Die Ampelkoalition

Msane

Well-Known Member
Ja, ich weiß, und das ist schon seit etlichen Jahren so. Anfangs nahmen das nur Wirtschaftsmedien wahr, inzwischen ist es weithin bekannt.
Weswegen ich Scholz' politische Indolenz umso weniger begreife.
Aber möglicherweise wird sie ihm mit lukrativen Pöstchen nach Ende seiner Kanzlerschaft vergoldet. Weiß man's? ;)

Ich vermute das in Hamburg irgendwelche guten alten Freunde aus Scholz Zeit als Hamburger Bürgermeister davon profitieren.
Würde mich nicht wundern wenn das der selbe Klüngel ist, welcher damals schon im Cum-Ex und Warburgskandal
von ihm gedeckt wurde.


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Bintje

Well-Known Member
Ich vermute das in Hamburg irgendwelche guten alten Freunde aus Scholz Zeit als Hamburger Bürgermeister davon profitieren.
Würde mich nicht wundern wenn das der selbe Klüngel ist, welcher damals schon im Cum-Ex und Warburgskandal
von ihm gedeckt wurde.


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Danke, dass Du das geschrieben hast. Auswärtige haben öfters den klareren Blick darauf - während ich mich noch frage, ob ich vielleicht zu nah dran und entsprechend negativ voreingenommen bin. Aber mit Klüngel habt ihr ja eure Erfahrungen.
In Hamburg gibt's das natürlich auch, und wie!, es tut nur vornehmer. ; )
 

Berfin1980

Well-Known Member
Der Verkauf wurde im vergangenen Jahr vertraglich abgeschlossen.

Da könnte auch noch die Regierung Merkel die Hand im Spiel gehabt haben, da der Vertrag am 21. September unterzeichnet wurde. Wenn man sich jetzt mit solche Verträge anschaut, steht da auch immer was von bindender Rechtsnachfolge drin.

Sollte das ganze platzen dürften sich Rotterdam und Antwerpen sehr freuen.

Nein ich will Scholz nicht in Schutz nehmen.
 

Msane

Well-Known Member
Klingbeil. Der kommuniziert wenigstens. Weil kommuniziert noch besser, aber der könnte jetzt wohl kaum aus Niedersachsen weg.

Klingbeil ist einer der ganz wenigen Politiker der mir bisher noch nicht negativ aufgefallen ist.

In Diskussionsrunden klang er auch immer recht pragmatisch.

Angesichts des krassen Personalproblems der SPD sticht er positiv hervor.


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Bintje

Well-Known Member
Da könnte auch noch die Regierung Merkel die Hand im Spiel gehabt haben, da der Vertrag am 21. September unterzeichnet wurde.
Und in ihrer Ära hatte sie als Finanzminister, Vizekanzler und ehemaligen Hamburger Bürgermeister ... richtig geraten: Scholz! :)
Das gerät öfters in Vergessenheit, aber war so.

Ich vermute das in Hamburg irgendwelche guten alten Freunde aus Scholz Zeit als Hamburger Bürgermeister davon profitieren.
Würde mich nicht wundern wenn das der selbe Klüngel ist, welcher damals schon im Cum-Ex und Warburgskandal
von ihm gedeckt wurde.
Wobei das wohl weniger Freunde als vielmehr ein, zwei Handvoll Pfeffersäcke sein dürften, die ein Erster Bürgermeister in Hamburg tunlichst hinter sich haben sollte. Scholz weiß das - und Tschentscher, der unter ihm Finanzsenator war, dürfte auch längst verinnerlicht haben, dass man "gegen die Elbchaussee", wie Scholz es mal ausgedrückt haben soll, in Hamburg keine Wahl gewinnen kann. An der Elbchaussee mit ihren extrem teuren Wohnlagen lässt sich der diskrete Charme der überaus wohlhabenden Bourgeoisie an der Größe umfriedeter Grundstücke und Auffahrten oft mehr erahnen als bestaunen. Und dass die Route vom anfangs eher schäbigen Altona bis ins noble Blankenese reicht und die Anwesen auf der Strecke bis nach Falkenstein hinein immer teurer werden, ist natürlich auch kein Zufall. So schlicht erklärt sich wahrscheinlich auch die Warburg-Nummer. Hamburger Kaufleute aus den alteingesessenen obersten Wirtschaftskreisen haben jedenfalls de facto mehr Macht als der Bürgermeister. Nach außen natürlich diskret, immer diskret und zurückhaltend.

Sollte das ganze platzen dürften sich Rotterdam und Antwerpen sehr freuen.
Das halte ich trotz allem für ein Schein-Argument. Die Befürworter des Deals (darunter natürlich auch die Vorstandsvorsitzende der HHLA) argumentieren u.a. mit Arbeitsplätzen, dass man Cosco stärker an den Hafen binden wolle und so weiter. Ja klar. Das wären kurzfristige Ziele, die sogar einleuchten, aber auf Dauer m.E. zu kurz gesprungen: Denn wenn der Stadtstaat sein Tafelsilber in Teilen verscherbelt und Einfluss einbüßt, könnte die chinesischen Investoren, wenn sie nur wollten, vermutlich auch nichts davon abhalten, ihren Umschlag nach Rotterdam und Antwerpen zu verlagern, falls die mit besseren Preisen locken. Oder?
Tatsächlich müsste man das Gesamtbild anschauen, nicht "nur" den Hamburger Hafen. Anderes Geschäftsfeld, aber denkt mal an Thomas Cook, Fosun. Als die chines. Investoren nicht mehr wollten, brach Thomas Cook komplett zusammen - das war's. Erst in England, unmittelbar darauf auch in Deutschland. Und im Bankensektor mischt Fosun natürlich auch längst mit (teils sogar maßgeblich) und geriet unlängst ins Trudeln.

https://www.wiwo.de/unternehmen/ban...einkaufstour-in-deutschland/11998980-all.html



Unschön, das alles. Dummerweise hab ich das Gefühl, dass Scholz sich nicht nur für klüger hält als alle seine maßgeblichen Minister:innen, deutsche Geheimdienstler und die EU-Kommission, sondern auch für cleverer als die chinesische Finanzwelt.

Klingbeil halte ich zumindest für integer. Aber davor kämen Neuwahlen. Oder sollten "wir" uns hier etwa so aufführen wie die Briten? ;)
 
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