Besser spät als nie: Deutschland erkennt Völkermord an Herero und Nama an

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Ich habe nicht von Mitleid für die ehemals sehr großen europäischen Kolonialmächte gesprochen - im Gegenteil, denn ich habe mich für Reparationszahlungen ausgesprochen, weil es dann in Afrika in vieler Hinsicht (insbesondere mit Blick auf Infrastruktur und intelligente Produktionsformen) vermutlich besser aussähe. Das altbekannte Argument, dass die "Gelder" sowieso nur bei den "Stammesfürsten" landen, stammt aus der gleichen Zeit, in der sich "Rassenkunde" als Wissenschaftszweig etablierte, also ungefähr von 1890.
Allerdings habe ich darauf hingewiesen, dass es offenbar Druck aus der EU und UK gab, mit der Schuldanerkennung keine Reparationszusagen zu verbinden, zu denen Deutschland in Form einer Einmalzahlung wohl bereit gewesen wäre. Im Unterschied zu recht kurzen Kolonialgeschichte des deutschen Kaiserreichs wären auf andere Ex-Kolonialmächte ganz andere Rechnungen ausgestellt worden. Solche Rechnungen sind in Zeiten von Front National, AfD, Sforza Italia, Werteunion, und den Populisten in NL,UK, Pt, ES nicht einfach zu vermitteln. Schließlich sind die Bio-Europäer alle der Meinungen, dass die alten Rechnungen mehr als bezahlt sind, und zwar von den jeweiligen Sozialämtern.
Wieso du darauf kommst, dass ich die Verbrechen des Kolonialismus in Schutz nehme, erschließt sich mir nicht. Erst mal schießen, trifft immer den Richtigen. :)
 

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Das genau sollten sie verdammt nochmal auch tun, zahlen.
Wie gesagt, schwer zu vermitteln, in Zeiten einers noch nicht abgewendeten Rechtsturn in Europa. Was meinst du, wie Wagenknecht als NR.1 in NRW und Ramelow in Thüringen Reparationszahlungen an Namibia kommunizieren können. Bei Griechenland und deren WWII Forderungen stand doch schon die versammelte Kleinbürgerrepublik Kopf. Meinst du in der EU sieht das anders aus? Verglichen mit dem Einfluss von Le Pen und den englischen Nationalisten konnte der Einfluss der AfD hier noch klein gehalten werden. Ein neue europäische Rechtswelle könnte den politischen Einfluss der AfD allerdings stärken (mit großer Sorge sehe ich auf Sachsen-A.). Verkaufen kann man allenfalls, dass "die", also die anderen, mal zahlen sollen. Wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, ist man sich doch erst immer selbst der Nächste. Frage Wagenknecht!
 

Mendelssohn

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17 Januar 2016
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Weil Wagenknecht bestimmt auch gute Gründe gegen Reparationszahlungen vorzubringen hat, die dem Kaiserreich anzulasten sind. Erstens, weil es schon so lange her ist und zweitens den biodeutschen Arbeitnehmer vom Niedriglohn abgezogen wird, der deshalb so niedrig ist, weil die Reservearmee der Fremdarbeiter auf das biodeutsche Lohnniveau drückt. Vergiss nicht, dass es eine Menge Leute gibt, die Wagenknecht für die fähigste und bestaussehendste Politikerin aller Zeiten hält. Sonst wäre sie in NRW nicht auf den ersten Listenplatz gekommen.
 

sommersonne

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19 März 2017
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Weil Wagenknecht bestimmt auch gute Gründe gegen Reparationszahlungen vorzubringen hat, die dem Kaiserreich anzulasten sind. Erstens, weil es schon so lange her ist und zweitens den biodeutschen Arbeitnehmer vom Niedriglohn abgezogen wird, der deshalb so niedrig ist, weil die Reservearmee der Fremdarbeiter auf das biodeutsche Lohnniveau drückt. Vergiss nicht, dass es eine Menge Leute gibt, die Wagenknecht für die fähigste und bestaussehendste Politikerin aller Zeiten hält. Sonst wäre sie in NRW nicht auf den ersten Listenplatz gekommen.
Das sind Unterstellungen, die keine Grundlage haben. Na und dann ist sie eben die bestaussehendste Politikerin, warum hasst du sie denn so? Es gibt ganz andere Politiker die diesen Hass viel eher verdient hätten.
 

Alubehütet

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