Da könnte auch noch die Regierung Merkel die Hand im Spiel gehabt haben, da der Vertrag am 21. September unterzeichnet wurde.
Und in ihrer Ära hatte sie als Finanzminister, Vizekanzler und ehemaligen Hamburger Bürgermeister ... richtig geraten: Scholz!

Das gerät öfters in Vergessenheit, aber war so.
Ich vermute das in Hamburg irgendwelche guten alten Freunde aus Scholz Zeit als Hamburger Bürgermeister davon profitieren.
Würde mich nicht wundern wenn das der selbe Klüngel ist, welcher damals schon im Cum-Ex und Warburgskandal
von ihm gedeckt wurde.
Wobei das wohl weniger Freunde als vielmehr ein, zwei Handvoll Pfeffersäcke sein dürften, die ein Erster Bürgermeister in Hamburg tunlichst hinter sich haben sollte. Scholz weiß das - und Tschentscher, der unter ihm Finanzsenator war, dürfte auch längst verinnerlicht haben, dass man "gegen die Elbchaussee", wie Scholz es mal ausgedrückt haben soll, in Hamburg keine Wahl gewinnen kann. An der Elbchaussee mit ihren extrem teuren Wohnlagen lässt sich der diskrete Charme der überaus wohlhabenden Bourgeoisie an der Größe umfriedeter Grundstücke und Auffahrten oft mehr erahnen als bestaunen. Und dass die Route vom anfangs eher schäbigen Altona bis ins noble Blankenese reicht und die Anwesen auf der Strecke bis nach Falkenstein hinein immer teurer werden, ist natürlich auch kein Zufall. So schlicht erklärt sich wahrscheinlich auch die Warburg-Nummer. Hamburger Kaufleute aus den alteingesessenen obersten Wirtschaftskreisen haben jedenfalls de facto mehr Macht als der Bürgermeister. Nach außen natürlich diskret, immer diskret und zurückhaltend.
Sollte das ganze platzen dürften sich Rotterdam und Antwerpen sehr freuen.
Das halte ich trotz allem für ein Schein-Argument. Die Befürworter des Deals (darunter natürlich auch die Vorstandsvorsitzende der HHLA) argumentieren u.a. mit Arbeitsplätzen, dass man Cosco stärker an den Hafen binden wolle und so weiter. Ja klar. Das wären kurzfristige Ziele, die sogar einleuchten, aber auf Dauer m.E. zu kurz gesprungen: Denn wenn der Stadtstaat sein Tafelsilber in Teilen verscherbelt und Einfluss einbüßt, könnte die chinesischen Investoren, wenn sie nur wollten, vermutlich auch nichts davon abhalten, ihren Umschlag nach Rotterdam und Antwerpen zu verlagern, falls die mit besseren Preisen locken. Oder?
Tatsächlich müsste man das Gesamtbild anschauen, nicht "nur" den Hamburger Hafen. Anderes Geschäftsfeld, aber denkt mal an Thomas Cook, Fosun. Als die chines. Investoren nicht mehr wollten, brach Thomas Cook komplett zusammen - das war's. Erst in England, unmittelbar darauf auch in Deutschland. Und im Bankensektor mischt Fosun natürlich auch längst mit (teils sogar maßgeblich) und geriet unlängst ins Trudeln.
https://www.wiwo.de/unternehmen/ban...einkaufstour-in-deutschland/11998980-all.html
In China sollen große Banken und staatliche Unternehmen nach dem Willen der Behörden ihre finanziellen Engagements beim Mischkonzern Fosun prüfen, wie "Bloomberg" berichtet. Teil der Gruppe ist die deutsche Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank.
www.fondsprofessionell.de
Kernaussagen: Fosun hat seinen Anteil an New China Life verkauft, sein jüngster Schritt, um Barmittel zu beschaffen, da in den nächsten 12 Monaten hohe
www.finanztrends.de
Unschön, das alles. Dummerweise hab ich das Gefühl, dass Scholz sich nicht nur für klüger hält als alle seine maßgeblichen Minister:innen, deutsche Geheimdienstler und die EU-Kommission, sondern auch für cleverer als die chinesische Finanzwelt.
Klingbeil halte ich zumindest für integer. Aber davor kämen Neuwahlen. Oder sollten "wir" uns hier etwa so aufführen wie die Briten?
