona waren welche, aber Gendersternchen? –, und offenkundig profitiert die AfD, bislang wiederum, ohne viel dafür zu können. Jetzt scheinen sie sich immerhin deutlich pro Putin zu profilieren, vielleicht auch wegen Wagenknecht.
Ich hab mir das gemerkt: Wohin soll das noch gehen, wenn das so weiter geht?

– So weit zumindest nicht, auch auf längere Sicht hin nicht. Mag Höcke in Thüringen MP werden, Ansprüche hat er gerade angemeldet, in Berlin ist die Grenze.