Berliner Mietendeckel: vorbildlich oder verwegen?

Dieses Thema im Forum "Aktuelle Ereignisse" wurde erstellt von Bintje, 25 August 2019.

  1. sommersonne
    Offline

    sommersonne Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 März 2017
    Beiträge:
    8.171
    Zustimmungen:
    7.349
    Geschlecht:
    weiblich
    Aber die wirklich schönen Jugendherbergen sind oft schon zeitig ausgebucht, weiß ich von meiner Tochter.
     
  2. eruvaer
    Offline

    eruvaer Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 April 2014
    Beiträge:
    19.387
    Zustimmungen:
    16.911
    Geschlecht:
    weiblich
    @EnRetard
    Was übrigens dein Problem mit Parkplätzen in Städten angeht...
    Ich finde man sollte da eben "früher" ansetzen und Städte wie Berlin in ihren Kernen autolos machen.
    Mit Ausnahmen zB für behinderte und ökologisch betriebene Limousinen für "gefährdete Promis" (Politiker und co, die nicht mit dem Rad fahren können, weil sie sonst gesteinigt werden).

    Mein Bruder hat aus Überzeugung keinen Führerschein. Als Konsequenz daraus lebt er in Grossstädten.
    Zieht man den Individualverkehr an, ist viel mehr Platz für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, Rad- und Fusswege, sowie die Begrünung der Innenstädte.
    So werden aus sechsspurigen Hauptadern begrünte Alleen, die nebenbei noch die Lebensqualität in der Grossstadt verbessern.
    Dann ist das Thema Parkplätze für Autos völlig irrelevant.


    Aber das kommt natürlich wieder von einem naiven Mensch der die Hoffnung auf das Gute im Menschen trotz aller Gegenbeweise nicht aufgeben will.
     
  3. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    4.027
    Zustimmungen:
    5.020
    Geschlecht:
    männlich
    Ich habe kein Problem mit Parkplätzen in Städten, sondern eins damit, dass die Bauordnungen der meisten Bundesländer bei Neubauten eine Mindestzahl von Parkplätzen vorschreiben und damit das Bauen verteuern.
     
    Bintje gefällt das.
  4. eruvaer
    Offline

    eruvaer Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 April 2014
    Beiträge:
    19.387
    Zustimmungen:
    16.911
    Geschlecht:
    weiblich
    Was wie oben und zuvor beschrieben eben eine von hinten aufgezäumte (hab ich gelerntc das Sprichwort!) Theorie ist.

    Wenn man keine Parkplätze vorschreibt, gibt es mehr Parkplatzprobleme, Stress, Streit, Ärger, Wildparken, Abschleppen, Bußen - nicht weniger Autos.
    (Diese Vorschriften werden übrigens gemacht, damit jeder einzelne für seinen Parkplatz selbst verantwortlich ist und nicht die Gemeinde/Kommune dafür aufkommen muss)

    Wenn man Alternativen zum Auto attraktiv gestaltet: mehr Haltestellen, bezahlbare Abos für jedermann, sichere und durchgehende Radwege uswusf, dann begegnet man dem Problem langfristig und effektiv.

    Und wenn man als Stadt Autos rein lässt....
    Deswegen: Bei den Wurzeln anfangen und autofreie Innenstädte gestalten - ermöglichen - umsetzen.
     
    Alubehütet gefällt das.
  5. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    4.027
    Zustimmungen:
    5.020
    Geschlecht:
    männlich
    Worüber streiten wir uns eigentlich? Ich habe nichts dagegen, Innenstädte autoarm zu gestalten. Mir geht es darum, das Bauen zu verbilligen. Notfalls mit einer Rückkehr zu den Ausstattungs-Standards der 1960er Jahre. Die Häuser aus der damaligen Zeit stehen heute in Köln auch nicht leer.
     
  6. Alubehütet
    Offline

    Alubehütet Well-Known Member

    Registriert seit:
    29 Januar 2017
    Beiträge:
    12.151
    Zustimmungen:
    6.273
    Geschlecht:
    männlich
    :D
     
    eruvaer gefällt das.
  7. eruvaer
    Offline

    eruvaer Well-Known Member

    Registriert seit:
    7 April 2014
    Beiträge:
    19.387
    Zustimmungen:
    16.911
    Geschlecht:
    weiblich
    Ich streite mich gar nicht?
    Ich finde deinen Gedanken gut, möchte mich lediglich darüber unterhalten wie man möglichst sinnvoll ans Ziel kommen könnte.
     
  8. Mendelssohn
    Offline

    Mendelssohn Well-Known Member

    Registriert seit:
    17 Januar 2016
    Beiträge:
    4.827
    Zustimmungen:
    4.604
    Mietdeckel?
    Für Köln, München, Hamburg, Frankfurt, Berlin, also für alle Millionenstädte und Großstädte um die 500 000 sowieso. Sonst stirbt bürgerliches Leben in Städten aus und sie werden zu Skyline und Übernachtungszentren.
    Ansonsten bin ich gegen die Versiegelung weiteren Grüns und wünsche mir Bestandserhalt durch Sanierung. Da, wo ich lebe, gibt es viel Leerstand in den Innenstädten, während zugleich neues Bauland im Grünen rekrutiert wird, in der Hoffnung, durch Zuzug die Innenstadt zu beleben. Das halte ich grundsätzlich für ein falsches Konzept. Wohnen in neuerschlossenem Bauland sollte verteuert werden, Wohnen in der Stadt bezuschusst.
     
    Alubehütet gefällt das.
  9. EnRetard
    Offline

    EnRetard Well-Known Member

    Registriert seit:
    19 Februar 2017
    Beiträge:
    4.027
    Zustimmungen:
    5.020
    Geschlecht:
    männlich

    Trifft für das Ruhrgebiet definitiv zu. In Köln, München, Frankfurt, Düsseldorf hingegen ist die Leerstandsquote sehr gering.
     
    Bintje und Berfin1980 gefällt das.
  10. Alubehütet
    Offline

    Alubehütet Well-Known Member

    Registriert seit:
    29 Januar 2017
    Beiträge:
    12.151
    Zustimmungen:
    6.273
    Geschlecht:
    männlich
    Wuppertal ist Leerstand. Billigmieten seit ewig – renovierter Altbau (1910 etc., tiefere Zimmerdecke, Bad aus den 80ern, Doppelglasfenster) 90erJahre 10 DM/m², heute 5 €.

    Umland, Grüngürtel, sofern S-Bahn- oder Autobahnanschluss, für Studenten unbezahlbar. Was schon anfängt in Wuppertal-Cronenberg (eigenes, angeschlossenes, eingemeindet es Kleinstädtchen auf den Südbergen, 15 Autominuten von Elberfeld). Weiß jetzt nicht, acht €uro oder so, für Düsseldorf/Köln natürlich immer noch Paradies.
     
Die Seite wird geladen...