Das Wetter

Sag ihm das mal. Bei mir interessiert es ihn nicht. Was er nicht will, das will er nicht, halt ein echter Charakterhund. Dabei wollte ich ihn schon überlisten und habe mich selbst darauf gesetzt: Erfolglos. Normalerweise will er immer haben, was ich habe, beäugt neidisch mein Abendessen, bis ich "NEIN!" sage, und wenn ich zum Beispiel in die Küche oder ins Bad gehe und wiederkomme, sitzt er zuverlässig auf meinem Platz! Oder er hat sich ungebeten auf dem Kopfkissen breit gemacht, schaut erwartungsvoll in die Röhre an der Wand und hofft, dass gleich ein Tierfilm startet, sonst was. :rolleyes:

Ich gebe dann immer Protestnoten ab und sage ihm, dass ich mich schließlich auch nicht in sein Körbchen lege! Beeindruckt ihn nicht die Bohne.
Aber vor ein paar Wochen: Da war er wirklich beleidigt. Weil er, während ich das Bett neu bezog, plötzlich darauf sprang, sich wälzte und auch ansonsten benahm, als habe er eine tolle neue Spielwiese. Nee, Freundchen, raunzte ich, runter jetzt, aber sofort!! - und statt abzuwarten, bis er's von selbst tat, half ich unmissverständlich nach. Zu seiner unglaublichen Empörung!
Sein robuster Vorgänger, mein alter Terriermix, hätte sich wenig bis gar nix daraus gemacht. Er wäre zwar auch sauer gewesen, dann aber wieder freudestrahlend angekommen, als sei nie was geschehen. Nicht Gizmo, nein, nein: In den Tagen danach tat er zwar artig; Speis, Trank und Gassi waren natürlich auch immer hochwillkommen; ich aber nicht. Kuschelstreik. Offenbar unbefristet. Er wendete sich einfach ab, legte sich, platsch!, demonstrativ in sein Körbchen und bedachte mich von da aus mit anklagendem Hundeblick. Ok, hätte mir alles egal sein können, aber es hatte nervigerweise was von passiv-aggressiv, während er meine Schuldgefühle sorgsam züchtete. Und eines Abends reichte es mir tatsächlich, hatte er mich weich gekocht. Zumal er seine Taktik auch ausweitete und zunehmend appellierend um mein Bett herumschlich wie ein Pantherchen, ohne zum finalen Sprung anzusetzen. Dazu der, wie er offenbar fand, angemessen traurige Blick des armen verstoßenen Hundchens (ganz wichtig!).
Jedenfalls legte ich mein Buch irgendwann seufzend beiseite, stand auf, nahm ihn blitzschnell auf den Arm und trug ihn: .. genau. Dahin, wo er hin wollte.
Spätestens seitdem weiß ich, dass ich eine lausige Pädagogin, emotional erpressbar und anscheinend auch harmoniesüchtig bin. Jedenfalls schlafen wir nun wieder Rücken an Rücken. Der Hund ist offenbar glücklich. Ich ehrlich gesagt nicht ganz so. Jedenfalls nicht in brütend warmen Sommernächten.
Im Winter mag's ja angehen mit kuscheliger Wärme, aber im Sommer - ? Ich glaub, wir müssen mal reden. Da capo al fine .. ;)
 
Heute Nacht hat es nicht mal ein wenig abgekühlt. Dafür bin ich wach geworden weil durch den Sturm meine Schlafzimmertür zugeknallt wurde. Es war erst dreiviertel vier, aber seitdem bin ich wach. Die Temperaturen in der Wohnung sind nun auch höher. Es sollen 29 Grad werden und auch am Vormittag regnen. Wird nicht viel sein.
 
Das Wetter ist seit dem Wochenende vom Feinsten: Erst mehr als 30 Grad, gefühlt 36 oder so, auch nachts irre warm; ich stieg in den Keller, holte den Ventilator - echte Wohltat! Dann drehte der Wind, Regen setzte ein, es frischte auf, wurde fast stürmisch. Zu Gizmos übergroßer Freude, abends ging er prompt auf Großwildjagd (Mücken, Fliegen) und ich fragte mich, wo eigentlich das verdammte Fliegengitter war, das ich eigentlich längst hatte anbringen wollen. Nun habe ich es, aber seitdem brauche ich es eigentlich nicht mehr, weil es fast permanent regnet. Bei mehr oder weniger Wind.

Ansonsten recht kühl, 12, 13 Grad; vorgestern Abend zog ich tatsächlich Wollsocken an und dachte: Herbst. Aber nö, eigentlich nur ein normal wechselhafter Sommer im Norden. Und nun wird es abends schon schneller wieder dunkel, ab 21.45 h dämmert es, eine halbe Stunde später fällt die Nacht wie ein samtenes Tuch. Beim nächsten Discounter verhökern sie inzwischen wieder Sandsäcke gegen Hochwasser. Sozusagen auf Vorrat.
Seit zwei Tagen sind die im Angebot und finden anscheinend reißenden Absatz, online sind sie schon wieder ausverkauft.

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Da weißt du, dass du im Norden bist ... ;)
 
Hier ist es auch etwas kühler geworden. Ein Glück. Immerhin 27 Grad noch, aber es weht etwas Wind. Das machtes erträglich.
Morgen geht es in den kühleren Wald nach Thüringen ins Eisenberger Mühltal. Tagesausflug. Ich freu mich.

Wir haben die Hälfte des Jahres überschritten und nun wird es abends schon wieder eher dunkel und morgens später hell. Läßt sich nicht vermeiden.
Im Leipziger Umland haben mehrere Felder gebrannt und viel Ernte vernichtet.
 
Im Leipziger Umland haben mehrere Felder gebrannt und viel Ernte vernichtet.
Hier auch am vergangenen Wochenende. Mehrere ausgedehnte Flächenbrände. Kein Wunder, der Boden war völlig ausgedörrt; da muss nur irgendein Idiot Zigarettenglut wegschnippen .. oder 'ne Scherbe liegt auf dem Boden, in dem sich Sonnenstrahlen wie in einem Brennglas bündeln. Was auch immer.
 
Im Mühltal hat es mehrmals so gegossen wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Dort ist auch alles noch grün, selbst die Wiesen. Wir hatten Glück und saßen an einer Mühle unter einem Dach und mussten nur abwarten bis es vorbei war. Es hat aber immer mal wieder geregnet. Deshalb bin ich auch schon zu Hause und hier ist alles trocken.
 
Es regnet, regnet, regnet bei 18 Grad. Man hat nur den Wechsel zwischen leichterem und strammem Landregen. Ungemütlich.
Jetzt habe ich einen tollkühnen Plan gefasst: Erst nochmal mit dem Hund raus - und ansonsten den Tag vergammeln, einkuscheln, lesen. Und zwischendurch wieder mit dem Hund (der es aber draußen auch nicht so prickelnd findet) und so weiter, da capo al fine.
 
Hier ähnlich kühl, aber trocken. Gestern hat es den ganzen Tag leicht geregnet. Mich tröstet das die Natur aufatmen kann. Ich freue mich über jeden Regen.
 
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