Besser spät als nie: Deutschland erkennt Völkermord an Herero und Nama an

Msane

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25 März 2010
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Zurück zum Thema: Im Interview mit Zeit Online zerpflückt die namibische Politikerin Esther Muinjangue , eine Angehörige der Herero, die Haltung der Deutschen. Sie fordert eine direkte Entschädigung der Nachkommen der Opfer und verweist auf die Reparations-Vereinbarung Deutschlands mit Israel und der Jewish Claims Conference.
https://www.zeit.de/zett/politik/20...her-utjiua-muinjangue-genozid-herero-abkommen

Und deshalb müssen die Herero und Nama behandelt werden wie jüdische Shoah-Opfer.


So so, wenn du das forderst, dann soll es halt so sein.

476 Milliarden Euro betragen die Reparationsforderungen der Herero, bemessen an den Shoa-Opfern.
Also ich zahl das nicht.
Aber sämtliche Schuldkultisten in Deutschland dürfen gerne zusammenlegen.
EnRetard, kannst also schon mal dein Haus in Zahlung geben und deine Altersvorsorge auflösen... und jetzt keine Ausreden, sondern Geld auf den Tisch!


.
 

EnRetard

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19 Februar 2017
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So so, wenn du das forderst, dann soll es halt so sein.

476 Milliarden Euro betragen die Reparationsforderungen der Herero, bemessen an den Shoa-Opfern.
Also ich zahl das nicht.
Aber sämtliche Schuldkultisten in Deutschland dürfen gerne zusammenlegen.
EnRetard, kannst also schon mal dein Haus in Zahlung geben und deine Altersvorsorge auflösen... und jetzt keine Ausreden, sondern Geld auf den Tisch!


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Waren ja bloß N*. Sollen eben f*n gehen. Meine Güte, bin ich froh , dass ich dich nicht persönlich kenne.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Kann die deutsche Regierung überhaupt mit einem Chief verhandeln und die namibische Regierung außen vor lassen? Das die Organisationen nicht bei den Verhandlungen dabei waren müssen sie mit ihrer Regierung klären.

Das es Herero in anderen afrikanischen Ländern gibt, daran hatte ich nicht gedacht. Trotzdem halte ich die Auszahlung der Summe als Entwicklungshilfe immer noch für besser.
Wie lange soll es denn dauern bis jeder seinen Betrag erhält? Schließlich muß irgendwie nachgewiesen werden das sie diesen Volksgruppen angehören. Kann man das überhaupt? Muß man dann einen Antrag stellen? Der bürokratische Aufwand könnte immens sein und es könnte ewig dauern.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Gerade wenn unserer Regierung daran gelegen ist, zwar offiziell staatlich Schuld zu bekennen, das aber nicht in völkerrechtlich verbindliche Reparationen, Entschädigungen zu gießen, böte sich doch an, einen größeren Teil informell über lokale Institutionen vor Ort auszugießen, und für einen offiziellen Akt nur einen kleineren Teil mit dem Staat Namibia zu organisieren; Infrastruktur, Straßen-, Gleis- oder auch Internetanschluß. So weit ich das mal verfolgt habe, schien aber ein Problem zu sein, wer tatsächlich vor Ort legitimiert ist, die Nachfahren zu vertreten.

Vielleicht aber hätte man auch nicht alles gleich auf einmal machen müssen.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Ja, sie schlägt das vor aber scheinbar gibt es doch irgendeinen Grund das ihre Regierung die Chiefs außen vor läßt. Da herrscht offensichtlich keine Einigkeit wie damals mit Israel. Das kann doch Deutschland nicht klären.

Ihren Ärger verstehe ich schon. Es kann ja sein das sie befürchtet das das Geld irgendwo versickert. Dann könnte man vielleicht das Geld an die Organisationen der Herero und Nama nach Absprache mit der namibischen Regierung auszahlen und die geben es dann weiter oder verwenden es für Projekte.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Deutschland kann doch Geld spenden, wohin es will? Selbst wenn die namibische Regierung gerne alles Geld in ihre Kanäle geleitet hätte, kann sie doch nicht falsch finden, daß überhaupt beträchtliche Geldsummen ins Land kommen. Böse gesagt: Deutschland hätte gerade diesen Zwist für sich ausnützen können, zwar ordentlich Geld auf den Tisch zu legen, aber ohne eine Rechtsanerkenntnis.
 

Alubehütet

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29 Januar 2017
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Wuppertal
taz August 2020:

Für die Herero- und Nama-Führer muss erst Deutschland seine Schuld anerkennen. Dann kann man über Konsequenzen reden, nämlich „Reparationen für den Verlust von Leben, Land, Herden und Lebensgrundlagen“. Deutschland hingegen ist zwar zu einer Entschuldigung bereit – aber erst als Abschluss der Verhandlungen, also wenn es keine offenen Forderungen mehr gibt. „Es ist Ziel der Bundesregierung, auf der Grundlage gemeinsamer Sprache um Vergebung für das Geschehene zu bitten“, lautet die offizielle Sprachregelung.
Und die namibische Regierung hat sich darauf eingelassen.